Bargeld Adé? Alternativen zu Münzen und Scheinen

Wenn du beim Einkauf an der Kasse stehst, zu was greifst du dann: Bargeld oder zahlst du lieber mit Karte? Bereits im Jahr 2018 hat die Kartenzahlung das Bare als beliebtestes Zahlungsmittel abgelöst. Das beinhaltet die Zahlung per EC- und Kreditkarte. Daneben gibt es mittlerweile eine ganze Reihe alternativer Zahlungsmöglichkeiten, die dein Geld auf digitalem Weg zum Anbieter bringen. Der bekannteste Anbieter ist hier wohl PayPal, aber auch Apple Pay und andere sogenannte Mobile Payment Dienste werden immer beliebter.

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Kartenzahlung

 

Neben Bargeld ist die Kartenzahlung das Zahlungsmittel Nummer 1 in Deutschland. Fast die Hälfte aller Transaktionen im Einzelhandel werden mit Karte gezahlt. Vor allem die kontaktlose Bezahlung wird immer häufiger genutzt. Das gilt als besonders hygienisch und ist sowohl mit Giro- als auch mit Kreditkarten möglich. Im März des Jahres 2020 hat die deutsche Kreditwirtschaft dieses Verfahren sogar noch weiter vereinfacht. Bislang konnten nur Beträge von bis zu 25 Euro wirklich kontaktlos, also ohne PIN oder Unterschrift, gezahlt werden. Mittlerweile wurde dieser Betrag auf 50 Euro erhöht.

 

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten der Kartenzahlung:

 

  • Girokarte mit Unterschrift
  • Girokarte mit Pin
  • Girokarte ohne Kontakt
  • Kreditkarte mit ähnlichen Möglichkeiten

 

Während wir in Deutschland noch vorwiegend mit der Girokarte zahlen, ist die Kreditkarte weiterhin auf dem Vormarsch. In anderen Ländern gibt es nicht einmal so etwas wie eine Girokarte, weshalb die Kreditkarte außerhalb von Deutschland das Zahlungsmittel Nummer 1 darstellt.

 

PayPal

 

Es ist wohl der älteste digitale Bezahldienst, der auch immer mehr genutzt wird. Vor allem bei Online-Shops läuft ein Großteil der Zahlungen über PayPal. Im Jahr 2019 waren es etwa 20 Prozent. Beliebter ist nur das Zahlen per Rechnung.

Der große Vorteil bei PayPal ist die Schnelligkeit. Willst du jemandem Geld überweisen, benötigst du lediglich die E-Mail-Adresse - dann nur noch den Betrag eingeben und innerhalb von Sekunden kommt das Geld auf dem PayPal-Konto deines Gegenübers an.

 

Grundsätzlich punktet der Dienst in Sachen Sicherheit. Du bekommst dein Geld in den meisten Fällen durch den sogenannten Käuferschutz zurück, falls du betrogen wurdest oder etwas mit deiner Ware nicht stimmt. Zudem sind anderen Mitgliedern keine deiner persönlichen Daten, bis auf deine E-Mail-Adresse, zugänglich. Dein Geld ist also sicher.

 

Besonders häufig begegnet uns PayPal in Online-Shops wie Amazon oder bei eBay. Das ermöglicht eine deutlich schnellere Kaufabwicklung. Der Anbieter kann Bestellungen bereits Minuten später abschicken. Hier garantieren sowohl PayPal als auch geprüfte Online-Shops eine sichere Transaktion. Auch in Online-Casinos war der Dienstleister bis vor Kurzem häufig anzutreffen. Jetzt allerdings nicht mehr. Trotzdem besteht kein Grund zur Beunruhigung und auch die Frage “Sind Casinos ohne PayPal sicher?”, kann mit einem Ja beantwortet werden. Denn es gibt mittlerweile viele anwenderfreundliche Bezahlverfahren, die ebenfalls verbraucherfreundlich sind.

 

Mittlerweile kannst du PayPal zum normalen Bezahlen im Laden nutzen, sofern es angeboten wird. Allerdings ist dazu ein Android Smartphone und das nachfolgend beschriebene Google Pay Voraussetzung.

 

Google Pay

 

Wie der Name bereits sagt, handelt es sich hierbei um einen Bezahldienst, der vom Softwareriesen Google betrieben wird. Er kam bereits im Jahr 2015 auf den Markt, damals noch unter dem Namen Android Pay. Seit 2018 kennt man den Dienst als Google Pay. Er richtet sich vorwiegend an Nutzer von Android Smartphones, ist jedoch auch für Apple Geräte verfügbar.

  • Google Pay

Der Dienst lässt sich bei vielen Gelegenheiten nutzen, um kleinere oder größere Geldbeträge zu zahlen. Er funktioniert in Geschäften, bei Apps oder in Online-Shops. Google Pay kann beispielsweise an allen Stellen genutzt werden, an denen du kontaktlos mit der Kredit- oder Girokarte zahlen kannst. Dazu hältst du einfach das Handy an den Empfänger an der Kasse, wenn der Dienst aktiviert ist.

 

Ein weiterer Vorteil ist, dass das PayPal-Konto und Geldkarten mit Google Pay verknüpft werden können. Insgesamt soll dieser Dienst die verschiedenen Bezahlmöglichkeiten, die du hast, vereinfachen und alles unter einem Dach zusammenfassen.

 

Apple Pay und die Sicherheit

 

Beim Konkurrenten Apple sieht es im Prinzip ganz ähnlich aus. Auch hier soll mit Apple Pay kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone ermöglicht werden. Große Unterschiede zwischen beiden Anbietern gibt es nicht, bis auf einen kleinen großen Sicherheitsaspekt.

 

Während du bei Google Pay, wie bereits erwähnt deine Kartendaten hinterlegen kannst, funktioniert das zwar bei Apple auch, allerdings werden Karten- und Kontonummern zu keiner Zeit gespeichert, was die Anwendung von Apple noch ein bisschen sicherer macht als die von Google. Grundsätzlich gehen die Experten jedoch davon aus, dass beide Dienste sogar sicherer sind als die normale Kartenzahlung.

 

Banken und andere Möglichkeiten

 

Mittlerweile möchten viele Banken ebenfalls auf diesen Mobile-Payment-Zug mit aufspringen. Manche Kreditinstitute kooperieren mit Google und ermöglichen ihren Kunden dadurch die Nutzung von Google Pay. Der Vorteil für die Banken: Sie müssen sich weniger um das Plastik der Karten kümmern und können jüngere potentielle Kunden ansprechen.

 

Weniger Kriminalität durch bargeldloses Zahlen

 

Grundsätzlich bleibt zu hoffen, dass durch das bargeldlose und insbesondere das kontaktlose Zahlen die Geldkriminalität rückläufig wird. Ohne Bargeld kann es keine Fälschungen mehr geben. Bleibt nur zu hoffen, dass die mobilen Bezahldienste weiterhin sicher sind und es bleiben. Denn es ist abzusehen, dass es ohne Geldkriminalität wohl einen Anstieg in Sachen Cyberkriminalität geben kann.

 

Autor: 
ENERGY Media
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