Twitter testet exklusive Bezahlinhalte

Bislang verdient Twitter sein Geld hauptsächlich mit Werbung. Jetzt testet das Unternehmen eine neue Funktion, in der Follower*innen für exklusive Inhalte ihrer Stars zahlen - und Twitter verdient mit. 

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Auch wenn es uns oft nicht so bewusst ist, aber am Ende des Tages wollen (und müssen) unserer liebsten Social Media Plattformen auch irgendwie Geld verdienen. Da allerdings die wenigsten von uns bereit wären, eine Grundgebühr für Facebook, Instagram, Twitter und Co. zu zahlen, müssen die Unternehmen andere Einnahmequellen finden.

 

Meistens passiert das in Form von Werbung. Auch Twitter nutzt dieses Art der Finanzierung - Werbekunden zahlen einen Betrag an den Kurznachrichtendienst und im Gegenzug taucht in den Timelines der User*innen gesponserte Werbung auf. Jetzt testet Twitter eine neue Möglichkeit zur Finanzierung und setzt da vollkommen auf freiwillig zahlende Fans von Stars: In den USA können zurzeit in der Testphase ausgewählte Twitter-Stars mit einer großen Followerschaft ihren Follower*innen kostenpflichtige Inhalte anbieten in Form von "Ticketed Spaces" und "Super Follows". 

 

exklusive inhalte 

Bei "Ticketed Spaces" handelt es sich um Eintrittskarten zu exklusiven Audio-Events in Twitters eigenen Audio-Space. "'Ticketed Spaces' hilft euch dabei, einzigartige und exklusive Audio-Erfahrung zu schaffen, für die euer Publikum bereit ist zu zahlen", heißt es aus der Twitter-Produktabteilung. Für Preise zwischen einem bis 999 Dollar können Fans Zugänge zu exklusiven Konzerten oder Talks erwerben. 

 

Mit "Super Follows" können Stars eine "direkte Beziehung mit ihren treusten Abonnenten" schaffen. Für entweder 2,99, 4,99 oder 9,99 Dollar können die Super Fans Abonnements erwerben, die ihnen Zugang zu exklusiven Inhalten ermöglicht. Um welche Inhalte es sich handelt, können die Creator*innen selber entscheiden. 

 

twitter verdient mit 

Natürlich bietet Twitter das Feature nicht einfach aus Nettigkeit an, um Stars noch eine neue Einnahmequelle zu bieten, sondern will selbstverständlich auch ein Stück vom Kuchen.  Bei Erlösen bis 50.000 Dollar will Twitter drei Prozent einbehalten. Erhöht sich der Betrag und überschreitet die 50.000er Grenze, sackt das Unternehmen 20 Prozent Kommission ein. 

 

Momentan wird das neue Finanzierungsmodell in den USA getestet, wann oder ob das Feature auch in Deutschland ausgerollt wird, ist noch nicht bekannt. 

 

Autor: 
ld
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