Neue App: Tinder für Museumsobjekte?!

Die App "Mein Objekt" ist in Arbeit und soll - ähnlich wie bei Tinder - Matches zwischen Museumsbesucher*innen und bestimmten Objekten herstellen. Wir stellen dir die ungewöhnliche App etwas genauer vor.

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Swipe nach links oder Swipe nach rechts: Entweder dir gefällt der Vorschlag oder eben nicht. So funktioniert die Dating-App Tinder und dieses Prinzip hat sich nun eine neue Museums-App angeeignet, um den Besucher*innen noch mehr Interaktion zu bieten. "Mein Objekt" heißt die App und wird derzeit im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe entwickelt.

 

"Das ist wie Tinder für Museumsobjekte"

Innerhalb der neuen App soll es Objekte aus dem Museum geben und die Besucher*innen können entscheiden, ob sie das Objekt interessiert oder nicht. Wenn nicht, dann wischt man einfach zur Seite - wenn doch, dann soll man eine "Unterhaltung" mit dem Objekt über die App starten können. "Das ist wie Tinder für Museumsobjekte", sagt Museumsdirektor Echart Köhne gegenüber BR.de.

 

Natürlich handelt es sich bei der "Unterhaltung" nicht um ein richtiges Gespräch, wie sollte das auch mit einem Museumsobjekt gehen... Aber wenn man an dem Ausstellungsstück interessiert ist, soll man Informationen bekommen, die über das Geschriebene auf der Infotafel hinausgehen. Ob man sich schließlich in das Objekt "verliebt", kann natürlich niemand vorhersehen. Derzeit gebe es für rund 80 Werke einen solchen vorprogrammierten Dialog im Badischen Landesmuseum.

 

Fertig ist die App noch nicht, doch dies soll spätestens der Fall sein, wenn das Museum nach dem Lockdown wieder öffnen darf. Das Humboldt-Forum in Berlin wollte bei der App Vorreiter sein, doch die Umsetzung in der deutschen Hauptstadt dauert noch an und der Code zum Programmieren wurde auch anderen Einrichtungen zur Verfügung gestellt und so kommt es wahrscheinlich, dass das Badische Landesmuseum als erstes an den Start geht. 

 

Autor: 
kk
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