Der E-Scooter Check!

Alkoholgrenzwerte wie beim Fahrrad? Von wegen!

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Der Hype um die Tretroller mit Elektroantrieb greift auch so langsam auf den Freistaat über. Wir haben für dich alle Infos, die du wissen musst. 


   


 

 

Regeln

 

  • Wo darfst du fahren?

Mit den E-Rollern darfst du überall fahren, wo Fahrräder auch fahren dürfen, d.h. Radwege, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen. Fehlen solche extra Begrenzungen, dann musst du auf die normale Fahrbahn ausweichen, da Gehwege und Fußgängerzonen für dich tabu sind. Haben bestimmte Straßen-oder Wegabschnitte das Zusatzzeichen "E-Scooter frei", dann brauchst du dir keine Gedanken über die Wegart machen.

 

  • Gibt es bestimmte Voraussetzungen?

Man muss mindestens 14 Jahre alt sein, aber ein Führerschein ist nicht Pflicht. Ein Helm musst du auch nicht tragen. Auf den E-Scootern darf immer nur eine Person fahren und eine Haftpflichtversicherung ist zwingend vorgeschrieben. Falls du dir deinen eigenen E-Roller gekauft hast, dann muss eine Versicherungsplakette mit drauf. Mietest du dir einen E-Roller, dann folgst du einfach den Anweisungen der jeweiligen App oder informierst dich online beim Anbieter deiner Stadt.

 

Strafen

 

  • Betrunkenes Fahren:

Auch für die bis zu 20 km/h schnellen Verkehrsmittel gibt es einzuhaltende Promillegrenzen. Die Alkoholgrenzwerte sind die gleichen wie bei Autofahrern. Eine Ordnungswidrigkeit liegt vor, wenn man mit 0,5 bis 1,09 Promille erwischt wird. In der Regel beträgt die Strafe 500 €, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Wer ab 1,1 Promille angehalten wird, begeht eine Straftat, die individuell geahndet wird. Fahrer unter 21 Jahren und Autofahrer, die sich noch in der Probezeit befinden, müssen 0,0 Promille bei einer Kontrolle vorweisen.

 

  • weitere Bußgelder:

- Bei Rot über die Ampel fahren = 60 bis 180 €

- Fahren auf dem Gehweg = 15 bis 30 €

- Fahren auf der Autobahn = 20 €

- Fahren ohne Versicherungsplakette = 40 €

- Fahren mit E-Roller ohne Betriebserlaubnis = 70 €

- Nebeneinander fahren = 15 bis 30 €

 


 

 

Sachsen wartet noch ab

 

Mehr als ein Monat ist nach der Zulassung der E-Scooter schon vergangen, aber so richtig haben sie den Verkehr von Sachsens Städten noch nicht eingenommen. Während vom deutschen Verkehrssicherheitsrat und ADAC in Großstädten wie Berlin, Frankfurt und München mehr Aufklärung, aufgrund von schweren Unfällen, gefordert wird, verhandelt z.B. Leipzig noch mit  verschiedenen Anbietern.

Dresden will noch Ende des Monats mit den E-Rollern an den Start gehen und plant dafür "rote Zonen" um den Altmarkt, Neumarkt, Fürstenzug, Theaterplatz, Palaisplatz und den Goldenen Reiter. Dort soll es keine Abstellplätze für E-Scooter geben, sonst kommt es zu extra Gebühren für die Nutzer. 

Chemnitz nimmt eine Beobachterposition ein und möchte zunächst die Entwicklung verfolgen. 

 

 

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Der Friedhof der E-Roller

 

Man darf nur hoffen das der Trend nicht auch nach Deutschland überschwappt. In Marseille gibt es die umweltfreundlichen Roller schon seit über einem Jahr, allerdings ist die Entsorgung im Hafenbecken alles andere als umweltfreundlich. Gerade Jugendliche sollen mit dem Versenken von E-Scootern eine Art Trend entwickelt haben. Die Batterien verseuchen das Wasser und die Anbieter kümmern sich noch nicht um das Problem. Zumindest können die Roller jetzt nicht mehr direkt am Meer nach Mietende abgestellt werden. Taucher finden trotzdem immer wieder neue.


 

Autor: 
M.Czura
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