TikTok gibt zu, Nutzer diskriminiert zu haben

Mit Diskriminierung Diskriminierung vorbeugen - diese Praxis wurde bei TikTok einige Zeit lang praktiziert. Wie lange welche Nutzer diskriminiert wurden, darüber herrscht keine Einigkeit. Wir haben alle Infos für dich!

"Besondere Menschen", was auch immer das genau heißen mag, wurden bei TikTok in der Reichweite ihrer Videos eingeschränkt. Die Moderatoren der chinesischen Social Media App erhielten Anweisungen, Videos von Menschen mit Behinderungen zu markieren und die Reichweite der Videos zu begrenzen. Dies gab das chinesische Unternehmen nun zu.

 

Ein Firmensprecher TikToks sagte dazu: "Als Reaktion auf eine Zunahme von Mobbing in der App haben wir frühzeitig eine unbeholfene und zeitlich befristete Regelung umgesetzt. Unsere Absicht war gut, wir haben aber einen falschen Ansatz gewählt." Unter Menschen mit Behinderungen fielen laut TikToks früheren Richtlinien neben Personen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen auch Homosexuelle, Autisten und Dicke, da deren Videos grundsätzlich als mobbing-gefährdet eingestuft wurden. 

 

Dabei sei es bei der Bewertung gar nicht um den Inhalt der Videos gegangen sein. Die Moderatoren waren dazu angehalten, selbst zu urteilen, ob Nutzer besondere Merkmale wie beispielsweise ein entstelltes Gesicht aufweisen würden. Dafür hätten sie im Schnitt nur 30 Sekunden Zeit gehabt.

 

Rausgekommen war die ganze Geschichte durch einen Bericht von Netzpolitik.org. Wie lange die diskriminierenden Regelungen praktikiziert wurden, darüber wird nun gestritten. Während TikTok selbst sagt, dass die Reichweitenbegrenzung nur zu Anfangszeiten der App stattfand und schnell "zugunsten nuancierter Anti-Mobbing-Verfahrensweisen und Schutzmaßnahmen innerhalb der App geändert" worden ist, bestreitet Netzpolitik.org dies und behauptet, dass die diskriminierenden Maßnahmen bis September 2019 Bestand gehabt haben.

 

Autor: 
jk
_self

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