Lebensmittel einfrieren: So machst du es richtig!

Wenn du mal zu viel gekocht hast oder dir einen Vorrat anlegen möchtest, lohnt sich Einfrieren. Aber eignet sich für den Tiefkühler eigentlich jedes Lebensmittel? Und wie friert man richtig ein? Wir erklären dir, was du beachten musst.

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Wusstest du, dass in Deutschland jedes achte Lebensmittel in den Müll wandert? Das muss nicht sein. Einfrieren ist eine super Möglichkeit, um Lebensmittel länger haltbar zu machen und zu lagern, wenn du mal zu viel eingekauft hast.

 

was sich eignet - und was nicht

Im Grunde lässt sich sehr viel sehr gut einfrieren. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) eignen sich die meisten Obst- und Gemüsesorten, Brot und Kuchen, Fleisch und Fisch, viele gegarte Speisen und vieles mehr. Auch Schnitt- oder Hartkäse macht eingefroren zu werden nichts aus. Sogar Wurstaufschnitt lässt sich einfrieren. Tipp: Wenn du reife Bananen in Stückchen ohne Schale einfrierst, hast du immer Obst für leckere Smoothies da!

 

Weniger geeignet sind sehr wasserreiche Lebensmittel. Tomaten, Salat, Gurken, Weintrauben und Co. werden beim Auftauen matschig. Auch flüssigen Milchprodukten wie Saure Sahne oder Joghurt bekommt Frost nicht so gut - sie werden flockig oder körnig. Rohe Kartoffeln sind auch nicht gut geeignet, sie würden süßlich werden, da sich die in den Kartoffeln enthaltene Stärke in Zucker umwandelt. Eine super Übersicht stellt das BZfE hier bereit. 

 

wie wird eingefroren?

Hast du deine Lebensmittel parat, lohnt es sich vor dem Einfrieren ein paar Dinge zu beachten, um das Maximale rauszuholen.

 

  • Gemüse blanchieren: Wenn du festes Gemüse wie Möhren, Kohlrabi oder Blumenkohl vor dem Einfrieren kurz blanchierst und mit Eiswasser abschreckst, behält das Gemüse die knackige Farbe. Manches Gemüse wie etwa Zucchini kannst du allerdings auch roh einfrieren. 
  • Portionieren: Damit du deine Vorräte gut entnehmen kannst und nicht zu viel auftauen musst, friere immer in Portionen ein. Brot kannst du am besten in einzelnen Scheiben einfrieren, dann kannst du immer die Menge, die du gerade benötigst, entnehmen. Auch Teig lässt sich gut portionieren - dann hast du immer welchen da, sollte spontan Besuch kommen. Frische Kräuter lassen sich am besten klein gehackt einfrieren.
  • Luftdicht: Das A und O beim Einfrieren! Alles muss absolut luftdicht verpackt sein. Dafür eignen sich Gefrierbeutel oder Boxen aus Glas oder Kunststoff. Drücke bei allen die Luft so gut es geht hinaus und achte darauf, dass so wenig Luft wie möglich an das Einzufrierende gelangt. Tipp: Hast du alles verschlossen, notiere dir auf der Box das Datum. Dann weißt du immer wie lange das schon im Gefrierfach liegt und ob es noch gut ist!

 

haltbarkeit

Das bringt uns zum nächsten Punkt - wie lange hält denn jetzt Eingefrorenes? Dafür schauen wir uns einmal die Sternekennzeichnung des Gefrierschranks an. Bei ein bis zwei Sternen beträgt die Temperatur etwas zwischen minus 6 und minus 12 Grad und ist damit geeignet für die Lagerung von Lebensmitteln für etwa ein bis zwei Wochen. Erst ab dem dritten Stern, bei minus 18 Grad, ist eine langfristige Lagerung möglich.

 

Auch was die verschiedenen Lebensmittel angeht, gibt es Unterschiede. Brot und Brötchen halten sich mit etwa drei Monaten am kürzesten. Obst und Gemüse sind eingefroren gut ein Jahr haltbar. Bei Fleisch gilt: Je fetter das Fleisch, desto kürzer ist es haltbar.

 

richtig auftauen

Was dir immer bewusst sein muss: Durch das Einfrieren werden keine Bakterien oder Mikroorganismen zerstört. Was vor dem Einfrieren bereits an deinem Lebensmittel dran war, wird mit dem Auftauen auch wieder munter. Verarbeite und esse Aufgetautes daher zeitnah.

 

Empfindliche Speisen solltest du schonend auftauen lassen, zum Beispiel, indem du das Gefrorene erstmal für eine Weile in den Kühlschrank stellst. Gemüse kannst du allerdings direkt im gefrorenen Zustand in die Pfanne oder den Topf hauen. Und wenn du Brötchen aus dem Tiefkühler direkt in den Ofen packst, hast du im Handumdrehen duftende Brötchen wie frisch vom Bäcker! Mmmhmmm!

Bist du dir unsicher, ob dein Aufgetautes noch gut ist?

Mache den Check, der sich auch bei Lebensmitteln mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum lohnt: Riecht das Lebensmittel normal? Sieht es normal aus? Probiere, ob es normal schmeckt. Dann ist es in den allermeisten Fällen auch wirklich noch zum Verzehr geeignet.

 

Autor: 
ld
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