Kampagne in Neuseeland: Pornodarsteller auf Hausbesuch

Eine aktuelle Aufklärungs-Kampagne der neuseeländischen Regierung geht aktuell ziemlich viral...

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Die Kampagne der neuseeländischen Regierung soll Eltern für das Online Verhalten ihrer Kinder sensibilisieren. Allen voran wirbt die Regierung für den Unterschied zwischen Pornografie und echtem Sexualleben. Der dazu produzierte Clip ist wirklich sehr unterhaltsam.

 

Zwei nackte Pornodarsteller klopfen in diesem an die Tür eines Familienhauses, die Mutter öffnet im Bademantel die Tür und die Darstellen fallen direkt mit der Tür ins Haus: "Ich bin Sue, das ist Derek. Wir sind hier, weil ihr Sohn im Internet nach uns gesucht hat - um uns zuzugucken, sie wissen schon." Mehr wollen wir an dieser Stelle aber auch nicht verraten, sieh dir das Video selbst an.

 

Die Anfang Juni gestartete Kampagne "Keep It Real Online" soll Eltern klarmachen, dass Kinder und Jugendliche den Unterschied zwischen Pornografie und echtem Sexualleben oft nicht verstehen würden. Vor allem jenen, dass es im wahren Leben auf gegenseitige Zustimmung ankommt. Die Regierung bietet Eltern daher Ratschläge an, wie sie mit ihren Kindern ins Gespräch über sensible Inhalte kommen können.

 

Denn eine Untersuchung aus dem vergangenen Jahr zeigte, dass Kinder und Jugendliche das Internet als primäre Quelle nutzen, um sich über Sex zu informieren. Und dass viele umsetzen, was sie online sehen würden. Dabei zeigen mehr als ein Drittel der in Neuseeland geklickten Pornos keine einvernehmlichen sexuellen Handlungen.

 

Neuseelands oberster Zensor David Shanks hatte nach der Veröffentlichung der Studie gegenüber Guardian gesagt: "Oft beginnen diese Videos mit einem widerstrebenden Partner, üblicherweise der Frau, die zu Beginn 'Nein' zum Sex sagt, deren Widerstand aber durch den Nachdruck eines Mannes gebrochen wird. Schließlich werde die Schauspielerin dann doch als Genießerin des Sex dargestellt. "Für junge Menschen, oder Menschen, die zu Zwang neigen, könnte das wiederholte Thema 'Aus Nein wird Ja' sehr leicht problematisch werden." Mit dem Sketch haben die Neuseeländer auf jeden Fall unsere Aufmerksamkeit ergattern können. Hoffentlich klappt es dann auch genauso gut bei der Hauptzielgruppe...

 

 

 

Autor: 
jk
_self

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