Fill The Bottle Challenge

Zigarettenstummel Social Media Challenge erobert die Welt

FILL THE BOTTLE CHALLENGE

Das nenne ich mal eine sinnige Social Media Challenge: Unter dem Hashtag #fillthebottle sammeln gerade ganz viele Menschen Zigarettenstummel. Die sehen nicht nur doof aus wenn sie überall rumliegen, Zigarettenabfall ist auch pures Gift für unsere Umwelt.

Gestartet hat diese Challenge der Franzose Jason Prince, der auf Twitter ein Bild von einer Literflasche, voll mit Zigarettenstummel, geteilt hat.

 

Er wollte nur eine Runde spazieren gehen, hatte eine leere Wasserflasche dabei und fing an, alle Zigarettenstummel, die er sah, aufzusammeln und in die Flasche zu stecken. Nach 20 Minuten war sie voll. Geschockt von diesem Ergebnis postet er das Bild.

 

Wusstet ihr, dass weggeschnippte Zigarettenkippen das häufigste Abfallprodukt sind und gleichzeitig heftigster Sondermüll ist?


Weltweit werden laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 5,6 Billionen Zigaretten pro Jahr gequalmt! Über die Hälfte der gerauchten Zigaretten werden auf den Boden geschmissen, und das sieht nicht nur Scheisse aus, das Problem sind die in Zigarettenresten enthaltenen Gifte.

 

 

 

 

Eine Zigarette ist in fünf Minuten geraucht, aber sie belastet die Umwelt noch jahrelang. In Stummeln findet man unter anderem Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol und natürlich Nikotin. Nikotin ist ein Nervengift. Und immer wenn es regnet, sickern diese Stoffe mit dem Regenwasser in den Boden, in die Kanalisation und landen auch in Seen, in Flüssen und im Meer. Laut Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) vergiftet schon ein einziger weggeworfener Zigarettenstummel schätzungsweise 40 Liter Grundwasser.
Wissenschaftler in den USA haben gezeigt, dass eine Zigarette, aufgelöst in einem Liter Wasser, Fische nach nur vier Tagen tötet. Vielen Rauchern ist das gar nicht bewusst.

 

Ansatz 1: Jeder Raucher ändert sein Wegwerfverhalten (oder gibt das Rauchen gleich ganz auf). Ansatz 2: Die Tabakindustrie kommt für die Entsorgung der Kippen auf – ähnlich wie Batteriehersteller. Für diese Maßnahme setzen sich Experten der WHO ein.


Die Folgen sind vielfach wissenschaftlich beschrieben. Die Auswirkungen auf Wasserlebewesen reichen von Genveränderungen und Verhaltensänderungen bis hin zum Tod.  In den Fischen können sich manche Gifte sogar ansammeln und kommen so in die Nahrungskette.

 

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Autor: 
kmk
_self

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