Mobiles Internet im Spiegel der Zeit

Im Jahr 1999 trat das Phänomen "mobiles Internet" erstmals ins Rampenlicht. Auf der CeBIT läuteten die drei verheißungsvollen Buchstaben W-A-P, die für "Wireless Application Protocol" stehen, die neue Generation ein, die damals noch vergleichsweise unkommod und auch teuer war: Keine zehn Kilobits pro Sekunde waren möglich und pro Minute mobiles Internet mussten die Nutzer 40 Pfennig berappen.

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Mobiles Internet im Spiegel der Zeit

Heute gehört das mobile Internet zu unserem Leben wie der Kaffee am Morgen. Wie sich das mobile Internet zum Helfer im Hosentaschenformat entpuppte und welche Risiken das mobile Internet birgt, soll dieser Beitrag klären.


Die Kinderstube des mobilen Internets
Zugegeben, der Start war holprig und die Möglichkeiten, die mobiles Internet damals bot, steckten wahrlich noch in den Kinderschuhen, aus denen sie aber auch vergleichsweise schnell herausgewachsen sind. Die Übertragungsrate wurde im ersten Schritt gesteigert. Der Nachfolger von WAP war damit GPRS (Generel Pocket Radio Service) - und anschließend folgte das anfangs noch sehr teure UMTS (Universal Mobile Telecommunications System). Ein erster Durchbruch in punkto Übertragungsraten konnte im Jahr 2006 verzeichnet werden. Damals reagierte das Publikum der CeBIT begeistert auf Übertragungsraten, die mit einem DSL-Anschluss zu vergleichen waren. Heute regiert bereits die nächste Generation - und das mit 100 Megabit pro Sekunde: der LTE-Standard (Long Term Evolution).


Für die unsichtbare technische Revolution waren selbstredend auch entsprechende Geräte nötig. Die Entwicklungen auf dem Sektor war mau und überteuert. Kein Wunder also, dass das BlackBerry als erstes Smartphone auf breite Akzeptanz beim Publikum stieß. Erst Jahre später zeigten sich auch die Riesen am Markt: Zunächst erntete Microsoft Lorbeeren für das Betriebssystem mit dem Namen "Windows Mobile", dann konterte die Konkurrenz im Jahr 2007. "Heute wird Apple das Telefon neu erfinden und wir nennen es iPhone", erklärte Steve Jobs anlässlich des Launches des neuen Apple-Produkts
(Quelle: http://www.mactechnews.de/news/article/Zitate-aus-dem-Leben-von-Steve-Jobs-159672.html). Erst ein Jahr später gab es die mobilen Internet-Transporteure auch mit einem Adroid-System.


Wohin die Reise des mobilen Internets noch gehen wird, ist nicht vorherzusehen, Trends jedoch zeigen, dass das Smartphone an Beliebtheit und Nutzerhäufigkeit eher noch zunehmen wird.


Nutzerkreis und Gefahrenpotential
Wer nutzt das mobile Internet? Jeder. Wann wird das mobile Internet genutzt? Immer. Und genau diese Tatsache birgt auch Gefahren. Welche technischen Gefahren es gibt und inwiefern ein Smartphone eine gefährliche Ablenkung darstellt, soll anschließend ausgeführt werden.


Doch zunächst soll ein Blick in die Statistik die großen Schritte zeigen, die das mobile Internet gemacht hat. Der Sprung von 2013 ins Jahr 2014 war enorm, wie aus einem Artikel auf faz.net hervorgeht:


- Im Jahr 2013 nutzten 40 Prozent der Menschen das mobile Internet, im Jahr 2014 bereits 54 Prozent. 
- Im Jahr 2013 besaßen 37 Prozent ein Smartphone, im Jahr 2014 waren das bereits 58 Prozent. 
- Der Anteil der Tablet-Besitzer hat sich im selben Zeitraum verdoppelt (von 13 auf 26 Prozent).


Zu jeder Zeit und an jedem Art alle Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zu haben, scheint den Nutzern zu gefallen, denn E-Mails und Nachrichten stehen ganz hoch im Kurs bei den Gründen, wie das mobile Internet genutzt wird. Blind agieren die Nutzer (zumindest technisch gesehen) nicht, viele setzen auf einen speziellen Passwortschutz, auf eine Virensoftware und versuchen der GPS-Ortung auszuweichen, in dem das Signal unterdrückt wird.


Mobiles Internet im Spiegel der Zeit
Darüber hinaus birgt das mobile Internet auch andere Gefahren, denn die Aufmerksamkeit konzentriert sich auf die Musik, die aus den Hörern dröhnt, auf den Nachrichtenchat mit den Freunden und auf die E-Mail-Newsletter, die beim Spaziergang gecheckt werden. Experten raten dazu, im Auto das Smartphone lautlos zu stellen oder den Flugmodus einzustellen. So kann die Neugierde, die einen dazu treibt, schnell mal an einer roten Ampel die Nachrichten zu checken, weitestgehend kontrolliert werden.


Aktuell macht eine weitere Aufklärungskampagne von sich Reden, die sehr drastisch zeigt, was durch die Ablenkung durch ein Smartphone passieren kann:

 

 

Kostentransparenz begünstigt Aufwärtstrend
Bei einem umsichtigen Umgang mit dem Smartphone gibt es jedoch mehr Vor- als Nachteile. Insbesondere die immer transparenter gestaltenen Vertragsangebote begünstigen zudem die breite Marktnutzung des mobilen Internets. Musste einst noch für Minuten gezahlt werden, wurde dieser Abrechnungsmodus schnell abgelöst von der Variante, sich ein Datenvolumen zu kaufen. Kommt der Nutzer über das vereinbare Kontigent fallen manchmal noch Gebühren an, heute büßt er indes oft nur an Komfort ein, denn die Bandbreite wird entsprechend minimiert. Tages-Flates haben sich am Markt weniger etabliert, zu groß ist die Versuchung "kurz mal schnell" etwas nachzusehen - und schon musste für einen weiteren Tag Geld bezahlt werden.


Eine Vielzahl an Vertragsoptionen für mobiles Internet bieten Vergleichsseiten im Internet. Wer sich für eine Flatrate entscheidet, sollte diese drei Tipps beachten:


1.) Eine Flatrate muss nicht für alle Handyleistungen gelten. Bei Vertragsabschluss muss darauf geachtet werden, dass es sich um eine Telefon-, SMS- und Internet-Flatrate handelt, wenn alle Nutzungsoptionen abgedeckt sein sollen.


2.) Ist von einer All-Net-Flat die Rede, muss ausgewiesen werden, ob damit alle Handy- und Festnetz-Netze inbegriffen sind. Insbesondere die Sternchen hinter dem Begriff "All-Net-Flat" weisen darauf hin, dass es hier Einschränkungen gibt.


3.) Gibt es ein Höchstkontingent an Minuten (in der Telefonie), an Nachrichten (beim SMS-schreiben) und an Datenverbindungen (beim Surfen), muss klar sein, was passiert, wenn das Kontingent aufgebraucht ist. Manchmal sind die Folgekosten hoch.


Abbildung 1: pixabay.com © FirmBee (CC0 Public Domain)  
Abbildung 2: pixabay.com © FirmBee (CC0 Public Domain)  
Abbildung 3: pixabay.com © Unsplash (CC0 Public Domain)

 

Autor: 
ENERGY Media

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