Zero-Waste-Badezimmer

So wird dein Badezimmer plastikfrei

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Im Zuge der Erderwärmung und der stetig ansteigenden Müllberge auf unserem Planeten werden immer mehr neue Lösungen gesucht, um umweltfreundlicher zu leben. Wie viel kann eine einzelne Person ausrichten? Wenn du jetzt denkst, dass du nicht so viel bewegen kannst liegst du falsch.

Zwar wird eine Person alleine nicht die Welt verändern können, aber wenn jeder etwas Kleines dazu beiträgt können wir als eine große Gemeinschaft wirklich etwas verändern.

Hier erfährst du, wie du durch kleine Veränderungen auf Plastik im Badezimmer verzichtest und etwas für die Umwelt tust!

Bambus Zahnbürste und plastikfreie Zahnpasta

Egal welche Sorte von Zahnbürste man nutzt, sie ist wahrscheinlich der meist genutzte Plastikartikel im Badezimmer. Wenn man dann bedenkt, dass empfohlen wird sie alle drei Monate zu wechseln merkt man, wie viel Müll unsere Mundhygiene tatsächlich verursacht.

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Um das zu verhindern, musst du nicht Himmel und Hölle bewegen.

Besorg dir eine Zahnbürste aus Holz oder Bambus.

Der Vorteil an Bambuszahnbürsten ist, dass sie sogar von Natur aus antibakteriell sind und sich so keine Bakterien an der Bürste bilden können.

Bei der Entsorgung ist aber auch nochmal Vorsicht geboten: Während der Griff bei dem meisten Holz und Bambuszahnbürsten vollständig aus Naturmaterialen besteht, sind in den Bürsten häufig Kunststoffe beigefügt, die man separat entsorgen sollte.

Wenn man bei der Zahnpasta auf den Plastikmüll der Verpackungen verzichten möchte, sollte man keine Angst vor Experimenten haben. Dort gibt es nämlich verschiedene Alternativen. Einerseits gibt es Zahnputztabletten, bei denen pro Zahnputzgang ein Drop in dem Mund genommen wird. Dieser wird dann zerkaut. Die Zahnbürste wird dann unter Wasser angefeuchtet und es kann losgehen. Die andere Option ist  feste Zahnpasta am Stiel. Dort feuchtet man die Zahnbürste an, streicht über die feste Zahnpasta und putzt dann die Zähne.

 

Plastikfreies Shampoo und Duschgel

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Wie wäre es anstatt flüssige Shampoos und Duschgels einfach festeProdukte zu benutzen?

Bei der Produktion verzichten Hersteller nicht nur auf Wasser, sondern auch auf die Zugabe von Silikonen und/ oder unsichtbarer Mikroplastik.

Des Weiteren handelt es sich im Gegensatz zu Produkten aus der Flasche um ein Konzentrat und macht das Produkt so besonders ergiebig, da man nur wenig benutzen muss.

 

Die Anwendung funktioniert wie bei der Kernseife zum Hände waschen: Einfach in den Händen anfeuchten und los geht es.

 

Du kannst auch ein Seifensäckchen kaufen. Dort kann man das Seifenstück einfach reintun und als Schwamm mit Peeling Effekt benutzen. Schaumparty garantiert!

 

Umweltschonender Rasierer

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Um auch in der Rasierroutine plastikfreier zu werden, kannst du als erstes Adios zum Einweg- bzw. Mehrwegrasierer sagen!

Jährlich wandern Millionen von Rasieren auf den Müllhalden unserer Erde. Für die Umwelt ist dies alles andere als ideal

 

Wenn du nun nicht auf das Rasieren verzichten möchtest und nach einer nachhaltigeren Lösung suchst bekommst du hier die Antwort: Ein Rasierhobel aus Edelstahl. Diese sind sehr abfallarm. Das einzige was du ersetzten muss sind die abnehmbaren Klingen. Mittlerweile gibt es dort aber auch schon Unternehmen, die diese sammeln und dann recyceln.

Am Anfang brauchst du vielleicht ein bisschen Übung, da die Rasierhobel keinen beweglichen Kopf oder Gleitstreifen haben und somit mehr Vorsicht verlangen.

Mit ein bisschen Übung masterst duauch das schnell und die Umwelt wird es dir danken.

 

Waschbare Reinigungspads

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Jeder hat wahrscheinlich schon mal im Leben bemerkt, wie praktisch Einweg-Make-up-Tücher manchmal sein können.

 

Für die Umwelt sind sie trotzdem nicht das Wahre. Auch für das Gesicht sind sie nicht die beste Option, da sie es nicht perfekt reinigen

Viele Menschen setzten nicht nur bei den Produkten auf Nachhaltigkeit, sondern mittlerweile auch bei ihren Utensilien zur Gesichtspflege.

 

Dort gibt es zum Beispiel wiederverwendbare Pads und Abschminktücher. Diese kosten zwar am Anfang mehr, sind aber langfristig durch ihre lange Nutzbarkeit kostengünstiger.

 

Um sie zu säubern müssen sie entweder nach dem Reinigen einfach unter dem Wasserhahn ausgewaschen werden oder sie werden in der Waschmaschine gewaschen.

 

Nachhaltige Periodenartikel

Eine Frau verbraucht in ihrem Leben um die 12.500 Tampons und Binden. Ganz schön viel, wenn man das Portmonee fragt! Die herkömmlichen Periodenprodukte sind zudem nicht biologisch abbaubar, da sie größtenteils aus einer Mischung von Zellulose und synthetischen Materialen bestehen.

Als Ersatz bieten sich die Bio-Varianten von Binden und Tampons an, diese lassen sich ohne schlechtes Gewissen entsorgen, da sie plastikfrei sind.

Des Weiteren sind sie hautfreundlicher als die normalen Einlagen.

Wem auch da der Müll zu viel wird oder es auf Zeit einfach zu teuer ist, kann zum Beispiel zur Menstruationstasse wechseln. Diese gibt es in verschiedenen Größen und Formen und sie sind meist aus medizinisch hergestellten Silikon.

In Ihrer Funktion sind sie ähnlich wie Tampons, mit dem Unterschied, dass sie bis zu 35ml Blut auffangen können. Die Tasse sollte dann lediglich zwei Mal am Tag entleert und ausgespült werden.

Menstruationscups besitzen eine Lebenszeit von ungefähr 5 bis 10 Jahren und ersetzten so bis zu 2000 Tampons! Auf jeden Fall viel umweltfreundlicher!

Eine andere Option ist die Periodenunterwäsche. Mit der Unterwäsche wird ganz auf Tampons und Binden verzichtet. Die Unterwäsche besitzt mehrere dünne Schichten, die das Blut innen aufsaugen. Das Tragegefühl bleibt da relativ trocken. Reinigen kann man sie ganz einfach in der Waschmaschine. Wechseln muss man sie nach Stärke nur ein bis drei Mal am Tag, je nach Stärke der Periode. Sie ist wie die Tasse mehrere Jahre verwendbar und erspart so viele Mengen Müll und greift das Budget langfristig nicht so stark an.

 

Mit diesen Tipps solltest du auf jeden Fall den ein oder anderen Müll im Badezimmer verhindern können!

Also viel Spaß beim Ausprobieren!

Autor: 
Amira S.
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