Fest statt flüssig - Nachhaltigkeit im Badezimmer

Je nach Haarlänge und Produkt verbrauchen wir im Schnitt drei bis sechs Shampooflaschen pro Jahr. Die Plastikverpackungen, die später im Müll landen, kannst du aber vermeiden. Marie erklärt dir wie.

Feste Shampoos sind gerade auf dem Vormarsch! Neben Shampoos gibt es aber noch viel mehr: feste Gesichtsreinigung, feste Bodylotion, festes Duschgel, feste Haarseife, Conditioner und Deocremes. Marie klärt dieses Mal, ob die Haarprodukte wirklich das gängige Shampoo ersetzen können und welche Vor- und Nachteile es gibt.

 

Festes Shampoo vs. Haarseife - ein Unterschied?

Festes Shampoo ist vom Prinzip her das Gleiche wie flüssiges Shampoo, dem nur Wasser entzogen wurde. Neben festem Shampoo gibt es auch Haarseife - zwischen den Produkten gibt es einen Unterschied. Festes Shampoo gibt es in vielen Drogerien, sie sind aber im Gegensatz zu Haarseifen keine rein pflanzlichen Produkte. Sie enthalten Tenside und oftmals Farb- und Duftstoffe, außerdem haben sie in der Regel einen leicht sauren pH-Wert. Beim Kauf von solchen festen Produkten also genau auf das Etikett gucken und eher auf Naturkosmetik setzen, um tatsächlich den Nachhaltigkeitsaspekt zu erfüllen.

 

Haarseifen enthalten meist klassische Seife als waschaktive Substanz: Das sind Öle und Fette mit Laugen verkocht. Außerdem haben sie einen basischen pH-Wert. Bei Haarseifen können Rückstände in den Haaren ablagern, hierfür sollte nach der Haarwäsche eine saure Rinse benutzt werden, diese verschiebt den pH-Wert wieder in den sauren Bereich und entfernt die Rückstände in den Haaren. Eine saure Rinse kannst du ganz leicht herstellen: Ein Liter kaltes Wasser plus ein bis zwei Esslöffel Zitronensaft oder Apfelessig über das gewaschene Haar geben. Und bitte nicht nachspülen.

 

Stiftung Ökotest hat gerade feste Shampoos und Haarseifen getestet - alle getesteten Produkte haben recht gut abgeschlossen. Die Testergebnisse kannst du hier nachlesen. Marie wäscht ihre Haare schon länger mit Haarseife - welche Unterschiede sie festgestellt hat, erfährst du hier.

Anwendung

Das feste Shampoo wird mit etwas Wasser in den Händen verrieben bis es schäumt und dann in die feuchten Haare einmassiert. Alternativ kannst du das Shampoo-Stück auch sanft kreisend oder vom Scheitel bis in die Längen über die feuchten Haare reiben und es so aufschäumen und verteilen. Also ein wenig aufwendiger als beim Flüssig-Shampoo.

 

Vor- und Nachteile im Check

Vorteile

  • keine Plastikverpackung
  • ergiebiger = hält länger
  • kleiner zum Mitnehmen
  • kann nicht auslaufen
  • meistens ohne schädliche Inhaltsstoffe (Konservierungsstoffe)
  • weniger CO2 beim Transport (weil kleiner)

Nachteile

  • bestehen meistens bis zu 80% aus chemisch hergestellten Tensiden (natürlichen Ursprungs)
  • Dosierung schwieriger
  • rutscht aus der Hand
  • hinterlässt Fettablagerungen
  • beim Haare waschen ist es schwieriger, Seifenreste zu entfernen
  • ohne Spülung sind die Haare stumpf
  • weniger hygienische Aufbewahrung: muss trocknen und anschließend in einer Dose mit Löchern gelagert werden

Zu Beginn ist die Anwendung erstmal gewöhnungsbedürftig, aber defintiv nachhaltiger und du sparst letztendlich auch Geld im Gegensatz zu herkömmlichen Shampoos.

 

Du interessierst dich für weitere Themen rund um Nachhaltigkeit? Dann schau doch mal bei Green Up Your Life vorbei. Auf unserer Webseite findest du alle Podcasts und Themen, die Marie bisher behandelt hat. 

 

Autor: 
jb/sb
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