Zehn FAQs rund um E-Bikes und Pedelecs

Längst ist das E-Bike keine Einzelerscheinung mehr. Rund um die steigenden E-Bike-Nutzwerte, die in vielen Statistiken verzeichnet werden, scharen sich nun Dienstleister wie E-Bike-Trainer, die das Fahren mit dem Pedelec professionell unterrichten. Auch Versicherungen reagieren auf den Trend, der mitunter - das heißt ohne Können und ohne Sicherheitsbekleidung - sehr gefährlich werden kann.

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1. Was ist der Unterschied zwischen einem E-Bike und einem Pedelec?

Die Frage nach dem Unterschied ist durchaus berechtigt, denn was so häufig über den sprichwörtlichen Kamm geschert wird, erfährt eine klare Abgrenzung. Ein Pedelec, das auf 250 Watt und eine Höchstgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometer begrenzt ist, wird rechtlich betrachtet einem Fahrrad gleichgestellt, obgleich das manuelle Treten durch einen Motor unterstützt wird, der genau dann einsetzt, wenn er merkt, dass der Fahrer zu treten beginnt. Mit einem Pedelec wird auf dem Radweg gefahren. E-Bike ist hingegen die Bezeichnung für ein Elektrorad, das immer durch einen Motor betrieben wird. Es gibt drei Kategorien von E-Bikes: (1) die bis 20 Stundenkilometer schnell fahren, (2) die bis 25 Stundenkilometer schnell fahren und (3) die bis 45 Stundenkilometer schnell fahren.


2. Und was ist ein S-Pedelec?

Ein S-Pedelec ist die große Schwester des Pedelecs. Das zeigt sich auch an den Werten. Der Motor darf nach diesen Angaben eine Maximalleistung von 500 Watt erreichen und schaltet auch erst bei 45 Stundenkilometern ab. Ein S-Pedelec muss sichtbar versichert sein und darf nur mit einem Führerschein (mindestens Mofa-Klasse) gefahren werden. Mit einem S-Pedelec muss auf der Straße gefahren werden. Das Tragen eines Helmes ist Pflicht.

E-Bike Ausflug mit Hund


3. Welche Argumente sprechen für ein Pedelec?

Wer täglich längere Strecken mit dem Fahrrad zurücklegt, kann auf ein E-Bike umsteigen, um die sportliche Aktivität an der frischen Luft zu erhalten, ohne dabei ins Schwitzen zu geraten. Ein Pedelec kann körperlich beeinträchtigen Menschen eine Unterstützung sein, um die eigene Tretleistung entsprechend motorisch unterstützen zu können. Ist ein Ausflug geplant und die Fahrradfahrer haben extrem unterschiedliche Leistungsniveaus, kann ein Pedelec die Unterschiede minimieren und für einen angenehmen Ausflug zu zweit sorgen.


4. Welche Argumente werden von den Pedelec-Gegnern ins Feld geführt?

Ein Pedelec ist schwerer (und damit auch schwerer, wenn es in den Fahrradkeller gehievt werden muss). Ein Pedelec ist teurer, da der Motor schlicht kostenintensiver ist als ein normales Fahrrad ohne Motorisierung. Das Pedelec kann für Ungeübte schnell zum Risikofaktor werden. Durch die Abschaltung des Motors ab 25 Stundenkilometern, ist das Pedelec für diejenigen nicht geeignet, die auch mit eigenem Antrieb schon schneller als 25 Stundenkilometer fahren. Der Grund: Das Pedelec ist ohne unterstützenden Motor sogar schwerer in Gang zu bringen als ein normales Fahrrad.


5. Kann ein Elektrofahrrad das Auto ersetzen?

Das Elektrofahrrad kann als Autoersatz verwendet werden, wenn die Strecke überschaubar ist. Wer morgens mit dem Elektrofahrrad zur Arbeit fährt, muss nicht schweißgebadet ankommen und hat sich dennoch an der frischen Luft bewegt, was gut fürs Herz-/Kreislaufsystem ist. Die Vorteile eines Elektrofahrrads im Gegensatz zum Auto sind in erster Linie der Platzbedarf und auch die Kosten: Mit einem Elektrofahrrad findet man immer einen Parkplatz und der Betrieb ist günstiger als ein Auto zu tanken. Die Gesundheitsaspekte wie etwa die Bewegung an der frischen Luft runden die Liste der Vorteile gegenüber dem Auto ab. Grundsätzlich gilt für alle Fahrräder: Nach einem langen Winter, müssen die Drahtesel fit für den Sommer gemacht werden.


6. Wovon ist die Akkuleistung eines Pedelecs abhängig?

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club hat in der "Verbraucherinformation zu Pedelecs und E-Bikes" (Broschüre steht hier zum Download bereit) folgende Information über die Akkuleistung veröffentlicht: "Die Reichweite des Akkus ist abhängig von der im Akku gespeicherten Energie und dem Energieverbrauch, der sich aus vielen Faktoren wie Gewicht von Fahrer und Rad, Unterstützungs- und Wirkungsgrad des Antriebs, Gegenwind, Steigungen, Anzahl der Anfahrten und Temperatur zusammensetzt. Noch gibt es keine standardisierten Testverfahren für die Reichweite von Elektrorädern, daher lassen sich die Herstellerangaben nicht untereinander vergleichen. (…) Gute Modelle zeigen die ungefähre Reichweite auf dem Display an, die man im aktuellen Unterstützungsmodus noch erreichen kann."


7. Gibt es bei E-Nikes verschiedene Antriebskonzepte?

Grundsätzlich wird zwischen einem Front-, einem Mittel- und einem Heckmotor unterschieden, der auch gleich Auskunft darüber gibt, wo der Motor angebracht ist. Einen Motor nachzurüsten ist nicht zu empfehlen, denn der Motor hat ein Eigengewicht, für das Rahmen und Gabeln bei einem normalen Fahrrad nicht ausgelegt sind.


8. Gibt es Prüfzeichen, die von Kaufinteressenten berücksichtigt werden sollen?

Seit einiger Zeit ist es möglich, dass ein Pedelec mit dem GS-Zeichen ausgezeichnet wird. Dieses ist unabhängig von technischen Daten und gibt lediglich an, ob es sich bei dem Produkt um ein Gerät von geprüfter Sicherheit handelt.


9. Was hat die Rekuperation am Pedelec mit der Formel 1 zu tun?

Formel 1 Auto

Die Technik, die durch den Fachbegriff "Rekuperation" beschrieben wird, erinnert ein wenig an eine bestimmte Technik in der Formel 1. Bei der Rekuperation ist es möglich, die Batterie durch eine Bergabfahrt oder das Bremsen wieder aufzuladen.


10. Ist das Umrüsten eines normalen Fahrrads grundsätzlich möglich?

Grundsätzlich möglich ist das Umrüsten durchaus, nur muss individuell je nach Fahrrad geprüft werden, ob dies überhaupt sinnvoll ist. Sowohl die Wirtschaftlichkeit einer Umrüstung als auch das, was den Bauteilen mit einer Motorisierung zugemutet wird, muss dabei in Betracht gezogen werden.


 

Abbildung 1: pixabay.com © uveX (CC0 Public Domain)

Abbildung 2: pixabay.com © RGlaser (CC0 Public Domain)

Abbildung 3: pixabay.com © bogitw (CC0 Public Domain)

 

Autor: 
ENERGY Media

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