Instagram testet Instagram ohne Likes in den USA

Amerikanische Instagram-Nutzer werden sich vielleicht verwundert die Augen reiben. Unter fremden Beiträgen sind keine Likes mehr sichtbar, nur noch die eigenen. Wir haben alle Infos für dich zum "like-freien" Instagram.

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Es ist nicht der erste Testversuch von Instagram, diverse Pilotprojekte wurden bereits in Kanada, Japan, Australien, Neuseeland sowie in Irland durchgeführt. Die Idee: Nutzer können die Anzahl an Likes nur noch auf ihrem eigenen Profil einsehen, die Likes von fremden Beiträgen werden öffentlich nicht mehr angezeigt.

 

Wozu soll das gut sein?

 

Natürlich hat das amerikanische Social Network mit seinem Chef Adam Mosseri sich etwas dabei gedacht, öffentliche Likes abzuschaffen. Das Wegfallen der Likes soll Nutzern den sozialen Druck nehmen. Beiträge sollen nicht nur gepostet werden, weil sie die meisten Likes versprechen.

 

Mosseri selbst erklärte: "Die Idee ist Instagram den Druck zu nehmen, es weniger als Konkurrenz zu sehen und den Leuten die Möglichkeit zu geben, sich mehr darauf zu fokussieren sich mit Leuten, die man mag in Kontakt zu treten und Dinge zu finden, die sie inspirieren."

 

Viele finden das Vorhaben Instagrams' vorbildlich, da sie für ihren großen gesellschaftlichen Einfluss auch endlich mal Verantwortung übernehmen. Mosseri sagte dem Magazin Wired: "Wir werden Entscheidungen treffen, die vielleicht dem Unternehmen schaden, wenn es dem Wohlbefinden der Menschen hilft." Doch natürlich sind nicht alle Nutzer von Mosseris' Vorhaben begeistert. Generell war das Feedback in den bereits getesteten Ländern sehr durchmischt.

 

Womit argumentieren die gegner des tests?

 

Gegner des "like-freien" Instagrams' befürchten eine zu starke Veränderung des sozialen Netzwerks. Einige diskutieren auch die fehlende Konsequenz des Unternehmens. Denn wer schon Likes unsichtbar macht, der sollte auch Abonnentenzahlen aus der Öffentlichkeit verschwinden lassen.

 

Die größten Befürchtungen haben aber allen voran Influencer. Durch das Wegfallen von Likes würden diese nämlich ihre wichtigste Kennzahl verlieren. Das könnte potenzielle Kunden davon abhalten mit Influencern zusammenzuarbeiten. Abgesehen davon wäre es deutlich schwieriger Fake-Accounts mit gekauften Abos zu entlarven. Durch die Sichtbarkeit von Likes ist es aktuell noch leicht, gekaufte Accounts zu identifizieren, da diese zwar eine hohe Abonnentenzahl aufweisen, jedoch deutlich weniger Likes auf ihren Beiträgen haben.

 

Autor: 
jk
_self

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