Eine Asiatische Hornisse gefangen unter einem Glas. Eine Asiatische Hornisse gefangen unter einem Glas.

Asiatische Hornisse in NRW

Jetzt gibt es Prämien für die Jagd der invasiven Art. Alle Informationen zur Asiatischen Hornisse findest du hier.

Die Asiatische Hornisse breitet sich in Nordrhein-Westfalen rasant aus – und das Land NRW reagiert jetzt mit Geldprämien, Schulungen und Zuschüssen. Ziel ist es, die invasive Hornissen-Art einzudämmen und vor allem Honigbienen besser zu schützen.

Für die Entfernung von Nestern der Asiatischen Hornisse gibt es künftig bis zu 300 Euro. Vor allem Imkerinnen und Imker sollen beim Kampf gegen die invasive Art helfen.

NRW zahlt Prämien für die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse

Das Landwirtschaftsministerium NRW hat angekündigt, die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse stärker zu fördern. Geschulte Imker können für die fachgerechte Entfernung eines Nestes zwischen 150 und 300 Euro erhalten.

Auch wer einen professionellen Schädlingsbekämpfer beauftragt, kann die Förderung nutzen.

Zusätzlich unterstützt das Land die notwendige Ausrüstung:

  • 250 Euro Zuschuss für Schutzanzüge inklusive Helm und Visier
  • 2.000 Euro Förderung für professionelle Bekämpfungsgeräte wie Absauganlagen oder spezielle Lanzen

Mit den Maßnahmen will NRW verhindern, dass sich die Asiatische Hornisse weiter unkontrolliert ausbreitet.

Warum die Asiatische Hornisse in Deutschland ein Problem ist

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) stammt ursprünglich aus Südostasien und gilt in Europa als invasive Art. In Deutschland breitet sie sich seit Jahren immer stärker aus – besonders in Nordrhein-Westfalen.

Vor allem für Honigbienen ist die Asiatische Hornisse gefährlich. Die Tiere lauern direkt vor Bienenstöcken und greifen Bienen im Flug an. Dadurch können ganze Bienenvölker geschwächt werden.

Das ist nicht nur für Imker ein Problem. Bienen spielen eine wichtige Rolle für die Bestäubung von Pflanzen und damit auch für Landwirtschaft und Natur.

Die aktuellen Zahlen zeigen, wie schnell sich die invasive Hornissen-Art verbreitet:

  • 2025 wurden in NRW mehr als 7.300 Asiatische Hornissen gemeldet
  • 2024 waren es noch knapp 1.400
Asiatische Hornisse im Flug durch die Luft.
(Foto: IMAGO / ABACAPRESS)

Asiatische Hornisse erkennen: So sieht sie aus

Viele Menschen verwechseln die Asiatische Hornisse mit der heimischen Europäischen Hornisse. Dabei gibt es deutliche Unterschiede.

Merkmale der Asiatischen Hornisse:

  • dunkler, fast schwarzer Körper
  • orangefarbener Streifen am Hinterleib
  • auffällig gelbe Beine
  • etwas kleiner als die heimische Hornisse

Die heimische Europäische Hornisse ist dagegen deutlich rötlicher und stärker gelb-schwarz gefärbt.

Wichtig: Die Europäische Hornisse steht unter Schutz und darf nicht bekämpft werden. Deshalb sollte man die Arten genau unterscheiden.

Sind Asiatische Hornissen gefährlich?

Die Asiatische Hornisse gilt grundsätzlich nicht als aggressiver als andere Wespen- oder Hornissenarten. Gefährlich kann es aber werden, wenn man sich einem Nest nähert oder die Tiere provoziert.

Vor allem die großen Sekundärnester können mehrere hundert Tiere enthalten. Deshalb raten Experten dringend davon ab, Nester selbst zu entfernen.

Wer ein Nest entdeckt, sollte die Sichtung melden und Fachleute informieren.

Asiatische Hornisse melden: Was du tun solltest

Wenn du eine Asiatische Hornisse oder ein Nest entdeckst:

  1. Abstand halten
  2. Nest nicht selbst entfernen
  3. Sichtung bei den zuständigen Behörden oder Naturschutzstellen melden

Nur so kann verhindert werden, dass sich die invasive Hornissen-Art in Deutschland noch weiter verbreitet.