Pickel durch Maske: So bekommst du die "Maskne" in den Griff

Als hätte die Corona-Pandemie das Jahr 2020 nicht schon anstrengend genug gemacht, haben manche von uns auch noch mit Hautunreinheiten zu kämpfen, die scheinbar durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes entstehen.

Unsplash_Manntraegtmaske_140920_970.jpg

Wir sagen dir, wie die Pickel entstehen, wie du sie wieder loswirst und wie du ihnen in Zukunft effektiv vorbeugen kannst!

 

Ob "Quarantini", "Coronaspeck" oder "Covidition" - das Krisenjahr 2020 hat bereits so einige Trendwörter ausgespuckt, auf die wir in einigen Monaten wohl mehr als fragend zurückblicken werden. Mit dabei: die sogenannte "Maskne". Ihren Ursprung hat diese Wortzusammensetzung (Maske + Akne) in der Beauty-Szene. Gemeint sind damit Pickel und andere Hautunreinheiten, die bei einigen Menschen durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bzw. einer Maske entstehen. Wer im medizinischen Bereich arbeitet, dürfte das Phänomen - wenn auch bisher ohne die Trend-taugliche Bezeichnung - schon länger kennen. 2020 sorgt jedoch dafür, dass sich plötzlich auch Menschen wieder mit Akne auseinandersetzen müssen, die dachten, das Thema Pickel wäre mit der Pubertät glücklicherweise endgültig abgehakt.

 

Wie entsteht die "Masken-Akne"?

Akne und Pickeln liegen in den meisten Fällen hormonelle Ursachen (z. B. Pubertät, Schwangerschaft) zugrunde. Im Fall der "Maskne" handelt es sich aber um eine sogenannte "mechanische Akne". Da die Maske häufig für längere Zeit auf der Haut aufliegt, kommt es zu einer Reibung, die die natürliche Hautbarriere beschädigt und so auch den Weg für Bakterien und Keime frei macht.

 

Da unter der Maske ohnehin ein sehr feuchtes Klima herrscht, fühlen sich Bakterien dort besonders wohl und der Bereich wird zum optimalen Nährboden für Entzündungen und Hautunreinheiten wie Mitesser und Pickel. Besonders stark tritt dieser Effekt auf, wenn du beim Tragen der Maske auch stark schwitzt. Dann weiten sich zusätzlich die Poren und schweres Make-up oder auch ölige Haut können zur Folge haben, dass die Poren noch leichter verstopfen und dementsprechend auch schneller Hautunreinheiten verstehen.

 

Wie werde ich die Masken-Pickel wieder los?

Die Behandlung von Pickeln und Akne ist eine Wissenschaft für sich - das weiß man, sobald man mal einen Blick in eines der unzähligen Foren zum Thema geworfen hat. Wenn durch das Tragen der Maske Hautunreinheiten entstehen, ist das auch immer ein Anzeichen dafür, dass bei dir eine grundsätzliche Veranlagung zur Akne besteht, die unter Umständen besser professionell behandelt werden sollte. Digitale Behandlungskonzepte wie Formelskin sorgen dafür, dass du dich auch in Krisenzeiten sicher von zu Hause aus von Dermatolog*innen beraten lassen kannst.

 

Wenn bei dir aber nur vereinzelte Pickelchen durch die Maske entstehen, lässt sich das Problem normalerweise durch die richtige Reinigung und Pflege deiner Haut in den Griff bekommen. Durch eine gründliche Gesichtsreinigung (z. B. mit Waschgel für empfindliche Haut) lassen sich die Auslöser der "Maskne" effektiv bekämpfen. Da eine solche Reinigung deine Haut mit der Zeit leicht austrocknen kann, solltest du am besten auch eine Feuchtigkeitspflege (z. B. mit Hyaluronsäure oder Ceramiden) in deine Pflegeroutine integrieren.

 

Grundsätzlich wichtig bei empfindlicher Haut: Achte darauf, dass du keine Produkte verwendest, die deine natürliche Hautbarriere angreifen oder die Haut zu stark austrocknen lassen. Aufgrund des hohen pH-Werts gehört leider auch herkömmliche Seife zu solchen Produkten. Ein No-Go bei Hautunreinheiten sind zudem Produkte mit sogenannten "komedogenen" Inhaltsstoffen. Das sind Stoffe, die die Poren verstopfen und dadurch selbst zu einem direkten Auslöser von Akne werden können. Poren-verstopfende Inhaltsstoffe, die häufig in Pflegeprodukten und Make-up verarbeitet werden, sind beispielsweise Palmöl, Kokosöl, Paraffin, Lanolin und verschiedene Silikone.

 

Wie kann ich der "Maskne" vorbeugen?

Darüber, dass der Verzicht auf die Maske nicht der richtige Weg ist, sollten wir uns alle einig sein. Eine mögliche Alternative zum eng anliegenden Mund-Nase-Schutz wären die Face Shields, die man mittlerweile immer häufiger auf der Straße sieht. Das Problem: Die bisherigen Studien konnten noch nicht belegen, dass die Face Shields eine ähnliche Wirksamkeit wie die empfohlenen Masken-Varianten haben. Zur Vorbeugung der “Maskne” solltest du also besser auf folgende Faktoren achten:

 

Material:

Egal ob du die Maske selbst bastelst oder online kaufst - besonders schonend zur Haut im Gesicht sind Masken aus Baumwolle, da sie die Reibung deutlich reduzieren. 

 

Hygiene:

Dass die Maske durch das Tragen verschmutzt, ist natürlich völlig normal. Insbesondere bei empfindlicher Haut ist es deshalb aber umso wichtiger, die Maske nach jedem Tragen zu reinigen, Schweiß und Speichel zu entfernen und die Maske anschließend auch an einem wirklich sauberen Ort aufzubewahren, bevor sie wieder zum Einsatz kommt. Daher ist es natürlich auch sinnvoll, mehrere Masken zum Wechseln anzuschaffen.

 

Hautpflege:

Hierbei solltest du am besten auf die Punkte achten, die wir schon bei der Behandlung der "Maskne" angesprochen haben. Am wichtigsten ist, dass du dein Gesicht nach und auch vor (!) dem Tragen der Maske gründlich wäschst.

 

Autor: 
ENERGY Media
_blank

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

MEHR NEWS