Mediennutzung bei Jugendlichen während Corona stark angestiegen

Neben dem täglichen Gebrauch von sozialen Medien ist auch das digitale Spielen bei Kindern und Jugendlichen angestiegen.

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Eine neue Untersuchung zur Mediennutzung der Hamburger Krankenkasse DAK-Gesundheit in Zusammenarbeit mit Forschern des deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat folgendes ergeben: Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 17 Jahren, die mindestens einmal pro Woche digital auf Tablets, Smartphone, Spielkonsole oder am Computer spielen, haben im April 2020 (also circa vier Wochen nach Beginn der Einschränkungen) 75% länger gespielt, als noch im September 2019. Statt 79 Minuten waren es im April dieses Jahres 139 Minuten.

 

Die tägliche Nutzung von Social Media stieg ebenfalls an. Statt 66% gaben nun fast drei Viertel an, Tag für Tag soziale Medien zu nutzen. Neben Kindern und Jugendlichen wurden in der repräsentativen Umfrage auch Erziehungsberechtigte in den rund 1200 Familien befragt.

 

Der UKE-Suchtexperte Rainer Thomasius mahnte den hohen Medienkonsum an und sagte, dass es in vielen Haushalten an Regeln zur Mediennutzung fehle: "Es waren immer 50 Prozent der bundesdeutschen Haushalte, die keine zeitlichen Regeln eingeführt haben, immer ein Drittel der bundesdeutschen Haushalte, wo es den Eltern offenbar egal war, was ihre Jugendlichen, ihre Kinder im Netz machen, das ist erschreckend, dass da keine Änderungen jetzt so in der Zwischenzeit erfolgt sind und mehr Regelwerke in den Haushalten etabliert wurden." 

 

Hier kommst du zu den Ergebnissen der Untersuchung.

 

Autor: 
jk
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