Theater, Konzert und Co. trotz Corona? Diese Länder probieren's aus

Die Niederlande und Japan probieren Möglichkeiten aus, trotz Corona Konzerte zu feiern oder ins Theater zu gehen. Hier liest du, welche Tricks sich die Veranstalter*innen einfallen ließen.

Hach, eine Erinnerung an längst vergessene, feuchtfröhliche Zeiten! Kaltgetränke, laute Musik, wildes Tanzen. Oder auch: Opernklänge, feine Kleidung, schwere Theatervorhänge. In Pandemiezeiten fühlen sich diese Eindrücke an wie aus einem anderen Leben. Aber da immer mehr Wissenschaftler*innen erklären, wir müssen mit dem Virus leben, lässt sich auch die Kulturbranche tolle Dinge einfallen, um vielleicht bald wieder Zuschauer*innen zu empfangen.

 

Jetzt bitte Spaß haben für die Wissenschaft

Da wäre einmal ein Probekonzert in Amsterdam am vergangenen Sonntag (7. März 2021). 1.300 Menschen tanzten zur Musik des niederländischen Sängers André Hazes jr. Doch obwohl Zuschauer*innen von einer total ausgelasteten Stimmung berichten, war das Ganze vor allem ein hochoffizieller Test. Am Abend davor fand im gleichen Rahmen ein Dance-Event statt. Die Initiative "Fildlab-Events" sowie die Veranstaltungsbranche und Behörden wollten unter anderem herausfinden, wie man Veranstaltungen trotz Corona sicher durchführen kann. Dazu gehören Erkenntnisse darüber, wie viel Speichel beim lauten singen durch die Gegend gespuckt wird, in welchen Bereichen des Konzerts eine Maske unerlässlich ist oder wie einfach es ist, sich trotz Alkohol an die Regeln zu halten.

 

Alle Besucher*innen der beiden Veranstaltungen mussten vor Beginn natürlich einen Corona-Test machen. Feiern durfte nur, wer negativ getestet wurde. Tests wie diese werden uns in Kürze wissen lassen, ob auch wir schon bald wieder auf Konzerte und Partys dürfen. Übrigens, auch bei uns in Deutschland gab's schon solche Test-Konzerte. Zum Beispiel spielte vergangenes Jahr Tim Bendzko in Leipzig. Dabei mussten jedoch alle Zuschauer*innen sitzen bleiben und 1,5 Meter Abstand zueinander halten.

 

Theater hinter verschlossenen Türen in Japan

Der Stern berichtet von einer weiteren innovativen Idee für Kulturschaffende in Corona-Zeiten. Nämlich vom japanischen "Moonlight Mobile Theater", bei dem die Zuschauer*innen trotz Corona Theaterkunst genießen können. Dabei sitzen die Besucher*innen einzeln in kleinen Parzellen kreisrund um die Theaterbühne herum. Die Parzellen sind durch Haustüren von der Bühne getrennt. Doch jede Türe hat ein Guck-Loch oder einen Türschlitz, durch die das Publikum dann die Aufführung verfolgen kann. Echt witzig, oder? Mehr als 90 Prozent der Zuschauer*innen waren begeistert, erklärt der künstlerische Leiter des Theaters. Ein weiterer Pluspunkt: Die Zuschauer*innen haben noch tiefer in das Stück eintauchen können, so der Leiter. Einziges Manko: Nur 30 Leute können pro Aufführung dabei sein.

 

Zwar wurden aktuell große Festivals in Deutschland abgesagt oder verschoben, aber wer weiß, vielleicht bringen uns diese innovativen Ideen ja doch bald wieder in Konzerthallen oder in Theatersäle.

 

Autor: 
kp
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