Filmpreis in der Kritik: Bestechung bei den Golden Globes?

Am 28. Februar wird der renommierte Filmpreis wieder verliehen, jetzt stehen die Golden Globe Awards mächtig in der Kritik.

Am Sonntag ist es wieder soweit, die 78. Preisverleihung der Golden Globes steht an. Jetzt rückt der Filmpreis allerdings eher mit negativer Kritik ins Rampenlicht. Die L.A. Times wirft den Golden Globes nun Bestechung und Intransparenz vor.

 

kritik von der L.A. Times

Die L.A. Times hat nun unter anderem aufgedeckt, dass sich unter den 87 Auswahl-Komitee-Mitgliedern der Golden Globe Awards keine einzige Person mit schwarzer Hautfarbe befindet. Das Komitee setzt sich aus der Vereinigung ausländischer Journalisten in Hollywood zusammen, der Hollywood Foreign Press Association (HFPA). Zudem stehen die Golden Globes in der Kritik, weil bei den diesjährigen Nominierungen kein einziger Film und keine Produktion von schwarzen Filmemacher*innen oder mit schwarzen Hauptfiguren nominiert wurde.

 

Unverhältnismäßige Nominierungen

Kritisiert werden auch die zahlreichen Nominierungen für die mäßig erfolgreiche Netflix-Produktion "Emily in Paris". Hier ist von Bestechung die Rede. Über 30 der HFPA-Mitglieder wurden an das Set nach Paris eingeflogen und wurden in einem Luxus-Hotel untergebracht, das ist allerdings nicht unbedingt ungewöhnlich. Die HFPA-Mitglieder werden übrigens auch kräftig entlohnt. Das ist bei Mitgliedern der Oscar Academy beispielsweise nicht so, im vergangenen Jahr erhielten die HFPA-Mitglieder insgesamt rund 1,9 Millionen Euro.

 

Autor: 
sb
_blank

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

MEHR NEWS