Krankschreibung per Video in Teilen wieder erlaubt

Natürlich müssen dafür aber einige Grundvoraussetzungen erfüllt werden.

Gesetzlich krankenversicherte Menschen können von Ärzten wieder per Video-Sprechstunde krankgeschrieben werden. Eine Anpassung der bundesweit geltenden Regeln hat der dafür zuständige gemeinsame Bundesausschuss nach eigenen Angaben beschlossen. Der Gemeinsame Bundesauschuss ist das höchste Beschlussorgan der gesetzlichen Versicherung in Deutschland und besteht aus Vertretern von Ärzteschaft, Kliniken und Krankenkassen.

 

voraussetzungen für eine krankschreibung via video-sprechstunde

Der oder die Versicherte muss der Arztpraxis bekannt sein und die Erkrankung muss eine entsprechende Untersuchung ohne persönliches Erscheinen auch zulassen. Die Dauer dieser Krankschreibung ist vorerst auch auf sieben Tage begrenzt. Folgekrankschreibungen erhält man dann nur noch nach einer persönlichen Untersuchung vor Ort. Ein Anspruch auf Krankschreibung per Video besteht nicht.

 

"Als Standard für die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit gilt weiterhin die unmittelbare persönliche Untersuchung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Im Einzelfall soll aber die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit über eine Videosprechstunde möglich sein, ganz unabhängig von Pandemiegeschehnissen", sagte Monika Lelgemann vom Bundesausschuss. Das heißt also auch, dass die neue Änderung auch fernab von aktuellen Corona-Ereignissen beschlossen wurde. Bis zum 31. Mai 2020 durfte man sich noch per Telefon krankschreiben lassen. Dies wurde vor Monaten genehmigt, um das damalige Infektionsrisiko zu senken und Praxen in der Hochzeit der Krise zu entlasten.

 

Autor: 
jk
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