Laut Studie sagen Emojis & Kommentare mehr über deine Intelligenz aus, als du dachtest

Wenn du dachtest, dass dein Social-Media-Profil nichts über dich aussagt, hast du weit gefehlt. Laut russischen Forscher*innen kann ein Zusammenhang zwischen deiner Sprache oder deiner Emoji-Nutzung bei Social Media und deinem beruflichen Erfolg hergestellt werden.

Hast du gerade mal wieder beliebig ein Herz-Emoji unter einem Insta-Post oder einen schnell verfassten Kommentar bei Facebook abgeschickt? Dann solltest du dir möglicherweise Gedanken machen, denn russische Wissenschaftler*innen sind überzeugt davon, dass es einen Zusammenhang zwischen unserer Sprache bei Social Media und dem beruflichen Erfolg gibt. Sie gehen sogar noch weiter und behaupten, so sogar die akademische Laufbahn einer Person vorherzusagen. Alles Unsinn oder ist doch etwas Wahres dran? Wir klären dich auf!

 

Worum geht's in der Studie?

Russische Forscher*innen haben in der Studie untersucht, inwieweit Social-Media-Posts zeigen, ob die Verfasserin oder der Verfasser ein*e High- oder Low-Performer*in ist. Die Performance bezieht sich dabei auf die akademische Leistung. Via eigens dafür erschaffener künstlicher Intelligenz wurden Beiträge auf deren Länge bestimmte Wörter sowie Zeichen und Symbole untersucht. Anhand derer glauben die Wissenschaftler*innen vorhersagen zu können, wie erfolgreich eine Person später im Studium oder Berufsleben sein wird.

 

Auch wenn die russischen Wissenschaftler*innen angeben, dass die künstliche Intelligenz des Programms sich mit der Zeit selbst verbessert und so eine genauere Einstufung vornehmen kann, sollten wir die Ergebnisse der Studie nicht automatisch für bare Münze nehmen. Einen Blick auf deine in der Vergangenheit verfassten Kommentare, etc. solltest du aber vielleicht doch werfen - da schlummern vielleicht so manche Posts, die dir mittlerweile vielleicht sogar peinlich sind oder im schlimmsten Fall womöglich wirklich den Job kosten könnten...

 

Ergebnisse mit vorsicht zu genießen

Wenn jemand Wörter und Wortfamilien benutzt, die mit Büchern und Literatur, Denkprozessen, kognitiver Leistung oder Wissenschaft zu tun haben, so wird er oder sie mit einem größeren akademischen Erfolg in Verbindung gebracht. Werden in Postings viele Emojis, Ausrufezeichen, falsch geschriebene Wörter, Begriffe aus dem Militär oder der Automobilbranche verwendet, so gilt man laut Studie eher als Low-Performer - also als nicht so schlau. Diese Einordnung klingt für uns leider sehr stereotyp, denn wer sagt denn, dass der Auto-Hobbynerd sich nicht bei Insta & Co. austoben darf, im sozialen Umfeld aber als besonders intellektuell wahrgenommen wird?! Außerdem kann ja auch hinter Emojis oder falschgeschriebenen Worten durchaus Ironie oder Wortwitz stecken.

 

Weitere Informationen

Für die Studie, die unter der Leitung von Ivan Smirnov entstand, wurden Daten von rund 4.000 ehemaligen PISA-Teilnehmer*innen und Studierenden aus ganz Russland sowie deren öffentliche Beiträge auf der russischen Social-Media-Plattform "VK" untersucht - das sind mehr als sieben Millionen Posts. Herausgearbeitet wurden sprachliche Charakteristika, die auf den Bildungsstand der Person schließen lassen: Gebildet oder eher nicht? Intelligent oder nicht so sehr? IIvan Smirnov ist leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter des Labors für computergestützte Sozialwissenschaften am Pädagogikinstitut der Higher School of Economics in Moskau. Die Ergebnisse der Studie veröffentlichte er unter anderem auf der frei zugänglichen Plattform "EPJ Data Science", wie das Wissenschaftsmagazin Eurekalert berichtet.

 

Autor: 
kk
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