Studie: Langsamer und gesünder essen mit Musik

Langsam essen ist gesund, doch viele tun sich im hektischen Alltag schwer damit, das richtige Tempo dabei zu finden. Die Wissenschaft hat nun einen Tipp parat, der dir helfen könnte, langsamer und somit auch gesünder Mahlzeiten zu dir zu nehmen!

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Denn wer langsam isst, merkt besser, wann die Sättigung eintritt. Auf diese Weise reduziert sich die Kalorienaufnahme, was wiederum die Gewichtskontrolle erleichtert. Wissenschaftler der Universität Aarhus in Dänemark haben nun eine Studie durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie sagen aus, dass Hintergrundmusik beim Essen die Essgeschwindigkeit verringern und somit zu einem gesünderen Essverhalten beitragen kann.

 

Besonders gut dafür geeignet seien Legato-Stücke. Bei Legato-Stücken werden aufeinanderfolgende Töne einer Stimme ohne Unterbrechung gespielt. Beim dänischen Experiment wurde nun dieselbe Musik zwei Mal gespielt, und zwar einmal in einer langsamen Legato- und einmal in einer schnelleren Staccato-Version.

 

wie lief die studie genau ab?

Die 300 Männer und Frauen, die an der Studie teilnahmen, sollten eigentlich nur den Geschmack einer bestimmten Schokoladensorte bewerten. Tatsächlich ging es aber um die Dauer der Verkostung. Beim Essen hörten die Teilnehmer*innen über Kopfhörer die gleiche Musik in zwei unterschiedlichen Versionen. Ein langsames Stück mit 45 Schlägen und ein schnelles mit 180 Schlägen.

 

Die aufeinanderfolgenden Töne waren entweder miteinander mehr oder weniger verbunden (Legato) oder durch Lücken voneinander getrennt (Staccato). Bei einer dritten Kontrollgruppe wurde keine Musik gespielt.

 

die ergebnisse

Bei laufender Musik aßen die Teilnehmer die Schokolade rund 30 Prozent langsamer als in Stille. Besonders lang dauerte die Nahrungsaufnahme beim langsamen Legato-Stück. Im Vergleich zum Staccato-Stück aßen die Teilnehmer rund 10 Prozent länger.

 

Das Fachblatt Appetite schreibt, dass sich der Rhythmus des Kauens vermutlich auch dem Takt der Musik anpasst. Schnelle Musik könnte daher beispielsweise auch gegen Appetitlosigkeit bei älteren Menschen eingesetzt werden. Nun soll weiter erforscht werden, ob langsame Hintergrundmuisk tatsächlich auch zu einer geringeren Essensmenge und damit auch Kalorienaufnahme beitragen kann.

 

Autor: 
jk
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