#Veganuary

Ohne Tierleid durch den Januar

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Der Januar ist Schon in der zweiten Woche, aber es lohnt sich noch einzusteigen!

Hier findest du alles, was du rund um den Veganuary wissen musst und die wichtigstens Gründe, warum du dich vegan ernähren solltest

Das steckt hinter dem Veganuary

Matthew Glover und Jane Land gründeten 2014 die internationale Veganuary-Kampagne. Als gemeinnützige Organisation setzen sie sich mit ihrem Team dafür ein, Menschen für eine rein pflanzliche Ernährung zu gewinnen und Unternehmen zu überzeugen, mehr vegane Produkte auf den Markt zu bringen. Auf Ihrer Website veröffentlichen sie seitdem regelmäßig Tipps und Rezepte für den perfekten Start in die vegane Ernährung.

In Großbritannien gestartet hat die Organisation dazu beigetragen, die Zahl der vegan lebenden Menschen zu vervierfachen. Zumindest ein Drittel der Bevölkerung hat zumindest ihren Fleischkonsum reduziert oder lebt vegetarisch. Danach war das Ziel den veganen Monat global zu verbreiten. Die Kampagne fand schnell Anklang, wodurch in den letzten Jahren die USA, Deutschland, Chile und seit 2021 Argentinien und Brasilien mitmachten. Seitdem arbeiten sie mit anderen Organisationen auf der ganzen Welt zusammen, um die Veganuary-Kampagne auch in anderen Sprachen und kulturellen Kontexten verbreiten zu können.

In Deutschland startete der Veganuary nun zum dritten Mal und verzeichnet eine Rekordteilnahme des deutschen Einzelhandels, von Herstellern und Gastronomen. Mehr als 200 Unternehmen beteiligen sich mittlerweile an der Kampagne, die Menschen motivieren soll, sich einen Monat lang zu ernähren. 

 

Drei Gründe, dich für eine vegane Ernährung zu entscheiden

 

1 Tierleid

Durch Medienarbeit und kreative Kampagnen versucht das Team von „Veganuary“ auf das Leiden von Tieren in landwirtschaftlichen Betrieben und Schlachthöfen aufmerksam zu machen. Dafür arbeiten sie eng mit prominenten Botschafter*innen wie Alec Baldwin, Paul McCartney, Anne Menden oder Kaya Yanar zusammen, die mit der Kampagne eine breitere Masse erreichen können.

Immerhin sterben durch den Fleischkonsum jährlich mehrere Milliarden Tiere und haben ein qualvolles Leben. Früher wurde für den täglichen Bedarf eine Kuh über mehrere Jahre gehalten und gehörte im Prinzip zur Familie. Wurde sie doch geschlachtet, war das mit viel Trauer verbunden. Heute werden die meisten Nutztiere durch den vermehrten Konsum eng in Massen gehalten und im Jugendalter getötet.

Auch zur Gewinnung von Milch und Eiern leben die Tiere unter erschreckenden Missständen. Um Milch zu geben, müssen Kühe mindestens jedes Jahr ein Kälbchen bekommen. Schon ein paar Tage nach der Geburt wird das Kalb von der Mutter getrennt, weil die Milch der Kuh vorrangig für den Menschen bestimmt ist. Für die Mutter sind die ständigen Geburten eine extreme körperliche Belastung und verkürzen ihr Leben noch mehr.

Hühner wiederum werden extra als Legehennen gezüchtete und oft in Legebatterien gehalten, um möglichst viele Eier zu produzieren.

Auch viele Kosmetikprodukte sind von dieser Debatte nicht ausgeschlossen, weil sie mit tierischen Inhaltsstoffen oder durch Tierversuche hergestellt wurden.

Vorsicht! Hinter vielen veganen Lebensmitteln versteckt sich ungeahntes Tierleid! Dazu gehört glänzendes Schalenobst wie Äpfel, Birnen oder Pfirsiche, die nur durch die Verwendung von Bienenwachs, Schellack (Läusekot) und Garnelenschalen ihren Glanz erhalten.

 

 

2 Gesundheit

Zu den Vorteilen für die körperliche Gesundheit gehören zum einen die Vermeidung gesundheitlicher Risiken. Dazu zählen Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Krankheiten, durch einen zu hohen Cholesterinwert, Diabetes, Darmkrebs, Schlaganfälle, niedrigeren Blutdruck oder Gicht. Eine vegane Ernährung kann ebenfalls zur Therapie dieser Krankheiten beitragen.

Zum anderen liegen Menschen die sich vegan oder vegetarisch ernähren meistens näher an den Referenzwerten für die Zufuhrmengen von Protein, Kohlenhydraten und Fett.

Trotzdem müssen mögliche Nachteile beachtet werden, die dringend vor dem Beginn einer veganen oder vegetarischen Ernährung mit dem Hausarzt abgeklärt werden sollten.  Ganz wichtig ist es, regelmäßig einen Bluttest durchführen zu lassen, denn es besteht bei einer zu einseitigen Ernährung die Gefahr einer Nährstoffunterversorgung. Dazu gehören besonders Vitamin D, essentielle Fettsäuren, Calcium, Vitamin B12 und Eisen. Eine rein pflanzliche Ernährung ist für Menschen mit erhöhtem Nährstoffbedarf, wie in der Kindheit, Schwangerschaft oder der Stillzeit also nur unter Aufsicht eines Arztes zu empfehlen. Das heißt aber nicht, dass In diesen Zeiten eine vegane Ernährung unmöglich ist. Wenn ein Nährstoffmangel vorliegt, hast du die Möglichkeit verstärkt Produkte zu dir zu nehmen, die diese Vitamine enthalten oder mit deinem Arzt über mögliche Nahrungsergänzungsmittel zu sprechen. Vitamin D findest du zum Beispiel in einigen Speisepilzen. Die Fettsäuren Omega-6 und- 3 sind besonders in Avocados, Spinat, Linsen oder Leinsamen. Calcium findest du vor allem in Brokkoli, Grünkohl, Rucola, Feldsalat, Nüssen, Tofu, Hülsenfrüchten und vielem mehr. Avocado, Hülsenfrüchte und Spinat kannst du ebenfalls als guten Eisenlieferanten verwenden. Deine Eisenaufnahme unterstützt du, indem du während des Essens etwas Vitamin C wie Orangensaft zu dir nimmst. Bei Vitamin B12 sieht es etwas schwieriger aus, weil es kaum in pflanzlichen Produkten zu finden ist. Zu den wenigen Produkten gehören fermentierte Soja-Produkte, Knollen-und Wurzelgemüse, Shiitake-Pilze oder Spirulina, wobei der Anteil des Vitamins nur sehr gering ausfällt. Daher sollte hier auf eine Ergänzung zurückgegriffen werden.

 

Außerdem bedeutet es nicht, dass vegane Lebensmittel zwangsläufig gesund sind. Viele industriell hergestellte Ersatzprodukte mit zugesetztem Zucker, Fett und Salz sind daher nicht zu empfehlen, weil sie ebenfalls zu gesundheitlichen Problemen führen können. Also achte genau darauf, was du kaufst und schau dir die Zutaten auf der Verpackungsrückseite lieber zweimal an!

3 Klima

Durch eine vegane Ernährung verkleinerst du deinen CO2-Fußabdruck deutlich. Für eine pflanzliche Ernährung muss zum Beispiel die Pflanzen erst angebaut, dann regelmäßig bewässert und schließlich geerntet werden. Für ein tierisches Produkt summiert sich der jahrelange Wasserverbrauch des Tiers und für den Anbau des Futtermittels, die Nutzfläche und der CO2-Ausstoß des Tiers selbst. Dadurch wird für ein tierisches Produkt viel mehr Wasser verbraucht und CO2 ausgestoßen.

 

Achtung! Das heißt nicht, dass vegane Produkte automatisch nachhaltig sind. Vor allem, wenn du Obst und Gemüse außerhalb der Saison kaufst, verschlechtert sich die Umweltbilanz fast 10fach, weil sie in beheizten Gewächshäusern gezüchtet oder mit dem Flugzeug importiert werden müssen. Auch Fleischersatz-Produkte sind weniger ökologisch. Sie sind stark verarbeitet und verursachen dadurch einen hohen Energieverbrauch und viel Verpackungsmüll. Daher ist es für eine klimaneutrale und vegane Ernährung wichtig, dass du darauf achtest, wo deine Produkte herkommen und wie sie produziert wurden.

 

Worauf wartest du!

 

Mach mit und starte in den vegan january 

 

#Veganuary

 

Autor: 
Lea B.
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