Sächsich für Anfänger

So schnackst du auch als Neuling wie ein Profi

Du hast dir deine neue Wahlheimat Sachsen ausgesucht aber du weißt wirklich nicht, was die ganzen Leute um dich herum manchmal so erzählen? Wir haben für dich eine kleine „säggsische“  Wörtersammlung auf die Beine gestellt.

 

Zuallererst musst du aber wissen:

 Der Sachse spricht alles weich aus, zum Beispiel bei „Gordoffl“ (Kartoffel). Endungen wie, „el“ oder „en“ werden konsequent verschluckt und zum Schluss bleiben nur noch „l“ oder „n“. Dazu wandelt man oft Mitlaute wie „A“ und „I“ in ein „O“ um. Außerdem zieht der Sachse gerne Wörter zusammen. Da wird aus „Haben Sie“ - „Hammse“ und

„Habe ich“ mutiert zu „Habbsch“.

 

An deiner Mimik muss dabei auch gearbeitet werden: Schieb einfach deinen Unterkiefer vor und betone Mitlaute etwas stärker – so machste das risch!

 

Jetzt kennst du ungefähr schon mal die Grundlagen. Trotzdem gibt es einzelne Wörter und Redewendungen, die für einen Normalsterblichen Nicht-Sachse oft unverständlich sind:

 

Hitsche – kleiner Hocker

Schmiesche – Zollstock

Wanstrammeln – Bauchschmerzen

Käpsch – wählerisch (oft im Zusammenhang mit Essen)

Mudschekiebchn – Marienkäfer

Muschibubuh – romantische Stimmung

Rummährn – langsam sein

Diggschn – trotzig sein/ schmollen

Griebl – Schimpfwort

Bibbus – kleines hervorstehendes Teil

Schrutz – sinnloser Kram

 

Redewendungen:

Zered mors ne –  „Lass uns nicht mehr davon reden.“

Orschweerbleede – „Ich raste gleich aus.“

Mach de Oochen off – „Mach deine Augen auf.“

Euja – doch / Euja? – wirklich?

 

Merk dir noch zum Schluss:

"Säggsch is ne nur de scheenste Sprache off dor Weld, sondern och ne Lebensphillosofi."

 
 

 

 

 

 

Autor: 
L.Ulbricht
_blank

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

MEHR NEWS