Reality-Check: So schummeln Stars auf Instagram und Co.

In Zeiten von Insta, Facebook & Co. kennen wir es doch alle. "Stell dich mal da hin, da ist das Licht besser!" oder "Brust raus, Bauch einziehen!" Aber manche Stars sind ganz besessen von Retusche und Schönheitsoperationen, dass sie gar nicht merken, wie krass sie sich für die vermeintliche Schönheit verändern.

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Eines vorweg: Jeder sollte tragen und an seinem Körper machen, was er/sie für richtig hält. Nur ist es leider manchmal etwas schwierig, wenn selbst das Model aus der Werbung im echten Leben nicht aussieht, wie das Model aus der Werbung (Photoshop hat eben auch seine Tücken). Natürlich werden damit falsche Werte vermittelt und junge Menschen, die noch nicht so ganz bei sich angekommen sind, können sich aufgrund solcher Bilder minderwertig fühlen. Das ist alles nichts Neues und es wird sich vermutlich auch nichts ändern, aber die Seite "Celebface" auf Instagram hat es sich zur Aufgabe gemacht, eben diese falschen Bilder auf eine Art "richtig zu stellen".

 

Indem sie die bearbeitete, aber auch die unbearbeitete Fassung jeweiliger Hochglanzbilder präsentiert. Aber nicht nur Stars werden unter die Lupe genommen, sondern auch Influencer, die auf Instagram mit Bildern werben und Selbstmarketing betreiben, welches fernab der Realität entspricht.

 

jede*r kann sich digital optimieren

Im Zuge von "Bodypositivity"-Movements und Co. und der vermehrten Darstellungen anderer Körpertypen- und formen fernab des vermeintlichen "Ideals" in Werbung und in den sozialen Medien, könnte man meinen, damit sei doch genug getan. Doch mittlerweile gilt es fast noch mehr vorsichtig zu sein, wenn es darum geht, was auf Social Media "echt" ist. Konnte man früher nur Fotos relativ aufwendig mit Photoshop retuschieren, erledigen das mittlerweile Bildbebarbeitungs-Apps mit ein paar Klicks und dem Verschieben einiger Regler. Fünf Kilo weniger und eine schmale Taille in Sekunden und selbst für Laien einfach machbar. Retuschierte oder "optimierte" Fotos müssen meist nicht gekennzeichnet werden. Ein weiterer Faktor, der die Scheinwelt Instagram und Co. massiv unterstützt sind die zahllosen Filter, mit denen man auch auf Bewegtbild völlig anders aussehen kann als in Wirklichkeit. Größere Augen, vollere Lippen, reine Haut - alles machbar. 


körperakzeptanz ja, aber nicht so 

Problematisch wird es vor allem, wenn die ganz großen Stars zwar Body Acceptance und Positivity predigen, aber sich selbst immer nur allzu perfekt und makellos inszenieren. Großes Aufsehen erregte zum Beispiel im April 2021 der unglückliche Umgang des Kardashian-Clans bzw. deren Team mit einem unretouschiertem Bikini-Foto Khloé Kardashians, das ihre Oma gepostet hatte. Mit rechtlichen Schritten versuchte daraufhin das Kardashian-Team das Foto aus dem Internet zu entfernen, jeder Repost, jeder neue Upoload wurde sofort wieder gelöscht oder gesperrt. Dabei feierten die Fans das Foto - denn es war natürlich, ungefiltert und Khloé sah super happy und toll darauf aus. Die Aktion zeigte aber auch, wie schwer es ist, sich dem Druck immer ideal auszusehen, zu entziehen. 


reality-check 

Am Ende muss natürlich jede*r das machen, was er/sie für richtig hält, aber vielleicht wäre ein bisschen mehr Ehrlichkeit und Authenzität in den sozialen Netzwerken ja mitunter erfrischend. Filter, die jede Pore wegretuschieren, Bodytuning, um die Hüfte schmaler zu machen oder diverse Lip-Kits, um die Lippen voller wirken zu lassen sind doch irgendwie auch langweilig. Deswegen sind Accounts wie "Celebface" ein manchmal nötiger Reality-Check. Denn es ist doch so: Niemand ist perfekt (Stars auch nicht, wirklich!) - und das Leben schon einmal gar nicht.

 

Wir plädieren auf jeden Fall für mehr Echtheit on- sowie offline: Sympathischer macht diese nämlich auf jeden Fall.

 

 

Autor: 
kvs/ld
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