Bayern schließt alle Schulen und Kitas

Ab Montag (16.3.2020) werden in Bayern alle Bildungseinrichtungen geschlossen.

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Bayern macht die Schulen, Kindergärten und Kitas dicht!


Wegen der aktuellen Corona-Krise werden ab Montag im Freistaat alle Schulen dicht gemacht! Bis zum Ende der Osterferien am 20. April werden alle Kindergärten, Schulen und Kitas geschlossen.
Kultusminister Michael Piazolo betonte, dass es sich bei den Schließungen nicht um vorgezogene Ferien handele - schulpflichtige Kinder müssen den Stoff also zuhause lernen. Wie das Ganze konkret umgesetzt werden soll, ist noch nicht vollständig klar. Bisher ist die Rede von digitalen Medien und vom Freistaat zur Verfügung gestellte Unterrichtsmaterialien und Hausaufgaben.


Ein Betreuungsplan für Kinder mit Eltern in "systemkritischen Berufen" wurde bereits vorgestellt. Demnach sollen alleinerziehende Eltern, die in medizinischen Berufen oder als Polizist*in tätig sind, eine Kinderbetreuung zur Verfügung gestellt bekommen - das gleiche gilt für Familien, in denen beide Elternteile in diesen Berufsgruppen arbeiten. Bei Familien mit einem Elternteil in einem entsprechenden Beruf, soll sich der jeweils andere für die Kinderbetreuung verantwortlich sein. Der vorgestellte Betreuungsplan gilt für Schüler*innen der Klassenstufen eins bis sechs. Eltern werden dazu aufgerufen, ins Homeoffice zu gehen, ihre angesparten Überstunden abzubauen oder Urlaubstage zu nutzen.

 

Notfallbetreuung an Nürnberger Schulen, Kitas, Kindergärten und Horten

Eine Notbetreuung findet während der üblichen Öffnungszeiten statt. Das gab die Stadt Nürnberg in einer Pressemitteilung bekannt. Die Betreuung gilt demnach nur für Kinder, deren beide Elternteile oder bei Alleinerziehnden, in Bereichen der "der kritischen Infrastruktur tätig sind". Das sind Menschen, die in der Gesundheitsversorgung, bei der Polizei, der Feuerwehr, dem Rettungsdienst oder beim Katastrophenschutz arbeiten. Außerdem sind es auch Mitarbeiter*Innen bei Betrieben wie Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.


Die Handhabung der Schulprüfungen, wie dem Abitur, sind laut Piazolo aktuell noch in Planung. Der Kultusminister versicherte jedoch, dass den Schülern keine Nachteile entstehen sollen. Eine gegenseitige Anerkennung unter den einzelnen Bundesländern soll definitiv gewährleistet werden.
 

Lernen zuhause

In der BR Mediathek können während der Schulausfällen ab dem 16. März Schüler*Innen Lerninhalte von Zuhause aus abrufen. Auf dem Infoportal www.mebis.bayern.de werden zudem weitere Inhalte bereitgestellt. "Die Programmierung stellt sicher, dass für jede Jahrgangsstufe in Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und anderen weiterführenden Schularten zumindest einmal täglich jede Fächergruppe (MINT, Geisteswissenschaften, Sprachen) berücksichtigt wird."

 

Besuchszeiten in Altenheimen werden begrenzt!

Außerdem werden Besuche in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern eingeschränkt. Staatsministerin Melanie Huml rief iauf einer Pressekonferenz dazu auf, besonders auf alte, bereits geschwächte und behinderte Menschen Rücksicht zu nehmen. Ein vollständiges Verbot der Besuchszeiten ist bisher nicht vorgesehen, jedoch sollen Besuche nur noch in Ausnahmesituationen erlaubt werden. Auch Zeiten und die Anzahl der Besucher sollen massiv eingeschränkt werden.
Zusätzlich wurde die Maximalanzahl von 1.000 Besuchern bei öffentlichen Veranstaltungen auf 100 reduziert. Events mit mehr als 100 Teilnehmern sollen also nicht mehr stattfinden. Verboten sind sie aber aktuell noch nicht.

 

Sollte es bei den Kommunalwahlen zu Stichwahlen kommen, sollen automatisch Briefwahlunterlagen verschickt werden.

 

Einige Firmen setzten vermehrt auf Home-Office, damit die Eltern ihre Kinder zuhause betreuen können.

 

Auch die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat alle Veranstaltungen abgesagt. Prüfungen finden statt, wenn sie nicht verschoben werden können und es in den Räumen die Möglichkeit gibt, dass zwischen den Studierenden mindestens zwei Meter Platz ist.

 

Autor: 
kmk
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