4 Dinge die du gegen das Artensterben tun kannst

Was du gegen das Artensterben tun kannst, verrät dir Marie diese Woche in Green Up Your Life!

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Uno-Experten schlagen Alarm: „ Die Gesundheit der Ökosysteme verschlechtert sich schneller als je zuvor“. Im Moment sind eine Millionen Arten vom Aussterben bedroht. Es wird davon ausgegangen, dass allein ein Drittel der Amphibien davon betroffen sind. Bundesumweltministerin Svenja Schulze trifft es ganz gut wenn sie sagt: "Die Menschheit sägt an dem Ast, auf dem sie sitzt. Die Natur ist in einem immer schlechteren Zustand. Die Menschen sind dabei, ihre eigenen Lebensgrundlagen zu zerstören.“ Ich weiß, es ist so deprimierend, dass man am liebsten wegklicken und sich stattdessen mit lustigen Memes auf 9 Gag beschäftigen möchte. Aber es gibt etwas was jeder Einzelne von uns tun kann, um das Massensterben aufzuhalten. Und wenn jeder ein paar seiner Gewohnheiten ändert, können wir einiges bewirken.

 

1. Weniger Fleisch essen

Als wichtigsten Faktor des Artensterbens benennt ein Bericht des Weltbiodiversitätsrats die Auswirkungen durch die Landwirtschaft. Mehr als ein Drittel der Landflächen der Welt,werden aktuell für die Landwirtschaft  genutzt.  Das ist ein Problem, denn dadurch wird der  Lebensraum für wilde Tier- und Pflanzenarten stark eingeschränkt.
Wusstest du, dass die meisten Fläche für die Viehzucht verloren geht?  83 Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen werden für die Herstellung von Fleisch- und Milchprodukten genutzt.
In meiner zweiten Heimat  Südamerika oder in Asien wird täglich Regenwald gerodet, um Platz für Soja-Plantagen zu schaffen. Wer weniger Fleisch oder Milchprodukte isst, trägt quasi dazu bei, Flächen „einzusparen“. Und die pflanzliche Ernährung braucht nicht nur weniger landwirtschaftliche Fläche, sondern setzt auch insgesamt weniger Treibhausgase frei. Ich selbst bin keine Vegetarierin, aber ich kaufe schon lange keine Wurst mehr. Es gibt so viele leckere Frühstücksalternativen. Und auch mein Fleischkonsum ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Zuhause bereiten wir quasi kein Fleisch mehr zu, aber wir essen es noch, wenn wir bei Freunden zu Besuch sind, oder essen gehen. Ich bin quasi ein Flexitarier. Wenn es dir auch schwer fällt auf Fleisch zu verzichten, kann ich dir auf jeden Fall empfehlen, langsam auf „Entzug“ zu gehen ;)

 

 

 

2. Bio kaufen

Kennt ihr das  legendäre Zitat von Nadine  aus Frauentausch?

Ich weiß, dass es schwer fällt, sich im Supermarkt für die teureren Bioprodukte zu entscheiden. Fakt ist aber, dass Pestizide für viele Pflanzen, Insekten und Kleintiere giftig sind. Weil das Insektensterben immer schlimmer wird, sprechen Experten schon von einem „ökologischen Armageddon“. Denn wenn die Insekten verschwinden, wird eine Kettenreaktion ausgelöst, die auch andere Tierarten betrifft. Vor allem solche, die Insekten fressen.
Bio-Lebensmittel werden auf dem Acker nicht mit synthetischen Pestiziden und Düngern behandelt. Außerdem bieten viele Bio-Höfe einen vielfältigeren Lebensraum für Insekten, als große konventionelle Betriebe. 

 

 

3. Auf Palmöl verzichten

Regenwald wird nicht nur für Soja-Plantagen vernichtet, sondern im großen Stil vor allem für Palmöl. Denn Palmöl ist das meist verbreitete Pflanzenöl und ist in fast jedem Produkt aus dem Supermarkt zu finden. In Lebensmittel, Waschmittel, Fertigprodukten, Kosmetika und vielen anderen Produkten. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach dem Öl. Um Platz für Palmöl-Plantagen zu schaffen, roden Firmen im asiatisch-pazifischen Raum hektarweise Regenwald. Dadurch werden Massenweise Tierarten ausgerottet. Dieser Anti-Palmöl  Werbespot von Greenpeace durfte damals nicht im TV ausgestrahlt werden, aber dafür ging er online viral.

Wer das nicht unterstützten will, kann versuchen, auf besseres Palmöl zu achten , oder es ganz vermeiden. Allein wenn man auf Fertigprodukte verzichtet, ist ein guter Anfang gemacht. Wenn du selbst kochst oder Bio-Kosmetik verwendest, hast du selbst in der Hand was du konsumierdt und welche Inhaltsstoffe drinstecken.

 

4. Konsum überdenken

Laut dem Bericht des Weltbiodiversitätsrats werden jedes Jahr 300 bis 400 Millionen Tonnen Schwermetalle, Lösemittel und giftiger Abwasserschlamm in Gewässer gekippt. Dazu kommt die Verschmutzung durch Plastik und Düngemittel. Natürlich ist Politik und Industrie in der Verantwortung zu handeln. Aber letztendlich produziert die Industrie für uns und zwar in unglaublichen  Mengen, die nicht nötig wären. Wusstest du, dass Amazon massenhaft zurückgesendete Ware vernichtet, weil der Onlinehändler mit der Flut an Rücksendungen nicht klar kommt? Um die Umwelt und damit die Artenvielfalt zu schützen, müssen wir die Konsumspirale durchbrechen und von allem weniger kaufen.  Drei englische Schlagwörter helfen mir dabei  im Alltag meinen Konsum zu überdenken. Reduce – Reuse – Recycle. Frei übersetzt heißt das reduzieren, wiederverwenden und  wiederverwerten.

 

 
 

 

Autor: 
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