So wird dein Garten im Winter zum Tierparadies!

Mit dem November ziehen wir uns nach Hause zurück ins kuschlig Warme - aber was machen eigentlich die ganzen Tiere draußen? Hier findest du Tipps, wie du deinen Garten auch im Winter tierfreundlich machen kannst.

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Wenn sich alle Blätter bunt gefärbt haben, die letzten Blumen verblüht und die Liegestühle im Schuppen verstaut sind, ist es Zeit den heimischen Garten winterfest zu machen. Doch während man selber den Garten im Winter kaum nutzt, sind es gerade die Tiere, für die der Garten ein idealer Unterschlupf und Anlaufpunkt für die kalte Jahreszeit sein kann - wenn man ein paar Dinge beachtet.

 

Unterkünfte zum überwintern

Bei uns halten viele Wildtiere wie Siebenschläfer, Fledermäuse oder Igel Winterschlaf. Durch die zunehmende Urbanisierung und das Wegfallen von naturbelassenen Flächen, haben die putzigen Tiere allerdings immer mehr Probleme, geeignete Unterschlupfe zu finden. Um den Igeln einen schönen Winterschlaf zu ermöglichen, wirf deswegen zusammengerechtes Herbstlaub und Äste nicht weg, sondern schichte ein Häufchen zusammen, in dem sich ein Igel einrichten kann. Die stacheligen Tiere schlafen übrigens nicht den kompletten Winter durch. Hin und wieder stehen sie auf, um auf Nahrungssuche zu gehen - über eine kleine Futterstelle in der Nähe des Laubhaufens freut sich dein kleiner Gast sicher!

 

Ein anderer Gartenbewohner, der sich über eine Unterkunft freuen wird, ist die Wildbiene. Diese verbringt ihren Winter in altem Gehölz oder hohlen Stängeln. Schneide verblühte Stauden für einen bienenfreundlichen Garten nicht ab, sondern lass sie einfach den Winter über stehen. Auch altes Gehölz kannst du zusammenschichten. Hast du nichts dergleichen im Garten, eignet sich auch ein Insektenhotel. Wer den Wildbienen den Start in den Frühling erleichtern will, pflanzt zusätzlich in die Nähe der Unterkunft einige Frühblüher. Krokusse oder Osterglocken versorgen die Bienen im Frühjahr dann direkt mit Nektar und Pollen, die die fleißigen Bienchen brauchen, um ihre Völker aufzubauen.

 

Andere Tiere, die sich darüber freuen, wenn du deinen Garten nicht super ordentlich hältst, sind Kröten. Diese überwintern auch gerne in Laubhaufen oder in Erdhöhlen. Generell lässt sich sagen: Wenn du Tieren etwas Lebensraum in deinem Garten geben willst, dann überlasse den Garten einfach in einigen Ecken sich selbst. Lass Gehölz und Blätter liegen, statt perfekt aufzuräumen. Tipp: Hast du zu viel Laub übrig, eignet sich das perfekt als Kälteschutz für Obstpflanzen oder Rosen - einfach ordentlich drüberlegen.

 

freiluftrestaurant garten

Mit dem ersten Frost und Schneefall gestaltet sich für die hiergebliebenen Vögel und für Eichhörnchen die Futtersuche schwierig. Unter anderem Amsel, Fink, Meise oder Rotkehlchen ziehen nicht in den Süden und freuen sich im Winter über einige Leckereien in deinem Garten! So kannst du zum Beispiel einfach einige Früchte an den Bäumen hängen lassen oder du hängst Meisenknödel auf oder legst Sonnenblumenkerne aus. Die mögen fast alle Vogelarten. Wenn du dich für Meisenknödel entscheidest, entferne vorher die Plastiknetze, da sich die Vögel darin verheddern könnten. Im Baumarkt oder Gartencenter findest du viele schöne Vogelhäuschen oder Meisenknödel-Halter. Beachte bei der Platzierung im Garten, dass du das Futter außer Reichweite von Katzen aufhängst und wähle einen Standort mit Rundumsicht, da sich Vögelchen gerne versichern, dass keine Feinde in Sicht sind. 

 

Auch Einhörnchen werden ein Futterangebot aus Hasel- und Walnüssen, Eicheln sowie Kiefer-, Fichten- oder Tannenzapfen dankend annehmen. Vögeln wie auch Eichhörnchen kannst du außerdem eine Wasserschale hinstellen, aber Achtung: Wechsle regelmäßig das Wasser aus, sodass sich keine Krankheitskeime bilden können!

 

vorsicht bei chemie

Willst du generell einen tierfreundlichen Garten anlegen, solltest du ein paar wichtige Sachen beachten:

  • Benutze möglichst keine chemischen Mittel, die Insekten oder Schnecken töten, denn damit läufst du Gefahr, auch anderen Tieren zu schaden.
  • Richte einen Kompost ein. Damit hakst du gleich mehrere Punkte ab: Du kannst deinen Kompostmüll darauf entsorgen, kleine Insekten oder Käfer können darin wohnen und nach einer Weile hast du prima Komposterde zum Düngen deiner Pflanzen!
  • Benutze keine Laubsauger. Auch wenn sie super praktisch sind, kann es sein, dass du damit Insekten oder je nachdem sogar kleine Tiere mit einsaugst!

 

Damit steht deinem tierfreundlichen Wintergarten nichts mehr im Wege! 

 

Autor: 
ld
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