Studie bestätigt: Alexa hört beim Sex zu!

Das hat eine Studie der Ruhr-Universität Bochum und des Bochumer Max-Planck-Instituts für Sicherheit ergeben.

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Egal ob der Sprachassistent von Google, Alexa oder Siri , sie alle haben etwas gemeinsam: Diese Sprachassistenten hören dir öfter zu, als du denkst.

Viele Geräte werden versehentlich aktiviert

Das hat eine Studie der Ruhr-Universität Bochum und des Bochumer Max-Planck-Instituts für Sicherheit ergeben. 

Die Forscher untersuchten die beliebten Sprachassistenten sowie acht andere in Deutschland erhältliche Modelle.

 

Die Untersuchung sah wie folgt aus: 16 Tage lang wurden die Sprachassistenten mit unterschiedlichem Tonmaterial beschallt: unter anderem mit Nachrichten und TV-Serien.

 

Das erschreckende Ergebnis: Über 735 Mal haben die Assistenten zugehört, ohne, dass sie vom Nutzer aktiviert worden sind. Ein Beispiel: Anstatt mit dem Triggerwort "Amazon" wurde Alexa unter anderem durch die Worte "Am Sonntag" aktiviert. Klingt zwar ähnlich, ist aber eben nicht das gleiche.

 

Ebenso fühlen sich die Geräte beim Liebesspiel angesprochen, bestimmte Laute oder Wörter wurden versehentlich als Aktivierungswort wahrgenommen.

 

Merke: Umso näher das Gerät steht, desto eher wird der Assistent aktiviert.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Sprachmaterial kann ausgewertet werden

Soweit so gut. Doch was passiert mit deinen Sprachaufnahmen eigentlich? Leider behalten die Sprachassistenten das aufgenommene Material nicht immer für sich.

 

Sogenannte Transkriptoren sollen das Sprachmaterial auswerten, um den Assistenten zu verbessern. Bei Amazon kann man der Nutzung der Daten allerdings widersprechen, bei Apple musst du sogar aktiv deine Zustimmung zur Verarbeitung der Daten geben.

 

So kannst du dich schützen

Jetzt kommt die gute Nachricht: Du kannst dich auch schützen!

 

Bei Amazon kann man beispielsweise nachschauen, welche Befehle verarbeitet werden. Man kann Mitschnitte sogar löschen. Außerdem sei dir geraten, dein Gerät in bestimmten Situationen einfach auszuschalten, so kann es nicht zu unangenehmen Aufnahmen kommen. Eine weitere Möglichkeit ist, den Sprachassistenten in einen anderen Raum zu stellen.

 

Autor: 
sb
_self

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