E-Scooter-Nutzer aufgepasst: Vorsicht bei diesen Anbietern!

Die Anbieter der E-Scooter geraten heftig in Kritik aufgrund von unzulässigen Mietbedingungen...

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Der neue Trend in der City: Viele Städte-Touristen wollen die E-Scooter in der Stadt ausprobieren. Wie das Ganze funktioniert ist einfach: Du lädst dir die jeweilige App runter, meldest dich mit deinen Daten (Name, Bankdaten etc.) an und entsperrst einen der Flitzer. Los geht die Fahrt mit dem umweltfreundlichen Verkehrsmittel. 

 

Doch was viele bei der Spontanität vergessen, sind die Nutzungsbedingungen gründlich zu lesen. Wegen rund 85 unzulässigen Klauseln in den Nutzungsbedingungen werden Kunden vor allem in den Haftungsregelungen vernachlässigt. Das ist die Ansicht der Verbraucherzentrale Bundesverband. Somit wurden fünf E-Scooter-Verleihe - JUMP Bicycles GmbH, LMTS Germany GmbH (Circ), Neutron Holdings (Lime), TIER Mobility GmbH und VOI Technology Switzerland AG - abgemahnt.

 

Wer einen E-Scooter "auf eigene Gefahr" mietet, hafte bei kundenfeindlichster Auslegung unabhängig von seinem Verschulden für nahezu alle Schäden, die etwa durch Unfall oder Diebstahl entstehen.

 

Die Anbieter garantieren teilweise weder einen verkehrssicheren Zustand der Roller, noch funktionierende Akkus. Einige wälzen ihre Pflicht zur regelmäßigen Wartung und Inspektion sogar vollständig auf die Kunden ab und verpflichten diese, vor jedem Fahrtantritt unter anderem Bremsen, Beleuchtung, Räder, Rahmen und Akkus sorgfältig auf etwaige Mängel zu überprüfen. Dabei können Verbraucher die geforderte Inspektion in der Regel gar nicht fachgerecht ausführen.

 

In den Nutzungsbedingungen gibt es zahlreiche Klauseln, die nach Auffassung des vzbv rechtswidrig sind. Einige Beispiele:

 

Vom Zahlungskonto dürfen alle Kosten eingezogen werden, die nach Ansicht des Verleihers vom Kunden verursacht wurden, darunter auch Forderungen von Dritten. Anbieter behalten sich vor, Nutzern schon nach geringfügigem Zahlungsrückstand den Zugang zum Mietservice zu verwehren oder jederzeit ohne Angabe von Gründen zu kündigen.

 

Mitunter sollen Kunden völlig überzogene Strafgebühren zahlen, wenn sie das Fahrzeug falsch abstellen oder nicht korrekt abmelden.

 

Mietgebühren werden grundsätzlich nicht erstattet oder nur, wenn der Kunde kurzfristig reklamiert - selbst wenn der Kunde die Fahrt nicht antreten konnte, weil der Roller defekt oder der Akku leer war.

 

Persönliche Daten können ohne die erforderliche Zustimmung des Kunden zum Beispiel für Werbezwecke genutzt werden.

 

Also: Lieber die Augen offen halten bei der Wahl des Anbieters. Und ein kleiner Blick in die AGBs schadet dann eben doch nicht...

 

Autor: 
lm
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