Grammys streichen die "Urban"-Kategorie

Das Wort "Urban" wird es ab sofort bei den Grammy-Verleihungen nicht mehr geben.

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Der Begriff "Urban" wird nämlich aus dem Wortschatz der Grammy Awards verbannt. Es gab schon länger Kritik schwarzer Künstler an dem Begriff. Laut Variety reagieren die Grammy Awards auf einen offenen Brief der "Black Music Coalition". Darin wird von führenden Musikunternehmen gefordert, die Bezeichnung "Urban Music" in "Black Music" umzutauschen.

 

Der CEO der Grammys, Harvey Mason Jr., erklärte den Schritt: "Ich freue mich, unsere neuesten Änderungen bekannt zu geben, da wir stetig unseren Award-Prozess weiterentwickeln und sichergehen wollen, dass die Verleihung allumfassend ist und wir die aktuelle Situation der Musikindustrie reflektieren."

Änderungen seit Monaten geplant

Die Änderungen haben nicht direkt was mit den "Black Lives Matter"-Protesten zu tun. Laut Variety wurde über die möglichen Neuerungen bereits in den vergangenen Monaten diskutiert.

 

Viel Kritik

Auch im letzten Jahr gab es schon starke Kritik an den Kategorie-Namen. Tyler, the Creator, der einen Grammy für das beste Rap-Album gewann, äußerte sich beispielsweise so: "Ich mag das Wort 'urban' nicht - für mich ist es einfach eine politisch korrekte Art, das N-Wort zu sagen." Weiter erklärte er: "Es nervt, dass sie uns in eine Rap- oder Urban-Kategorie stecken, wann immer wir - und ich meine Typen, die aussehen wie ich - etwas machen, das Genre-beugend ist."

 

Auch Sängerin Billie Eilish stellte sich auf seine Seite. Sie verdeutlichte, dass man einen Künstler nicht wegen seiner Kleidung oder seines Aussehens in eine feste Rubrik einordnen solle. Die nächste Grammy Verleihung findet im Februar 2021 dann ohne die Kategorie "Urban" statt.

 

Autor: 
sb
_self

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