Astroworld Festival: Die Tragödie

Nachdem es am 05. November 2021 in Houston 8 Tote beim Astroworld Festival gegeben hat, verklagt ein Überlebender nun Veranstalter Travis Scott und Rapper Drake. Alle Informationen zu dem tragischen Unglück haben wir für dich zusammengefasst.

Vor den Toren des NRG Park in Texas liegen hunderte Blumen und Kerzen an einer Gedenkstätte. Rund 50.000 Menschen feierten am 05. November 2021 gemeinsam den Auftakt des diesjährigen Astroworld Festivals in Houston. Ursprünglich war die Veranstaltung für zwei Tage angesetzt worden. Nach acht Todesfällen bei einer Massenpanik wurde das Festival jedoch vorzeitig abgebrochen.

 

Was ist genau passiert

Bei dem Konzert des US-amerikanischen Rappers Travis Scott hatten sich rund 50.000 Menschen vor der Bühne versammelt. 1.300 Sicherheitskräfte und Polizeibeamte sollten die Großveranstaltung an dem Abend absichern. Als die Absperrung zum VIP-Bereich von den vorderen Reihen durchbrochen wurde, hatte die Security die Situation schnell unter Kontrolle.

 

Anschließend sollen vermehrt Personen aus der Menge gekommen ein, die über Atemprobleme und Quetschverletzungen klagten, das berichtet der amerikanische Nachrichtensender ABC News. Darunter auch ein 23-jähriger Augenzeuge, der mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Er habe am Boden liegend seine Hand ausgestreckt und nach Hilfe gerufen. Anstatt ihm aufzuhelfen, seien die Menschen weiter nach vorn gedrängt und hätten ihn unter sich begraben.

 

Gegen 21:30 Uhr sei eine Massenpanik ausgebrochen, bei der zahlreiche Personen das Bewusstsein verloren hätten. Sänger und Veranstalter Travis Scott soll die Show unterbrochen haben, als ihm die erste bewusstlose Person aufgefallen sei. Weitere Hilferufe gingen anschließend unter. Wenig später habe die Menge immer wieder "Stoppt die Show!" gerufen. Innerhalb von 40 Minuten wurde die Veranstaltung abgebrochen.

 

Acht Menschen im Alter von 14 - 27 Jahren haben bei dem Vorfall ihr Leben verloren, 300 wurden verletzt und 13 weitere befinden sich derzeit noch im Krankenhaus. Travis Scott zeigte sich noch in der Nacht betroffen auf Instagram.

 

Wie geht es weiter

Die Polizei sichtet aktuell sämtliches ihr vorliegendes Videomaterial, um die Ursache für die Massenpanik zu ermitteln. Die amerikanischen Behörden berichten, dass es in der Vergangenheit bereits ähnliche Ausschreitungen beim Astroworld Festival gegeben haben soll. Travis Scott und Drake wurden jetzt von einem schwer verletzten Besucher auf über eine Million US-Dollar verklagt, das bestätigte die Anwaltskanzlei Thomas J. Henry Law. Der Vorwurf lautet: Anstiftung zum Chaos.

 

Update

Die Tickets sollen rückerstattet werden, da die Veranstaltung vorzeitig beendet worden ist, das gab Travis Scott kürzlich bekannt. Außerdem hat der Rapper angekündigt, die Beerdigungskosten der Opfer übernehmen und für psychologische Unterstützung aller Besuchenden aufkommen zu wollen. Diese soll für die Betroffenen über die Organisation "Better Help" kostenlos und virtuell möglich sein.

 

Aktuell verdichten sich die Gerüchte um eine angebliche Warnung vor der "aufgeheizten Stimmung" vor dem Konzert von Travis Scott und Drake. Demnach soll der Polizeichef Troy Finner sich vor dem Auftritt mit dem Rapper unterhalten und ihm diese Information zugetragen haben. Aufgrund der laufenden Ermittlungen wurde von einer Polizeisprecherin vorerst nicht bestätigt, dass dieses Gespräch tatsächlich stattgefunden hat.

 

Auf der Social-Media-Plattform Instagram haben sich mittlerweile sowohl die Lebensgefährtin von Scott, Kylie Jenner als auch ihre Schwester Kendall, Kim Kardashian und Rapper Drake zu Wort gemeldet. Alle betonen darauf gleichermaßen ihre Betroffenheit.

 

Laut Angaben der Rettungskräfte wurden im Zuge des Unglücks 11 Menschen mit einem Herzstillstand ins Krankenhaus eingeliefert. Allen Patient*innen wurde das Medikament Narcan verabreicht, das generell zur Behandlung einer Überdosis von Opioiden genutzt wird. Nun soll geklärt werden, inwieweit Betäubungsmittel eine Rolle bei den Vorkommnissen gespielt haben. Zudem sei der Grund für die Bewusstlosigkeit einer Sicherheitskraft nach wie vor ungeklärt. Auch dieser wurde Narcan verabreicht.

 

Autor: 
rn
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