Katastrophenfall in Bayern!

Das musst du jetzt wissen! Geschäfte werden geschlossen, soziale Kontakte sollen minimiert werden – Ministerpräsident Söder hat den Katastrophenfall ausgerufen.

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Wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) den Katastrophenfall für den Freistaat ausgerufen. Dieser soll nun vorerst zwei Wochen (bis zum 30. März 2020) andauern. Im Rahmen einer Pressekonferenz betonte Sönder, dass die oberste Priorität der Schutz der Bevölkerung sei. Als entscheidende Voraussetzungen hierfür soll jetzt das öffentliche Leben massiv eingeschränkt und soziale Kontakte nach Möglichkeit ausgedünnt werden.
 

Nicht nur für einzelne Landkreise sondern für den gesamten Freistaat Bayern gilt der verhängte Katastrophenfall. Vorteile bestehen, laut Söder, in den "umfangreichen Möglichkeiten für die Behörden" und "einer klaren Steuerungs-, Eingriffs- und Durchgriffsmöglichkeit".
Zur finanziellen Bewältigung der Gesamtsituation richtet der Freistaat Bayern ein Sondervermögen von bis zu zehn Milliarden Euro ein. Dieses Sondervermögen soll vor allem die Bereiche Medizin und Wirtschaft unterstützen. Außerdem werden in den nächsten Wochen Grenzkontrollen zu Österreich eingeführt. Deutsche dürfen jederzeit noch zurück nach Deutschland einreisen, der Warenliefer- und Pendlerverkehr wird aufrecht erhalten.

 

Was bedeutet das genau?

Im Zuge der abgehaltenen Pressekonferenz sprach Söder von verschärften Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Bayern. Freizeiteinrichtungen, wie Kinos, Clubs und Bars sollen in den nächsten Wochen vollständig geschlossen, Restaurants in ihren Öffnungszeiten eingeschränkt werden. Weiterhin geöffnet bleiben sollen jedoch Supermärkte, Banken, Apotheken und Tankstellen. Längere Öffnungszeiten der Lebensmittelgeschäfte sind in der Umsetzung.

Eine Ausgangssperre ist, laut Söder, derzeit noch nicht geplant. Zusätzlich wird aufgefordert, von Hamsterkäufen abzusehen und die sozialen Kontakte möglichst zu minimieren.
Veranstaltungen werden bis zum 20. April vollständig verboten, Schulen und Kitas sind geschlossen.

Ministerpräsident Söder betonte, dass kein Anlass zur Sorge bestehe, rief jedoch die Bevölkerung dazu auf, sich in den nächsten Wochen besonders verantwortlich und umsichtig zu verhalten.

 

Wie geht es mit dem öffentlichen Leben weiter?

Es gibt zunächst keine Ausgangssperre: Jeder kann das Haus verlassen, zur Arbeit gehen oder sich selbst, seine Familie und andere Menschen versorgen. Alle Tätigkeiten darüber hinaus sollten auf ihre Notwendigkeit hinterfragt werden
Schulen und Kitas bleiben bis Ende der Osterferien geschlossen.
Veranstaltungen sind nicht mehr erlaubt, außer im privaten Umfeld. Dies gilt vorerst bis zum 20. April.

 

Alltägliche Versorgung

Alle Einzelhandelsgeschäfte bleiben geschlossen.

Ausgenommen sind Geschäfte, die für die alltägliche Versorgung der Bevölkerung wichtig sind. Außerdem sollen die Ladenöffnungszeiten gelockert werden. Das bedeutet, dass die Geschäfte Montag bis Samstag bis 22 Uhr und am Sonntag zwischen 12 und 18 Uhr geöffnet haben dürfen.

 

  • Lebensmittelhandel
  • Getränkemärkte
  • Banken
  • Apotheken
  • Drogerien
  • Bau- und Gartenmärkte
  • Sanitätshäuser
  • Optiker
  • Hörgeräteakustiker
  • Post
  • Tierbedarf
  • Tankstellen
  • Reinigungen
  • Onlinehandel

 

Freizeit

Ab Dienstag werden alle Freizeiteinrichtungen geschlossen. Dazu zählen: Sauna- und Badeanstalten, Kinos, Tagungs- und Veranstaltungsräume, Clubs, Bars und Diskotheken, Spielhallen, Theater, Vereinsräume, Bordellbetriebe, Museen, Stadtführungen, Sporthallen, Sport- und Spielplätze, Fitnessstudios, Bibliotheken, Wellnessstudios, Thermen, Tanzschulen, Tierparks, Vergnügungsstätten, Fort- und Weiterbildungsstätten, Volkshochschulen, Musikschulen und Jugendhäuser.

 

Restaurants

Ab Mittwoch gilt für den Gastronomiebereich: Nur Speiselokale und Betriebskantinen bleiben geöffnet unter neuen Öffnungszeiten (von 6 bis 15 Uhr). In allen Lokalen muss ein Abstand von 1,5 Metern zwischen den Gästen gewährleistet werden. Zusätzlich dürfen maximal 30 Personen gleichzeitig in einer Lokalität sein. Nach 15 Uhr ist eine Versorgung nur noch "ToGo", per Lieferservice und im Drive-In möglich

 

Autor: 
lk
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