Musikpreis ECHO wird abgeschafft!

Den Musikpreis ECHO wird es zukünftig in seiner bisherigen Form so nicht mehr geben. Das hat der Bundesverband Musikindustrie, der die Preisverleihung bisher organisierte, heute bekanntgegeben.

Nach dem Skandal um antisemitische Vorwürfe eines nominierten Albums der beiden deutschen Rapper Felix Blume (Kollegah) und Farid Hamed El Abdellaoui (Farid Bang) wurde der Preis heftig kritisiert. 

 

Der Verband hat jetzt reagiert und öffentlich erklärt, dass der ECHO in seiner alten Form so nicht mehr Bestand haben wird, da sein Image heftig darunter leiden musste. Andere Musiker hatten wegen der Auszeichnung ihre Throphäe zurückgegeben.   

 

Auf der Webseite des ECHOS heißt es:

Den "ECHO" wird es nicht mehr geben. Das hat der Vorstand des Bundesverbandes Musikindustrie gestern in einer außerordentlichen Sitzung in Berlin beschlossen. Der ECHO sei viele Jahre ein großartiger Preis und zugleich zentrales Branchenevent mit vielen bewegenden Momenten und herausragenden Künstlerinnen und Künstlern gewesen. Auch steht für den Vorstand außer Frage, dass Deutschland als drittgrößter Musikmarkt der Welt zur genre- und generationsübergreifenden Auszeichnung von Künstlerinnen und Künstlern weiterhin Musikpreise mit Leuchtturm-Charakter braucht. Man wolle jedoch keinesfalls, dass dieser Musikpreis als Plattform für Antisemitismus, Frauenverachtung, Homophobie oder Gewaltverharmlosung wahrgenommen wird. Das um den diesjährigen ECHO herum Geschehene, wofür der Vorstand sich entschuldigt habe, könne zwar nicht mehr rückgängig gemacht werden, man werde aber dafür sorgen, dass sich ein solcher Fehler in Zukunft nicht wiederhole.

Die Marke ECHO sei so stark beschädigt worden, dass ein vollständiger Neuanfang notwendig sei (...) 

 

Autor: 
kvs
_self

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