How to: Wasserhähne entkalken

Wasserhähne finden sich an vielen Orten in den eigenen vier Wänden. Im Badezimmer, dem Gäste-WC und auch in der Küche besteht daher nach einiger Zeit der Nutzung stets das gleiche Problem. Der Wasserhahn, der einst glänzend aus Baumarkt oder Küchenstudio kam, hat seine Schönheit verloren. 

So kannst du Kalkflecken an den Armaturen und blinde Stellen am besten bekämpfen

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Nach dem Entkalken gibt die Mischdüse den Weg wieder frei.

Kalkflecken an den Armaturen und blinde Stellen wirken schmutzig und unansehnlich. Auch der Komfort leidet, denn mit der Zeit setzt sich der Wasserhahn zu und immer weniger Wasser findet seinen Weg durch den Hahn in das Spülbecken. Auch kann es passieren, dass das Wasser aus dem Hahn plötzlich in alle Richtungen spritzt. Die Ursache für dieses Problem ist stets die gleiche: Kalk. Er befindet sich im Leitungswasser und setzt sich in der Mischdüse und auch außerhalb am Wasserhahn ab und lässt sich mit einem einfachen Putzmittel nicht mehr entfernen.
 

Glücklicherweise ist das Entkalken jedoch eine recht unkomplizierte Arbeit, die mit der entsprechenden Ausrüstung schnell von der Hand geht. Alles, was es dafür braucht, ist Essig oder Zitronensäure, ein Lappen, eine Zahnbürste und eine Rohrzange. Selbstverständlich würden auch chemische Mittel funktionieren, diese jedoch sind in ihrer Zusammensetzung nicht immer umweltfreundlich. Wer sich auf natürliche Mittel konzentriert, schont also nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.
 

Erster Schritt: Entkalkung der Mischdüse 

Das Entkalken des Wasserhahns beginnt immer bei der Mischdüse, auch Perlator genannt. Diese wird zunächst mit einem dünnen Küchentuch umhüllt und anschließend mit der Rohrzange umfasst und sanft gedreht, bis sie sich löst. Bei den meisten Armaturen muss hierfür gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden. Anschließend kann sie mit der Hand abgeschraubt werden. Zumeist zeigt schon ein erster Blick auf die Mischdüse, dass sich Kalk abgelagert hat. Diesem wird nun mit einer kleinen Schüssel, in die Essig oder Zitronensäure und Wasser gegossen wurde, der Kampf angesagt. Dabei muss das Mischverhältnis so liegen, dass Wasser und Säure zu gleichen Teilen vermischt werden. Es sollte sich so viel Flüssigkeit in der Schüssel befinden, dass die Mischdüse komplett davon bedeckt wird.
 

Alle Einzelteile der Mischdüse müssen nun etwa dreißig Minuten in der Lösung einweichen, bis sich der Kalk gelöst hat. Dies lässt sich mit leichtem Klopfen oder Reiben feststellen. Ist nach einer halben Stunde noch zu viel Kalk zu sehen, kann die Einwirkzeit problemlos verlängert werden. Während die Mischdüse einweicht, wird zunächst etwas Wasser aus dem Hahn laufen gelassen. Grober Schmutz löst sich so und wird aus dem Hahn entfernt. Anschließend muss das kleine Gewinde, auf dem die Mischdüse normalerweise sitzt, gründlich gereinigt werden.
 

Zum Abschluss des ersten Schritts wird die entkalkte Mischdüse abgespült und wieder zusammengesetzt. Es kann hilfreich sein, sich schon zu Beginn zu merken, wie die Düse aufgebaut ist, um spätere Fehler zu verhindern. Anschließend wird die Düse wieder fest auf das Gewinde geschraubt und das Wasser kann wieder ungehindert fließen.


Den restlichen Wasserhahn von Kalk befreien 

Zum Schluss wird der Wasserhahn mit klarem Wasser abgewaschen und trocken gerieben. Messinwasserhähne überstehen die Behandlung mit Essig und Zitronensäure nicht unbeschadet
Haben sich nicht nur in der Mischdüse Kalkablagerungen gebildet, sondern sieht auch der Rest des Wasserhahns nicht mehr schön aus, so kann auch er entkalkt werden. Auch hier kommt erneut Essig oder Zitronensäure zum Einsatz. Ein gewöhnlicher Lappen oder auch ein Küchentuch wird mit der Säure getränkt und um den Wasserhahn gewickelt. Sinnvoll ist es, diesen Wickel über Nacht einwirken zu lassen, da sich so alle Verkrustungen lösen können. Am nächsten Morgen wird der Umschlag entfernt und der Wasserhahn mit einem Tuch sauber gerieben. Für noch mehr Gründlichkeit sorgt eine weiche Zahnbürste, mit der auch Zwischenräume gesäubert werden können. Am Schluss wird der Wasserhahn mit klarem Wasser abgewaschen und trocken gerieben.
 

Bei diesem zweiten Schritt ist besondere Vorsicht geboten, wenn empfindliche Materialien in der Nähe des Wasserhahns sind. Naturstein und Aluminium beispielsweise verzeihen die Behandlung mit Säure nicht und verfärben sich dauerhaft. Laut Angaben auf Kull-Design.com sind auch Wasserhähne aus Messing nicht unempfindlich, weswegen sie mit einem speziellen Mittel entkalkt werden müssen. 
 

Fazit: Auch mit natürlichen Mitteln unkompliziert und schnell

Microfasertücher helfen dabei, Wasserhähne vor Kalkflecken zu bewahren
Abgesehen von empfindlichen Materialien lassen sich Wasserhähne schnell und einfach entkalken. Es braucht nur wenige Handgriffe, die auch ein Laie schnell durchführen kann. Selbstverständlich hängt die Arbeitsmenge auch von der Anzahl der Wasserhähne ab. Wer jedoch nicht wie in Heidi Klums Luxus-Anwesen mit zehn Bädern lebt, für den ist das regelmäßige Entkalken kein allzu großer Aufwand.
 

Ein wenig Arbeit sparen lässt sich außerdem, wenn der Verkalkung im alltäglichen Leben vorgebeugt wird. Das ist im Grunde ganz leicht. Alles, was zu tun ist, ist überschüssiges Wasser regelmäßig zu entfernen. Gerade das stehende Wasser und Tropfen auf dem Wasserhahn sorgen für lästige Verkalkungen und Flecken. Wie schnell das passiert, ist auch abhängig von der Wasserhärte im eigenen Wohnort. Wie hart das Wasser ist, lässt sich laut Chip beim zuständigen Wasserversorger erfragen. Es lohnt sich, mit einem Microfasertuch regelmäßig über und rund um den Wasserhahn zu wischen, denn so lassen sich die Entkalkungsvorgänge in ihrer Anzahl verringern und der Wasserhahn bleibt länger schön.

 

Autor: 
ENERGY Media

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