Regeländerung bei den Grammys - The Weeknd bleibt bei seinem Boykott

Die Grammys möchten das massiv kritisierte "Geheim-Komitee“ abschaffen. Trotzdem boykottiert The Weeknd weiterhin die Veranstaltung.

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Die Grammy-Verleihung hat eine Regeländerung angekündigt: Sie möchten ihr "Geheim-Komitee" abschaffen. Der Sänger The Weeknd begrüßte die Entscheidung, hält aber weiterhin an seinem Boykott fest. Dies hat der Kanadier der New York Times bestätigt. "Obwohl ich meine Musik nicht mehr einreichen werde, ist es ein positiver Schritt für die Zukunft dieses geplagten Preises. Da die Grammys die Korruption jüngst eingestanden haben, wird der Künstlergemeinschaft durch einen transparenten Abstimmungsprozess jetzt hoffentlich der Respekt zu Teil, den sie verdient hat", erklärte der Sänger. Bei der letzten Preisverleihung war der Hauptkritikpunkt von The Weeknd, dass sein Hit "Blinding Lights", trotz riesigem Erfolg in den Charts, nicht nominiert wurde. Zwei Tage vor den Grammys hat er dann seinen Boykott bekanntgegeben.

 

Geheimes Komitee: Von vielen Seiten kritisiert

Bei der Grammy-Verleihung werden die Künstler*innen von den Mitglieder*innen der "Recording-Academy" nominiert. Die "Recording-Academy" ist die Organisation hinter den Grammys. Sie setzt sich zusammen aus Künstler*innen, Produzent*innen und führenden Kräften der Musikindustrie. Das Problem: Einige der begehrtesten Awards, wie zum Beispiel der "Song des Jahres" und das "Album des Jahres", werden von einem "Geheim-Komitee" bestimmt. In den letzten Jahren wurde an dem System mehrfach Kritik laut. Seit neun Jahren haben nur vier schwarze Künstler*innen den Grammy in den wichtigen Kategorien gewonnen, es gibt also eine deutliche Abweichung zu deren Erfolgen in den Charts. Dieses System wird jetzt abgeschafft. Ab sofort soll jedes der mehr als 11.000 Mitglieder*innen der Organisation eine Stimme erhalten.

 

Autor: 
ps
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