Findet der Ludwigsburger Weihnachtsmarkt jetzt doch statt?

Weihnachtsmärkte und Corona - kann das funktionieren? Lange sah es schlecht aus, doch jetzt gibt's einen kleinen Funken Hoffnung.

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Die Pressekonferenz der Stadt Ludwigsburg hat am gestrigen Mittwoch Hoffung auf einen Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg gemacht. Für die Stadt war an eine Absage nicht zu denken, weil der Weihnachtsmarkt ein wichtiges Kulturgut sei und zu Ludwigsburg gehöre. Außerdem gehört Ludwigsburg zu den ersten großen Städten, die einen Weihnachtsmarkt stattfinden lassen möchte. Gerade deswegen schauen Städte wie Stuttgart, Heilbronn und Esslingen gespannt nach Ludwigsburg. Denn dort wird ebenfalls überlegt Weihnachtsmärkte zu veranstalten.

 

Allerdings wird es den gewohnten Weinachtsmarkt 2020 nicht geben, denn selbst mit Masken wäre es nicht möglich die Corona-Verordnung einhalten zu können. Laut Mario Kreh, Geschäftsführer für Tourismus & Events der Stadt Ludwigsburg, darf der Weihnachtsmarkt kein Corona-Hotspot werden. Deswegen wurden aus vielen Varianten zwei ausgewählt, die durchführbar wären.

 

Die erste Variante sieht einen Weihnachtsmarkt im Innenhof des Residenzschlosses und im Südgarten des Blühenden Barocks vor. Dort könnten vom 7. bis zum 22. Dezember (16 Tage) auf 21.500 m² 3.000 Personen gleichzeitig ihren Aufenthalt genießen. Allerdings würde es einen Eintritt ab 16 Jahren geben. Dieser würde zwei Euro pro Person kosten, um die Veranstaltung zu ermöglichen. Wegen der etwas schlechteren Infrastruktur können dort allerdings nur 100 Aussteller gleichzeitig ihren Betrieb aufnehmen. Außerdem könnte hier ein Gastronomiebereich entstehen.  

 

Die zweite Variante soll auf dem Marktplatz vom 24. November bis zum 22. Dezember volle 29 Tage stattfinden. Allerdings ist dort die Fläche kleiner, so dass diese nur von 1.000 Personen gleichzeitig in einem eingezäunten Areal besucht werden kann. Allerdings ist bis jetzt keine Gastronomie möglich. Lediglich Kunsthandwerk, Allgemeinen Waren und Süßwaren könnten dort verkauft werden. Alle Geschäfte und Gastronomien auf dem Markplatz wären aber weiterhin zugänglich. Bei Lockerungen könnte man aber in einem externen Areal, bei der katholischen Kirche, einen Gastronomiebereich einrichten. 

 

Beide Weihnachtsmärkte sollen auf dem Gelände ausreichend Abstände bieten. Begangen werden kann der Weihnachtsmarkt nur durch ein Einbahnstraßensystem. Außerdem wird es neben einer Datenerfassung am Eingang, eine Kontrolle auf Corona-Symptome geben.

 

Die letzten Weihnachtsmärkte waren für die Stadt ein Gewinnbringer, um Veranstaltungen der Stadt, unter anderem den Ludwigsburger Pferdemark, zu finanzieren. Jetzt würde es aber darum gehen auf der Null herauszukommen, denn die Konzepte verlangen, wegen der Corona-Verordnung, einen großen finanziellen Aufwand.

 

Bis zum Weihnachtsmarkt ist es noch ein Weilchen hin, aber warum wird schon so früh entschieden? Ganz einfach - Die Händler sind nicht so flexibel wie die Gastronomen und müssten jetzt ihre Waren bestellen, damit sie rechtzeitig zum Weihnachtsmarkt zur Verfügung stehen. Außerdem soll ein wichtiges Zeichen signalisiert werden. "[...]Es ist uns wichtig, dass wir jetzt schon diesen Impuls setzten, dass wir in Ludwigsburg einen Weihnachtsmarkt haben möchten", so Melanie Mitna, Leiterin für Veranstaltungen der Stadt Ludwigsburg.

 

Ob und wo der Ludwigsburger Weihnachtsmarkt stattfinden soll, muss kommenden Dienstag entschieden werden. Ein endgültiges Konzept kann aber noch nicht vorgelegt werden, da die Entwicklung der Corona-Pandemie schwer einzuschätzen ist. Außerdem muss man damit rechnen, dass die Veranstaltung, je nach Verlauf der Pandemie, doch noch abgesagt wird. 

 

Für die Stadt Ludwigsburg sei der Weihnachtsmarkt sehr wichtig, um den Bürgern und Besuchern zum Ende des Jahres noch einmal einen schöne Veranstaltung zu bieten. Geplant sind neben einer beleuchteten Innenstadt auch ein kleines musikalische Rahmenprogramm auf dem Weihnachtsmarkt.

 

Autor: 
mw
_self

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