"Pinky Gloves": Wenn Männer das Leid der Frauen erträglicher machen

In der "Höhle der Löwen" wurden gestern Abend die "Pinky Gloves" von zwei jungen Männern vorgestellt, die Frauen behilflich sein sollen, während ihrer Periode Tampons sauber und hygienisch wechseln zu können.

Die holden Ritter auf weißem Ross heißen Eugen Raimkulow und Andre Ritterwürden, die gekommen sind, um das Leben aller Frauen zu vereinfachen und sie von ihrem Unvermögen zu befreien. Und zwar mit pinkfarbenen Einmal-Handschuhen, mit denen Tampons und Binden entnommen und entsorgt werden können. Zum Glück gibt es jetzt also Männer, die uns endlich sagen, wie wir mit unseren ekelhaften Periodenprodukten hygienisch sicher und geruchsneutral umgehen können. Klar - weil Frauen sterotypisch auf "pink" stehen - heißen die Dinger "Pinky Gloves". Klar, was pink ist, wird von Frauen gekauft. Natürlich. Danke Jungs! Setzen, Sechs. 

 

Shitstorm im Netz

Vor allem die männlichen Investoren sind begeistert, Einzelhandel-Riese Ralf Dümmel investiert sogar in die "Pinky"-Handschuhe. Doch es gibt zum Glück Menschen, die mal kurz darüber nachdenken, was da gestern Abend in der Sendung passiert ist. Es gab und gibt einen Aufschrei und Shitstorm im Netz. Wenigstens auf das Internet ist Verlass.

 

Ich meine, was die Welt sicherlich nicht gebraucht hat, sind Männer, die Frauen auf "vermeintliche Defizite" hinweisen. Die ein vermeintliches "Problem" lösen wollen, was nie eines war. Abgesehen davon, dass diese Idee nicht nur dumm, sondern auch nicht nachhaltig oder umweltfreundlich ist, stellt sich mir folgende Frage, lieber Eugen und Andre: Habt ihr schon Mal vom Konzept des Händewaschens gehört? Geht so einfach, ist so leicht! Kostenlos und umweltfreundlich! Auch jetzt in der Corona-Zeit! Einfach mal ausprobieren. 

 

Wie wäre es denn ansonsten eigentlich Mal mit Einweghandschuhen, die Männer benutzen können, wenn sie unterwegs mal schnell "wohin" müssen und dabei keine Gelegenheit haben, sich danach die Hände zu waschen? Oder will sich jemand freiwillig mit denen die Pommes teilen? Nein, ach so. Dachte ich mir.

 

Oder wir setzen die Idee einer Kollegin aus Österreich um, die sollte bei den Investoren ja auch Anklang finden: Ein Wurfzelt, was man über Frauen werfen kann, die in der Öffentlichkeit stillen.

 

Kannst du dir nicht ausdenken.

 

Autor: 
kvs
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