So heizt du nachhaltig

Marie zeigt dir, wie du umweltbewusst heizen kannst und die Umwelt damit schonst.

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Draußen wird es langsam knackig kalt, das bedeutet, dass die Heizsaison eingeläutet wird. Heizen ist leider immer unweigerlich mit Umweltverschmutzung verbunden: rauchende Schornsteine, Ruß und dunkler Qualm. Diese Bilder können aber bald der Vergangenheit angehören, denn umweltbewusstes heizen ist auf dem Vormarsch.

Marie zeigt dir die Unterschiede, denn es gibt verschiedene Arten von regenerativen Heizmethoden.

 

Was sind regenerative Energien?

Mit regenerativen Energien sind Energien gemeint, deren Quelle nicht erschöpft werden können. Durch die Nutzung regenerativen Energien werden somit weniger Schäden an der Umwelt vorgenommen. Dadurch ist man umweltfreundlicher und nachhaltiger unterwegs.

 

Diese regenerativen Heizmethoden gibt es

1. Sonnenenergie

 

Du kannst Sonnenenergie zum einen per Photovoltaikanlage auf dem Hausdach, aus Solarparks oder sogar in Form von mobilen Anlagen zur Stromgewinnung verwenden. Außerdem kannst du die Sonnenkollektoren zur Erzeugung von Wärme verwenden. Sie funktionieren anders als die geläufigen Photovoltaikanlagen und nutzen die Sonnenwärme zur Temperierung von Heizung und Wasser. Dieses Verfahren nennt man Solarthermie.

 

Pro:

  • Umwelt und Klima werden geschützt
  • Niedrige Betriebskosten - schonend für den Geldbeutel
     

Das musst du beachten:

  • Anschaffungskosten für die Anlagentechnik relativ hoch
  • Gebäudearchitektur muss der Solaranlage angepasst sein
  • Abhängigkeit von den Sonnenstunden

 

Photovoltaik auf das Hausdach zu setzen lohnt sich noch etwas mehr

2. Erdwärme

 

Bei dieser Art von Wärmegewinnung spricht man von geothermischer Energienutzung.


Bei der Gewinnung von Erdwärme bohrt man in die Erdkruste und nutzt die entstehende Wärme im Inneren für das Aufheizen von Böden und Heizungsanlagen. Das natürliche Wärmegefälle in der Natur wird somit genutzt und durch Wärmepumpen intensiviert.


Die entstehende Wärme aus Wärmepumpen wird dafür verwendet, Brauchwasser, Heizkörper oder die Luft innerhalb deiner vier Wände aufzuheizen.

 

Pro:

  • Kombinierbar mit Ökostrom, Photovoltaik und Solarkollektoren für Warmwasser
  • Geringer Platzbedarf im Haus oder Keller
  • Sehr geringer Wartungsaufwand
     

Das musst du beachten:

  • An sehr kalten Tagen muss nachgeheizt werden (meist elektrisch)
  • Abhängigkeit von örtlichen Gegebenheiten wie Bodenqualität
  • Viele Modelle enthalten klimaschädliches Kältemittel

 

 

 

3. Verbrennung von Biomasse

 

Als Biomasse bezeichnet man alle natürlich heranwachsenden Pflanzenstoffe oder deren Erzeugnisse.

 

Die üblichste Nutzung für die moderne Gasheizung bieten Abfallhölzer, Biogas, Pflanzenabfälle oder Pflanzenöle. Im Gegensatz zu anderen alternativen Energieverfahren erfolgt die Energiegewinnung durch Verbrennung.

 

Als nachhaltig gilt Biomasse dann, wenn gute Filter eingesetzt werden, die den CO2-Ausstoß bei der Verbrennung reduzieren. Strenge Richtlinien dazu, welcher Stoff als Grundstoff deklariert werden darf, verhindern die Verwendung hochwertiger Hölzer und von Materialien, die noch anderweitig genutzt werden können.


Pro:

  •  vielseitige Einsatzmöglichkeiten (Strom, Wärme, Brauchwasser oder als Kraftstoff)
  • erneuerbare Energiequelle

Das musst du beachten:

  • nur begrenzt einsetzbar
  • nachwachsenden Energieträger mit höheren CO2-Emissionen verbunden

4. Windenergie

 

Windräder sind aus dem Landschaftsbild in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Die Gewinnung von Energie aus Windkraft beruht auf dem Prinzip der Induktion. Windenergie wird für den elektrischen Betrieb von Wärmeanlagen verwendet und gilt dank niedriger CO2-Werte als sehr nachhaltig. Übrigens wird die Zukunft der Windenergie in kleinen privaten Anlagen liegen, die einen sehr geringen Einfluss auf die Umwelt haben.


Pro:

  • kostenfreie Energiequelle
  • dezentrale Energieversorgung entlastet große Stromtrassen
  • saubere und nachhaltige Stromerzeugung

 

Das musst du beachten:

  • Abhängig von der Windstärke
  • Geräusche und Schlagschatten
  • Gefahr für Flugtiere
     

Windrad mit Berge

    So kannst du auf nachhaltige Methoden umsteigen

    Wenn du gerade renovierst oder ein Eigenheim planst, kannst du eine nachhaltige Methode direkt einplanen. Die Technik wird auch dank staatlicher Förderung immer effektiver und erschwinglicher. Zudem sparst du mit grüner Energie sowieso Geld und schonst gleichzeitig die Umwelt – besser kann es eigentlich nicht laufen, oder?

      So kannst du mit deiner normalen Heizung nachhaltig sein

      Zumindest deinen Energieverbrauch kannst du mit diesen Tipps senken, damit tust du auch der Umwelt was Gutes!

       

      • Die richtige Raumtemperatur wählen
      • Lieber mehrmals kurz stoßlüften als dauerhaft kipplüften
      • Türen schließen
      • Die Heizkörper nicht verhängen oder zustellen
      • Räume im Winter nicht komplett auskühlen lassen
         

      Damit die Heizungsanlage auch optimal läuft, helfen diese Tipps:

      • Die Heizung entlüften, damit sich das Heizwasser optimal verteilt.
      • Die Heizkörper von Schmutz und Staub befreien.
      • Bei Auffälligkeiten, wie Heizungsgeräusche oder kalt gebliebene Heizkörper rechtzeitig reagieren
      • An die regelmäßige Wartung der Heizungsanlage denken

       

       Wusstest du schon...

      ... dass die Zahlen auf dem Thermostat für eine bestimmte Raumtemperatur stehen?

      Die Stufe 3 ist meistens so justiert, dass der Raum auf 20 Grad erwärmt wird. Das ist die durchschnittliche Wolfühltemperatur. Deshalb bringt es auch nichts, die Heizung auf Stufe 5 (28 Grad) zu stellen, um schneller zu heizen. Dadurch heizt man einfach nur länger, bis eben eine Temperatur von 28 Grad erreicht wird. Das frisst also nur unnötig Energie, denn die Raumtemperatur von 20 Grad erreichst du auch auf Stufe 3 gleich schnell.

      Weitere Informationen rund um das Thema nachhaltig heizen, findest du auch hier.

       

      Du interessierst dich für mehr nachhaltige Themen? Dann schau doch mal bei Green Up Your Life vorbei. 

       

      Autor: 
      sb
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