Nachhaltig fahren und gleichzeitig die Umwelt schonen - es gibt viele Möglichkeiten

Das Auto ist des Deutschen liebstes Kind. Laut eines Berichts der Bundesregierung sind mehr als 42 Millionen angemeldete Pkw auf den Straßen unterwegs. Aufgrund der großen Anzahl an Fahrzeugen sind die Straßen vielerorts stark belastet und die Menschen verbringen viel Zeit im Stau.

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Nachhaltig fahren und gleichzeitig die Umwelt schonen

Luftschadstoffe, wie CO2, Feinstaub und Stickoxide belasten dabei die Umwelt. Trotz der negativen Umwelteinflüsse sind viele Menschen nach wie vor auf der Suche nach einem Auto. Bei einem unabhängigen Fachmann, beim Händler oder beim Hersteller informieren sie sich vor dem Kauf nach umweltfreundlichen Varianten. Hier einige Tipps, die dabei helfen, ein energieeffizientes und umweltfreundliches Auto zu finden und bei der Fahrt ressourcenschonend zu fahren.


1. Der Autokauf - bei Neuwagen auf das Pkw-Label achten

Bereits beim Erwerb eines Fahrzeugs sollten Käufer auf das sogenannte Pkw-Label achten. Dieses Kennzeichen ist den EU-Energiekennzeichen für Kühlschränke, Fernseher und Waschmaschinen sehr ähnlich und hilft dem Autokäufer die Energieeffizienz und die Umweltfreundlichkeit des Pkw besser zu erkennen. Je nach Kraftstoff- und Stromverbrauch, sowie CO2-Ausstoß pro 100 km, wird das Fahrzeug in eine bestimmte Klasse eingestuft. Auch die Gewichtsklasse des Autos ist hierfür wichtig, denn diese wird bei der Errechnung des entsprechenden Referenzwertes dazugerechnet. So kann der Käufer ein Auto jederzeit mit anderen Fahrzeugen seiner Gewichtsklasse vergleichen. Im sogenannten "Leitfaden zu Kraftstoffverbrauch, CO2-Emission und Stromverbrauch" auf der Internetseite pkw-label.de wird die aktuelle Ausgabe der Broschüre als kostenloser Download vom Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) zur Verfügung gestellt.
Seit 2011 sind alle Autohändler, die neue Fahrzeuge verkaufen, dazu verpflichtet, den aktuellen Leitfaden einem Käufer zur Verfügung zu stellen. In dieser Broschüre können alle Effizienzklassen, die jährlichen Energiekosten, die Jahressteuer sowie der Verbrauch und die CO2-Emissionswerte von Neuwagen nachgeschlagen werden.


2. Kauf eines Gebrauchtwagens - auch hier es "Augen auf!"


Kauf eines Gebrauchtwagens - auch hier heißt es "Augen auf!"


Wer statt eines Neuwagens lieber einen Gebrauchten kaufen möchte, sollte sich niemals auf den ersten Blick verlassen, sondern doch noch einen zweiten Blick riskieren. Der Fernsehsender n-tv erklärt im Bericht "Kauf von Gebrauchtfahrzeugen", dass gerade beim Erwerb eines Gebrauchtwagens höchste Vorsicht geboten ist. Nach einem Rundgang um das Auto sollte der Interessent auf die kleinsten Hinweise achten. Stimmt z. B. das Spaltmaß an den Türen nicht, dann könnte es sich um ein Unfallauto handeln. Zu viel Öl im Motorraum ist ebenfalls kein gutes Zeichen. In so einem Fall, lieber die Finger vom Fahrzeug lassen. Jederzeit kann ein Experte zur Beurteilung des Pkw hinzugezogen werden. Dieser vergleicht das Auto mit den Angaben des Fahrzeugbriefes und des Fahrzeugscheins und kann außerdem eine Aussage zum Spritverbrauch und dem Verschleiß der Autoteile machen. Wer sein eigenes Auto verkaufen möchte, kann eine Fahrzeugbewertung bei wirkaufendeinauto.de vornehmen lassen. Während einer Untersuchung werden alle relevanten Faktoren, u.a. Grundwert, Energieeffizienz, Kraftstoffverbrauch, Umweltfreundlichkeit und Verkaufspreis ermittelt.


3. Das Fahrzeug umweltfreundlich umrüsten

Manche hängen sehr an ihrem alten Auto und wollen dieses einfach nicht zum Verkauf freigeben. Auch ein neues Fahrzeug kommt nicht infrage. Schließlich ist es wiederum auch umweltfreundlich und nachhaltig, das geliebte Fahrzeug so lange wie möglich zu fahren. In solch einem Fall lohnt es sich, darüber nachzudenken, das Auto umrüsten zu lassen. Eine gute Investition zur Schadstoffverringerung ist die Umrüstung des Verbrennungsmotors auf Gasbetrieb. Erdgas-Autos stoßen viel weniger Schadstoffe aus als Benzin- oder Dieselmotoren. Ein Elektromotor ist eine weitere Möglichkeit, um das Auto umweltfreundlich und nachhaltig umzurüsten. Ein Umbau auf Ethanol-Antrieb sorgt dafür, dass bis zu 85 Prozent weniger CO2 in die Atmosphäre gelangt. Alle neuwertigen Fahrzeuge und auch die, die auf Ethanol-Antrieb umgerüstet wurden, können das sogenannte E10 - Benzin an jeder Tankstelle tanken. Der Preis für das E10-Benzin ist im Durchschnitt wesentlich günstiger als Super-Benzin oder Super-Plus-Benzin.


So sparen Autofahrer Sprit und schonen die Umwelt
4. So sparen Autofahrer Sprit und schonen die Umwelt

Autofahrer, die ihr Fahrzeug ständig mit dem sogenannten Bleifuß bewegen, müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie den Spritverbrauch in die Höhe treiben. Das wirkt sich gleichzeitig negativ auf den CO2-Ausstoß aus. Die beste Fahrweise, um Sprit zu sparen und die Umwelt zu schonen, ist es niedertourig, gleichmäßig und vorausschauend zu fahren. Autos, die ständig beschleunigt und deshalb auch immer wieder abgebremst werden müssen, vergeuden Energie. Das Gleiche gilt für Fahrzeuge, deren Autoreifen einen viel zu kleinen Reifendruck besitzen. Wer das Auto permanent voll beladen von A nach B bewegt, verschwendet Benzin und Energie. Das Fahrzeug sollte immer schnellstens wieder entladen werden. Jedes Kilo weniger hilft beim Spritsparen und schont die Umwelt. Gegen einen zu starken Reibungswiderstand des Motors sollte ein Leichtlauföl eingesetzt werden. Das wirkt gegen den Verschleiß der Einzelteile im Motorblock. Durch die damit verbundene reibungslose Bewegung wird die Energie sinnvoll in Bewegungskraft umgesetzt. Der Pkw verbraucht weniger Sprit und weniger Abgase werden freigesetzt. In der warmen Jahreszeit niemals die Klimaanlage permanent laufen lassen. Alle Geräte, die während der Fahrt zusätzlich eingeschaltet werden, also auch Radios, MP3-Player, CD-Wechsler, Sitzheizungen und die Klimaanlage führen zu einem höheren Sprit- und Energieverbrauch.


Autos, die sich automatisch im Stand abschalten und sobald das Gaspedal wieder betätigt wird, einschalten, sind sehr sparsame Gefährten. Wer sein Auto an der Ampel oder in der Parkbucht im Leerlauf laufen lässt, muss wesentlich häufiger tanken als andere. Beim Carsharing teilen sich mehrere Personen ein Auto. Sie fahren u.a. gemeinsam in die Arbeit und sprechen sich bezüglich der einzelnen Fahrten ab. Ressourcen werden geschont, die Ökobilanz steigt, der Spritverbrauch sinkt und damit auch die Gesamtkosten für das Fahrzeug, denn diese können auf mehrere Personen aufgeteilt werden.


Jeder, der nachhaltig fahren möchte und dennoch nicht auf das eigene Fahrzeug verzichten will, muss kein schlechtes Gewissen haben. Alle neuen Fahrzeuge sind stets auf dem neuesten Stand der Umwelttechnologie. Ältere Modelle können jederzeit umgerüstet werden. Auch die Fahrweise hat einen deutlichen Einfluss darauf, wie viel Sprit verbraucht wird und wie hoch der CO2-Ausstoß ist. Ressourcen schonen diejenigen, die sich ein Auto teilen. Beim sogenannten Carsharing werden die Gesamtkosten für die Anschaffung, für Reparaturen und für das Benzin unter mehreren Personen aufgesplittet. Beim Verkauf eines Gebrauchtfahrzeugs sollte immer ein Fachmann aufgesucht werden. Der hilft nicht nur bei der Berechnung des Autowerts, sondern prüft das Auto auf seine Energieeffizienz, Umweltfreundlichkeit und durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch.

 

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Autor: 
ENERGY Media

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