Was wir von spießigen Pfadfindern für das nächste Festival lernen können

Nachhaltig und mit wenig Müll auf dem Festival? Marie zeigt dir bei Green up your life wie!

 

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Ich liiiebe, liebe, liebe Festivals. Das Zelten auf dem Festivalgelände mag für einige vielleicht notwendiges Übel sein, für mich gehört es als alte Pfadfinderin (ich weiß, don‘t judge me) zu den absoluten Highlights. Ich weiß aber noch ganz genau, wie geschockt ich nach meinem ersten Festival, über die die liegengelassenen Sofas, die zerstörten Zelte und die Berge von Müll war, die von den Besuchern achtlos zurückgelassen wurden. Dieses Jahr mussten nach Rock im Park wieder um die 300 Tonnen Müll aufgesammelt und entsorg.. Nennt mich spießig, aber ich glaube, dass man mindestens ein genauso geiles Festivalwochenende haben kann, wenn man seinen ganzen Scheiß wieder mitnimmt oder selbst entsorgt.

Ich habe einen Kumpel von mir mal gefragt, der selbst Festivals organisiert wieviel Tonnen Müll nach einem Festival so anfallen und war echt schockiert.
Das hat wirklich nichts mit dem „Heile-Welt-Zelten“ zu tun, dass ich ich noch aus meiner Jugend kenne. Vielleicht können wir uns aber alle ein paar Tricks von den spießigen Pfadfindern abschauen und damit die Festivalwelt ein klein wenig besser machen ;) Here we go:

 

 

Trinkflasche zum Nachfüllen

Auf vielen Festivals ist Glas verboten. Es geht leicht kaputt, überall sind Scherben und die Verletzungsgefahr ist gerade im Sommer, wenn alle Barfuß unterwegs sind, sehr hoch. Mit Metallflaschen, hast du dieses Problem nicht mehr.

 

Wasser schleppen? Muss nicht sein

Ein Großteil der Leute nimmt Wasser in Plastikflaschen aus dem Supermarkt mit, dabei kann es so viel einfacher sein. Ein Kanister, den du von zuhause mitbringst, kannst du immer wieder an der Wasserstation auffüllen. Und im Gegensatz zu Flaschenwasser, kommt das Frischwasser in der Regel kalt aus dem Wasserhahn. Du musst es dann zwar von der Wasserstelle zum Camp schaffen, aber so ein bisschen Krafttraining hat noch keinem geschadet. Oder du findest jemanden, der dir hilft.

 

Pfand wieder mitnehmen.

Klar, es ist nervig, wenn man einen ganzen Sack mit leerem Pfand am Ende des Festivals wieder in sein Auto packen oder das Ganze im Zug transportieren muss, aber es ist bares Geld, das du auf dem Festivalgelände lässt. Im besten Fall hast du mit dem Pfandgeld schon eine Anzahlung fürs nächste Festival. Auf den größeren Festivals gibt es auch oft einen Automaten, wo du dein Pfand direkt vor Ort zurückgeben kannst.

 

Eine hochwertige Regenjacke kaufen

Regenponchos sind praktisch. Sie sind sehr klein verpackt und kosten nicht viel Geld. Aber nach einmaligem Anziehen bekommt man sie meistens schon nicht mehr so klein gefaltet und sie landen im nächsten Mülleimer. Nimm etwas Geld in die Hand und leg dir eine hochwertige Regenjacke zu. Sie hält nicht nur länger und du sparst Müll, sondern wenn du sie bei einem nachhaltigen Unternehmen kaufst, unterstützt du diese Art der Kleiderherstellung.

Geschirr von Zuhause

Plastikgeschirr und -besteck ist das Schlechteste, was du der Umwelt antun kannst. Einmal benutzt und es landet im Müll. Die EU hat ab 2020 Plastikbesteck sogar verboten. Nimm doch einfach Geschirr mit, das du Zuhause hast. Ob aus Emaillie oder Hartplastik, Hauptsache, du nutzt, was du schon hast und was du mehrmals verwenden kannst.

Mitfahrgelegenheit

Schon bei deiner Anreise kannst du nachhaltig sein. Tu dich mit Leuten zusammen, die auch auf dasselbe Festival fahren und bildet eine Fahrgemeinschaft. Du sparst nicht nur Sprit und Geld, sondern lernst noch neue Leute kennen. Wenn du mit dem Zug unterwegs bist, kann man sich auch mit anderen zusammentun und sich die Ticketkosten teilen.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Kauf dir ein hochwertiges Zelt oder leih dir eines

Festivalsonntag. Der Platz gleicht einer ausgestorbenen Stadt nach der Zombieapokalypse. Überall liegt Müll und leere Zelte, kaputte Pavillons und leere Dosen. Dieser Zustand ist bei vielen Festivals leider Realität. Das Zelt wird gekauft, aufgebaut und dann stehen gelassen, obwohl es voll funktionstüchtig ist. Kauf dir deswegen ein hochwertiges Zelt oder leih dir eines von Freunden. Und das Wichtigste: nimm es am Ende wieder mit. Es gibt wirklich so tolle Zeltvarianten. Die Pfadis schwören auf Sahara Zelte und Jurten.

 

Nimm kein Stromaggregat mit

Diese Teile sind nicht nur laut, sondern schaden auch der Umwelt. Auf einigen Festivals sind sie auch nicht erlaubt. Um dein Smartphone zu laden, kannst du auch eine Powerbank (am besten mit Solar) mitnehmen oder es an einer Ladestation vor Ort anschließen.

 

Nachhaltig Grillen

Was Warmes muss in den Magen und da steht bei vielen Grillen hoch im Kurs. Viele nehmen Einweggrills mit aufs Festival. Die verursachen aber sehr viel Müll, können nur einmal verwendet werden und man bekommt sie selten beim ersten Mal an. Besorg dir doch einen kleinen mobilen Grill, den kannst du nicht nur am Festival, sondern auch zum Grillen im Park mitnehmen.

 

 

Hol dir dein Müllpfand zurück

Müll auf dem Festival lässt sich leider nie komplett vermeiden. Falls dein Müllbeutel nicht ganz voll wird, sammel einfach den in der Nähe ein. So hast du zwar mehr Arbeit, aber das Festivalgelände wird mit deiner Hilfe etwas aufgeräumter hinterlassen. Außerdem hast du dein Müllpfand ja bezahlt und mit dem Zurückgeben ist die Festivalkasse fürs nächste Jahr gleich ein bisschen voller.

 

Es gibt was auf die Ohren

Klar, direkt vor der Bühne wird es auch mal lauter. Da ist Gehörschutz unverzichtbar. Du solltest darüber nachdenken, dir einen Gehörschutz zuzulegen, den du mehrfach verwenden kannst.

 

Witzige Verkleidungen leihen oder Second Hand kaufen

Nicht erst seit dem Coachella Festival ist es angesagt, sich auf Festivals möglichst schrill zu kleiden. Meisten hängt das Outfit aber den Rest des Jahres als Staubfänger im Kleiderschrank. Leih dir doch deine Outfits oder kauf sie Second Hand. Das schont Umwelt und Geldbeutel.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Zoë (@zoeliciousss) am

 

 

Nimm deinen eigenen Becher mit

Auf Festivals werden die meisten Getränke leider in leichten Plastikbechern ausgeschenkt, die leicht brechen und meistens nur einmal verwendet werden. Nimm deinen eigenen Becher aus Hartplastik oder Edelstahl mit. Damit du optimal vorbereitet bist, frag vorher beim Veranstalter

nach, ob dein Becher befüllt werden kann. Schöner Nebeneffekt, dir geht das Geld für den Pfand nicht flöten, weil du kein Bock hast dich nach dem letzten Konzert für nur einen Becher anzustellen um das Pfand wieder zu bekommen.

Lebensmittel

Wir hoffen mal auf perfektes Wetter bei deinem Festival. Hitze ist aber nicht immer der beste Freund von Lebensmittel. Gerade Süßigkeiten vergehen schnell in der Sonne und auch Gemüse kann schneller welk werden. Es gibt gerade bei größeren Festivals die Möglichkeit vor Ort einzukaufen, so dass du nicht zu viel Essen kaufst. Auch da kannst du darauf achten möglichst plastikfrei zu shoppen.

Fällt dir noch etwas ein, was wir vergessen haben? Dann schreib mir gerne an marie@energy.de. Du interessierst dich für andere nachhaltige Themen? Dann schau mal bei Green Up Your Life vorbei.

 

 

Autor: 
lk
_self

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