Nachhaltig grillen

Grillen ist eine der Lieblingsbeschäftigungen der Deutschen. Doch oft tragen wir dabei zur Abholzung des Regenwaldes bei. Marie verrät dir, wie deine Grillparty nachhaltig wird.

Grillkohle

Laut Statista grillen 97% der Deutschen gerne, davon sogar 38% im Winter. Die Hauptgründe sind der Geschmack von geröstetem Gemüse oder Fleisch, die Möglichkeit draußen zu sein oder mit Freunden gemeinsam Essen zuzubereiten. Grillen hat also viele Vorteile aber zählt bei dir Nachhaltigkeit schon dazu? Neben der Herkunft deines Fleisches und der Erzeugung von möglichst wenig Müll solltest du besonders auf Grillkohle achten. Denn bei so vielen Grillfans ist der Verbrauch an Kohle hoch.

 

Täuschende Aufschriften
Beim Verkauf werben die Anbieter mit Kohle aus Holzresten aus Deutschland, doch darauf ist nicht immer verlass. Mehrere Tests von WWF, Stiftung Warentest und dem Statistischen Bundesamt fanden Tropenholz in den Beuteln. Die Aufschrift hergestellt in Deutschland bedeutet nämlich lediglich, dass die Kohle bei uns verarbeitet, mit Holzabfällen gestreckt und verpackt wurde. Woher das Holz dann tatsächlich kommt Erfahren wird nicht. Trotzdem musst du nicht auf das Grillen verzichten um den Regenwald zu schützen.

Worauf du achten solltest

Es gibt einige Indikatoren, um die Herkunft der Grillkohle nachzuvollziehen. Nach Empfehlung des Bund Naturschutz, des WWF und NABU solltest du auf das Naturland-Siegel oder das Forest Stewardship Council achten. Diese Siegel garantieren Rohstoffe aus ökologisch verträglicher Holzwirtschaft. Beim Prüfzeichen DIN EN 1860-2 weißt du darüber hinaus auch noch, dass kein Pech, Erdöl oder Kunststoff enthalten ist.

Alternativen zur Holzkohle

Möchtest du besonders Nachhaltig sein, gibt es auch Alternativen zur Holzkohle:

  • Olivenkerne
  • Weinreben
  • Kokosnussschalen
  • Maisspindel

Diese vier sind alle landwirtschaftliche Abfallprodukte, haben aber jeweils andere Grilleigenschaften.

Sieh dir also vor dem nächsten Grillen, deine Holzkohle einfach mal genauer an. Dann macht die Grillparty nicht nur dir, sondern auch der Umwelt Spaß.

 

Autor: 
jb/sb
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