Deezer-Studie: Streaming in Zeiten von Isolation und sozialer Distanz

Ein turbulenter März ist Geschichte. Streamingddienst Deezer ist der Frage nachgegangen, ob und wie sich die Audio-Streaminggewohnheiten in Zeiten von häuslicher Isolation und sozialer Distanz verändert haben. Wir präsentieren euch die wichtigsten Erkenntnisse!

Im November berichteten wir über eine Musikstudie von Deezer, die sich der Frage annahm, wie viel Musikkonsum uns gesund hält. Nun erschien eine neue Studie, die sich diesmal mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Isolation und sozialen Distanz beschäftigte. Die Studie wurde vom 2. März 2020 bis zum 22. März 2020 durchgeführt.

 

Hier einmal die wichtigsten Erkenntisse der Studie:

 

  • Es wird weniger über das Handy gestreamt, dafür vermehrt über Heimgeräte (Smart TVs, Smartspeaker, Spielkonsolen) in den eigenen vier Wänden
  • Mood-Playlists werden verstärkt konsumiert
  • Anstieg bei Podcasts, Hörspielen und Radiostreaming

 

Das weniger vom Handy gestreamt wird, überrascht wenig, wenn die meisten Menschen nicht mehr arbeiten können oder höchstens von zu Hause aus arbeiten. Berufspendelei fällt momentan auch weg. Im Normalfall findet der Streaming-Peak in der Woche gegen 7 Uhr statt, das hat sich nun um einige Stunden auf 9/10 Uhr verschoben. Zudem geben die Daten der Studie preis, dass sich die Menschen knapp 10 Tage an die häusliche Isolation gewöhnen mussten. In Italien beispielsweise, ging die Deezer-Nutzung in den ersten Tagen nach dem Lockdown leicht zurück, pendelte sich nach einer Woche aber wieder ein. Diesem Muster folgen Länder wie Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

 

Mood-playlists sind beliebt!

 

Kontextbezogene Playlists wurden im März besonders häufig gestreamt, bei einigen gab es unfassbare prozentuale Anstiege. Die Nutzung der "Work From Home"-Playlist stieg um 366% an, die "Yoga & Meditation"-Playlist um 335% und die "Happy Hits"-Playlist um 53%. Die nach wie vor am meisten genutzte Playlist des "Wir bleiben zu Hause"-Themenchannels ist aber nach wie vor die "Sport & Motivation"-Playlist.

 

Podcasts, hörbücher und radio erfreuen sich ebenfalls großer beliebtheit!

 

Der Anteil der täglichen Podcast-Nutzer stieg um ganze 24% und nicht nur das, sondern auch die Hördauer konnte sich um 14% steigern. Neben Krimi- und Comedyformaten hörten die Menschen auch vermehrt coronabezogene Podcasts, beispielsweise "Das Coronavirus-Update mit Christian Drosten" vom NDR. Dass die Streams von Inhalten für Kindern nach oben gingen, überrascht auch wenig, wenn die meisten aller Kinder ebenfalls zuhause hocken und irgendwie beschäftigt werden müssen. 

 

Gegen Ende stellt die Studie zudem noch drei Thesen für die Zukunft auf:

 

1. Dass weniger übers Handy und mehr über Heimgeräte gestreamt wird, ist ein Trend, der insbesondere in den europäischen Märkten weiter zunehmen wird.

 

2. Nach einem anfänglichen Rückgang der Streams in der "Schockphase" des Lockdowns, werden die Streams wieder an Fahrt aufnehmen. Es wird aber voraussichtlich einige Zeit dauern, bis sie wieder das Vorkrisen-Niveau erreichen.

 

3. Kontextbezogene Playlists und nicht-musikalische Inhalte wie Podcasts und Hörspiele werden weiterhin boomen, da sie Nutzer*innen Abwechslung und Unterstützung im häuslichen Isolations-Alltag bieten. Themen wie Kochen, Kultur und Fitness werden hierbei noch mehr Relevanz bekommen.

 

Autor: 
jk
_self

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