Disney versieht viele Filmklassiker mit Warnhinweisen

Neue News aus dem Hause Disney! Bei einigen Filmen blendet das Unternehmen nun vor Start einen Hinweis ein, wenn stereotype oder diskriminierende Darstellungen im Film enthalten sind.

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Der heutige Zeitgeist ist ein völlig anderer, daher wundert es nicht wirklich, dass Disney die Filme in seinem Angebot bei Disney+ einer kritischen Prüfung unterzogen hat. Einige Filme enthalten nun einen Warnhinweis, der auf im Film enthaltende rassistische Stereotype und ihre negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft aufmerksam macht.

 

Statt die Filme rigoros aus dem Programm zu nehmen, will Disney sie lieber weiter ausstrahlen und mit dem Hinweis zu einer Diskussion anregen, schreibt das Unternehmen selbst. Ende des vergangenen Jahres hatte Disney einige Filme bereits mit einem ersten, wenn auch noch kürzeren Hinweis versehen, der lautete: "Dieses Programm wird so gezeigt, wie es ursprünglich erstellt wurde. Es kann veraltete kulturelle Darstellungen enthalten."

 

Nun wurde der Hinweis wie bereits erwähnt weiter ausgeführt, in Deutschland wird man nun folgenden Text lesen:

 

"Dieses Programm beinhaltet negative Darstellungen und/oder eine nicht korrekte Behandlung von Menschen oder Kulturen. Diese Stereotype waren damals falsch und sind es noch heute. Anstatt diese Inhalte zu entfernen, ist es uns wichtig, ihre schädlichen Auswirkungen aufzuzeigen, aus ihnen zu lernen und Unterhaltungen anzuregen, die es ermöglichen, eine integrativere gemeinsame Zukunft ohne Diskriminierung zu schaffen. Disney hat es sich zum Ziel gesetzt, Geschichten mit inspirierenden und zukunftsweisenden Botschaften zu erzählen, in denen die große Vielfalt der Menschen rund um den Globus berücksichtigt wird und niemand diskriminiert wird."

 

bei welchen filmen wird der hinweis eingeblendet?

 

Zu den mit Hinweisen versehenen Filmen gehören unter anderem "Aristocats" (1970), "Peter Pan" (1953), "Dumbo" (1941), "Das Dschungelbuch" (1967), "Susi und Strolch" (1955) und "Dschungel der 1000 Gefahren" aus dem Jahre 1960. In "Aristocats" beispielsweise wird eine Katze mit schrägstehenden, schmalen Augen und Hasenzähnen charakterisiert. Zudem bespielt die Katze ein Klavier mit Stäbchen und die originale Singstimme stammt von einem weißen Schauspieler, der einen asiatischen Akzent nachahmt. "Peter Pan" enthält stereotype Darstellungen amerikanischer Ureinwohner, die als "Rothäute" bezeichnet werden. Darüber hinaus verspottet Protagonist Peter Pan die Kleidung und das Verhalten der Ureinwohner im Film.

 

Erst im Juni diesen Jahres ist das Thema rund um die Darstellung von Stereotypen in der Filmbranche neu entflammt, als Streaminganbieter HBO den Hollywood-Klassiker "Vom Winde verweht" (1939) aus dem Programm nahm. Zwei Wochen später tauchte der Film wieder auf, allerdings mit einem neuen Hinweis, der auf das im Film gezeigte hinweist. Der Hinweis erläutert den historischen Kontext des Filmes und in diesem distanziert sich HBO auch von den im Film vorhandenen rassistischen Darstellungen schwarzer Menschen.

 

Autor: 
jk
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