Toilettenpapier: Konventionell oder Recycling?

Dieses Mal zeigt Marie den Unterschied zwischen Recycling- und konventionellem Toilettenpapier auf.

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Marie über die Toilettenpapier-Frage: "Ich wurde neulich gefragt, welche alltäglichen Dinge wenig Aufwand machen, aber für die Umwelt eine große Wirkung haben. Und da gehört die Wahl des Toilettenpapiers auf jeden Fall dazu. Gerade in den letzten Monaten haben wir Deutschen fleißig Klopapier gehamstert. Ganze 134 Rollen verbraucht im Schnitt jeder Deutsche im Jahr. Und leider setzen die meisten aus Komfortgründen immer noch auf konventionelles Toilettenpapier, obwohl das recycelte Pendant aus Altpapier nicht nur viel besser für die Umwelt ist, sondern mittlerweile auch genauso geschmeidig für den Po. Wer an graues, hartes, einlagiges und unförmiges Klopapier denkt, der liegt definitiv falsch!"

 

Der Vergleich

Konventionelles Toilettenpapier

 

  • ca. 12 kg Klopapierverbrauch pro Person in einem Jahr (ca. 134 Rollen)
  • Viele Hersteller verwenden kein recyceltes Altpapier, sondern frischen Zellstoff, um die Komfortansprüche der Verbraucher zu erfüllen
  • Für den Zellstoff wird aber benötigt: Eukalyptusbäume, Birken, Fichten und dafür werden große Waldgebiete dafür abgeholzt
  • mehr Ressourcen und Energie werden verbraucht (es werden im Unterschied zu recyceltem Papier 33% mehr Wasser, 50% mehr Energie, 50% höherer CO2 Ausstoß, mehr Bleichmittel)
  • bei Toilettenpapier mit Duft/ besonders weich/ mit Aufdruck: Zusatz von Chemikalien
  • durch Zusätze schwer zu recyclen

Recyceltes Toilettenpapier:

 

  • Konsumenten denken immer an graues, dünnes Papier von schlechter Qualität
  • so ist das nicht mehr, da Produktionsprozesse mittlerweile so ausgereift sind, dass man kaum einen Unterschied mehr zum konventionellen merkt, denn recyceltes Klopapier ist mittlerweile auch weiß, weich und mehrlagig
  • "FSC" Kennzeichnung bedeutet komplett aus Recyclingmaterial, aber sagt nichts über den Schadstoffgehalt aus
  • Bezeichnung "holzfrei" und "holzfreies, ungestrichenes Toilettenpapier" bedeuten nicht, dass keine Bäume gefällt wurden, sondern lediglich, dass gebleichte Zellstofffaser (holzfrei) und keine Bindemittel (ungestrichen) verwendet wurden
 

Wie wird recyceltes Klopapier hergestellt?

Recyclingpapier besteht zu 100 % aus Altpapier. So läuft der Herstellungsprozess ab: Zunächst wird das Altpapier mit Wasser aufgelöst und von Fremdkörpern wie Heftklammern befreit. Dann wird der ganze Papierbrei so stark erhitzt, dass eventuelle Bakterien und Keime abgetötet werden. Anschließend wird es dann getrocknet und aus den langen Papierbahnen wird dann schließlich das bekannte Toilettenpapier geformt.

 

Woran erkennt man Recycling-papier?

Beim Kauf solltest du auf das "Blaue Engel" Logo und das "EU-Ecolabel". Diese Label garantieren strenge Vergaberegeln. Die Produkte, die dieses Label erhalten, werden unter hohen Ansprüchen getestet.

 

Zusammenfassung

Recyceltes Toilettenpapier hat einen wesentlich kleineren ökologischen Fußabdruck, als konventionelles. Heutzutage merkt man kaum Unterschiede in der Qualität. Mit der Nutzung von recyceltem Toilettenpapier schont man den Regenwald, Ressourcen und das Klima. Außerdem ist man aus diesen Gründen mit Recycling-Papier auch nachhaltiger unterwegs. Selbst bei Ökotest haben Recyclingprodukte richtig gut abgeschlossen. Im Geldbeutel macht es übrigens auch kaum einen Unterschied, ob du Recycling-Toilettenpapier oder "normales" kaufst.

Das sagt Marie

Marie kommt zu folgendem Schluss: Häufig ist die recycelte Toilettenpapierversion auch wesentlich günstiger und du zeigst damit der Umwelt, dass sie dir im wahrsten Sinne des Wortes nicht "am Arsch vorbeigeht". Denn jetzt mal ganz ehrlich, wie verrückt ist der Gedanke, dass wir uralte lebende Wälder abholzen, um uns für einen kurzen Augenblick den Hintern abzuwischen. Deswegen hoffe ich, dass ich den ein oder anderen überzeugen konnte und wir bald nur noch recyceltes Toilettenpapier verwenden!

 

Autor: 
sb
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