Ratgeber: Welche Versicherungen sind sinnvoll?

Was, wenn wegen Krankheit nicht mehr gearbeitet werden kann? Oder vom Haus ein Dachziegel beim Nachbar eine riesige Delle im Auto hinterlässt? In solchen Situationen ist guter Rat teuer. Es sei denn, Haushalte haben für Sicherheit gesorgt – und entsprechende Versicherungen abgeschlossen.

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Inzwischen gibt es eine ganze Reihe verschiedener Policen, mit denen sich Gefahrenbereiche im Alltag versichern lassen. Hierzu gehört die BU-Versicherung, welche das Einkommen bei Krankheit oder Unfall deckt - wenn der Versicherte nicht mehr arbeiten kann. Auf der anderen Seite deckt eine Eigentümer-Haftpflicht den genannten Fall mit dem Dachziegel. Welche Tarife sind alles andere als sinnvoll? Es gibt diese natürlich auch. Oft ist es individuell unterschiedlich, ob eine Versicherung ihren Nutzen hat oder zum Rohrkrepierer wird.

 

Das Pflichtprogramm: BU-Versicherung und Haftpflicht

Es gibt Versicherungen, die sollten einfach sein. Diese bilden den Grundschutz für Singles und Familien. Welche gehören dazu? Entscheidend ist an dieser Stelle immer die Lebenssituation. Wer allein lebt und weder Partner noch Kinder hat, kann sich hier auf das absolute Basispaket beschränken - bestehend aus Berufsunfähigkeitspolice und der Privat-Haftpflichtversicherung. Beide decken die wesentlichen Kostenrisiken ab.

 

In Haushalten mit Kindern bzw. für eine Familie muss der Rahmen etwas weiter gefasst werden. Hier geht es nicht allein um die Frage, wie das Einkommen geschützt wird. Was passiert, wenn der Hauptverdiener plötzlich stirbt. In dieser Situation müssen die Hinterbliebenen geschützt werden. Aus diesem Grund kommt hier noch die Risikovorsorge mit ins Spiel. Was kennzeichnet die Policen im Einzelnen? Sich damit zu beschäftigten heißt, den Sinn und Zweck der einzelnen Versicherungen zu erkennen.

 

1. Die BU-Versicherung: Wenn die Arbeitskraft wegfällt unbezahlbar

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung - einfach BU-Versicherung oder auch BUV abgekürzt - hat am Ende nur ein Ziel. Es geht darum, Erwerbseinkommen abzusichern. Versicherungsnehmer schließen die BU mit dem Ziel ab, bei Unfall oder Krankheit als Versicherungsleistung das Nettoeinkommen zu erhalten.

 

Damit ist auch klar, dass die Rahmenbedingungen nicht pauschal festgelegt werden. Es kommt immer auf die individuelle Lebenssituation an. Tipp: Um nicht mit jeder Gehaltserhöhung Tarife nur mit dem Versicherer aushandeln zu müssen, kann eine Dynamik vereinbart werden.

 

Experten – wie der Bund der Versicherten - schätzt die BU-Versicherung als einen der besonders wichtigen Tarife ein. Der Grund: In Deutschland ist die gesetzliche Absicherung zusammengeschmolzen. Es gibt nur noch eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Aus dieser eine Leistung zu erhalten ist allerdings an Hürden gebunden.

 

Beim Anschluss einer BU-Versicherung haben Verbraucher im Hinterkopf zu behalten, dass Vorerkrankungen und das berufliche Risiko einem Abschluss möglicherweise im Weg stehen. Anders als bei der Krankenversicherung besteht kein Kontrahierungszwang. Ist ein Abschluss nicht möglich, ist über Alternativen - wie eine private Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder eine Unfall-Police - nachzudenken.

 

Wichtig: Im Rahmen des Antrags stellen die Versicherer Gesundheitsfragen. Nach dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG) sind Antragsteller immer verpflichtet, diese zu beantworten. Falsche Angaben haben in letzter Konsequenz die Folge, dass Versicherer wieder vom Vertrag zurücktreten können - und damit auch leistungsfrei bleiben. Aus diesem Grund muss bei den Gesundheitsfragen immer extrem sorgfältig gearbeitet werden, um solche Situationen zu vermeiden.

 

2. Private Haftpflichtversicherung: Schutz vor teuren Regressansprüchen

In Deutschland gilt immer das Verursacherprinzip. Wer im Alltag Dritten einen Schaden zufügt, muss am Ende auch dafür geradestehen. Eine Schramme an parkenden Autos - sicher zu verschmerzen. Was, wenn beim Radfahren aus einer kleinen Unachtsamkeit ein Unfall wird. Ist der Unfallgegner nicht mehr erwerbsfähig, wird es sehr teuer. Die Ersparnisse sind mit solchen Situationen überfordert.

 

Genau hier greift die Haftpflichtpolice ein. Versicherer regulieren:

  • Sachschäden
  • Personenschäden
  • Vermögensschäden.

 

Begrenzt wird die Leistung allein durch die vereinbarte Versicherungssumme. Im Regelfall geht es dabei um mehrere Millionen Euro. Gerade für Personenschäden braucht es solche Versicherungssummen, da die Kosten nach Unfällen oft in die Höhe schnellen.

 

Achtung: Wie gut eine private Haftpflichtversicherung schützt, hängt von den Tarifdetails ab. Gerade für Familien muss die Deliktunfähigkeit relevant sein. Kinder gelten bis zu einem gewissen Alter als deliktunfähig – und können für Schäden nicht verantwortlich gemacht werden. Um sich vor einer Deckungslücke zu schützen, leisten einige Versicherer trotzdem.

 

3. Risikolebensversicherung für Familien: die Liebsten absichern

Überall dort, wo Kinder eine Rolle spielen, gewinnt die Hinterbliebenenvorsorge an Bedeutung. Grundsätzlich ist eine Bewertung der persönlichen Rahmenbedingungen vor dem Abschluss einer Lebensversicherung Pflicht. Hintergrund: Arbeitnehmer mit gesetzlichen Rentenansprüchen genießen einen besonderen Schutzschirm - die Witwen-/Witwer-Rente und Waisenrente. Deren Auszahlung deckt Einkommenslücken, etwa beim plötzlichen Tod des Hauptverdieners nicht komplett.

 

Aus diesem Grund ist der Abschluss einer Lebensversicherung sinnvoll. Hier geht es ausschließlich um den Risikoschutz. Eltern können sich gegenseitig - über einen Tarif auf verbundene Leben - schützen. Hier erhält das Elternteil beim plötzlichen Tod des Partners jeweils die versicherte Leistung. Zusätzlich erhalten die Kinder Geld, wenn beiden Eltern etwas passiert. Versicherungssummen von 100.000 Euro werden von den Versicherern zu ehr günstigen Konditionen angeboten. Versicherte sollten jedoch vorher genau prüfen, wie viel Geld sinnvoll ist (z.B. aufgrund der Ausbildung und der Wohnsituation) und die Versicherungssumme entsprechend auswählen. Als Faustregel hat sich das drei bis fünffache Jahresbrutto-Gehalt eingebürgert.

 

Achtung: Verbraucher sollten die Risikolebensversicherung nicht mit der Kapitallebensversicherung verwechseln. Diese bietet mitunter auch eine Todesfall-Absicherung an, ist aber eigentlich ein Sparprodukt.

 

Pflichtversicherung - das muss sein

In einigen Alltagsbereichen gelten in Bezug auf Versicherungen besondere Regeln. Hier sieht der Gesetzgeber ein so umfassendes Gefahrenpotential, dass ein Abschluss bestimmter Tarife verpflichtend ist. Ein Bereich ist das Thema Krankenversicherung. Hier existiert nach § 193 VVG eine allgemeine Versicherungspflicht. Zusätzlich greift eine verbindliche Mitgliedschaft für alle, die sozialversicherungspflichtig versichert sind. Liegt das eigene Gehalt als Angestellter oberhalb der Versicherungspflichtgrenze, ist es möglich, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Hier sollten sich Verbraucher die einzelnen Anbieter und ihre Policen genau anschauen, um am Ende einen attraktiven Tarif zu finden. 

 

Ein zweiter Lebensbereich ist das eigene Auto. Jeder Halter wird in Deutschland darauf verpflichtet, zumindest eine Kfz-Haftpflicht-Police abzuschließen. Das heißt im Klartext: Ohne einen entsprechende Versicherungsvertrag darf das Auto nicht im Straßenverkehr bewegt werden. Um zu verhindern, dass die Versicherungspflicht unterlaufen wird, ist ein entsprechender Nachweis direkt zur Anmeldung des Fahrzeugs vorzulegen.

 

Der Gesetzgeber schreibt in diesem Zusammenhang nicht nur allgemein den Abschluss einer entsprechenden Police vor. Es sind im Pflichtversicherungsgesetz konkrete Rahmenbedingungen verankert, welche die Kfz-Haftpflichtversicherung erfüllen muss.

 

Tipp: Eine generelle Pflicht zum Abschluss einer Kasko-Versicherung existiert - zumindest im gesetzgeberischen Kontext - nicht. In Finanzierungsverträgen wird allerdings häufig eine entsprechende Bedingung als Voraussetzung zum Abschluss verankert. Auf diese Weise schützen die Finanzierungsgeber das Finanzierungsgut. Verlangt wird allgemein eine Vollkaskoversicherung. Diese schützt vor besonders vielen Schadensursachen.

 

Zusätzlicher Schutz: Sinnvolle Ergänzungen

Mit BU-Versicherung, einer Lebensversicherung und der Haftpflicht sind bereits sehr viele Risiken des Alltags abgedeckt. Der Versicherungsschutz kann im Anschluss weiter ausgebaut werden. Gefahrenbereiche betreffen unter anderem:

 

  • den Hausrat
  • juristische Aspekte
  • die Gesundheit.

 

Was bedeuten die einzelnen Bereiche? Beim Thema Hausrat geht es um alles, was sich in der eigenen Wohnung befindet. Hier ist die neue Küche genauso gemeint wie der Fernseher oder die Kinderzimmereinrichtung. Tipp: Hausratversicherungen schützen nicht nur, was sich direkt in den eigenen vier Wänden befindet.

 

1. Die Hausratversicherung

Deren Schutz hat eine gewisse "Außenwirkung". Bedeutet, dass auch der zur Wohnung gehörende Keller von der Hausrat-Police erfasst wird. Damit im Fall eines Diebstahls die Versicherung zahlt, muss der Keller zumindest grundlegend - sprich mit einem Schloss - gesichert sein.

 

Eltern sollten beim Abschluss noch einen Aspekt bedenken. Gute Tarife schützen nicht nur das Kinderzimmer in der Wohnung. Sobald der Nachwuchs zu Zweck der Ausbildung auszieht, kann sich der Schutz auf die neue Wohnsituation ausdehnen. Hier ist der Schutz allerdings begrenzt. Es wird nur bis zu einer vertraglich festgelegten Höchstsumme - meist einige tausend Euro - ein finanzieller Ausgleich erbracht. Abgedeckt werden in den Hausrattarifen Schäden durch:

 

  • Diebstahl
  • Vandalismus
  • Sturm
  • Hagel
  • Wasserschaden.

 

Achtung: Schäden durch Überflutung sind in vielen Policen nicht versichert. Hier brauchen Haushalte eine Deckungserweiterung auf Elementarschäden

 

2. Versicherungen für Hausbesitzer

Familien, welche sich für die Realisierung des Traums vom Eigenheim entscheiden, müssen den Versicherungsschutz neu planen. Mit der eigenen Immobilie gibt es nicht nur Rechte, das Ganze hat auch Pflichten. Hierzu gehört beispielsweise die Frage, was heruntergefallen Dachziegeln passiert, die beim Nachbarn das Gewächshaus zertrümmert haben. Oder wer die Kosten trägt, wenn der Blitz ins Dach einschlägt.

 

Wo sich fürs Eigenheim entschieden wird, sollte zumindest an:

 

  • Eigentümer-Haftpflichtversicherung
  • Gebäudeversicherung

 

gedacht werden. Mit der Haftpflicht-Police entsteht ein Schutzschirm gegenüber Schadenersatzansprüchen. Die Gebäudeversicherung schützt vor Ereignissen, welche die Bausubstanz schädigen. Hierzu gehören Blitzeinschlag oder Sturmschäden. Analog zur Hausrat gilt, dass Überflutungen in der Regel nur dann abgedeckt werden, wenn Eigentümer eine Deckung gegen Elementarschäden in die Police einschließen.

 

3. Das Thema Rechtsschutz

Es passiert im Alltag immer wieder, dass eine kleine Unachtsamkeit Folgen hat. Haushalte mit einer privaten Haftpflichtversicherung können dem etwas entspannter entgegensehen. Hier greift ein passiver Rechtsschutz. Bedeutet: Die Versicherung prüft, ob es sich um einen versicherten Schadensfall handelt - und zahlt.

 

Für den Fall, dass die Gesellschaft nicht zuständig ist, werden die Ansprüche abgewiesen. Es gibt Risiken, welche nicht durch die Tarife gedeckt sind. Diese Lücke kann zu einem beträchtlichen Risiko werden. Außerdem gibt es Lebensbereiche - etwa im Job - die keine der bisher genannten Versicherungen abdeckt.

 

Damit der eigene Haushalt - etwa, wenn der Nachbar sich wegen spielender Kinder auf den Schlips getreten fühlt - durch juristische Verfahren keinem Risiko ausgesetzt ist, empfiehlt sich die Rechtsschutzversicherung. Hier handelt es sich um Tarife, welche in verschiedenen Situationen greifen. Wird der Versicherte in ein Verfahren verwickelt, übernimmt die Rechtsschutzversicherung anfallende Kosten für die Verteidigung.

 

Wichtig: Rechtsschutztarife decken nicht pauschal alle Lebensbereiche ab. Seitens der Versicherer wird an dieser Stelle mit verschiedenen Modulen gearbeitet. So kann eine Haushalt Policen mit einer Deckung im:

 

  • Verkehrs-Rechtsschutz
  • Arbeits-Rechtsschutz
  • Familien-Rechtsschutz usw.

 

abschließen. Vor der Unterschrift des Vertrags ist detailliert zu prüfen, welche Bereiche ein besonderes Risiko darstellen.

 

4. Kinder-Unfallversicherung

Das Thema Unfallversicherung wird von vielen Verbraucherexperten kritisch gesehen. Es gibt einen Bereich, der hier die Ausnahme darstellt - der Unfallschutz für Kinder. Ein Thema, welches für Eltern mit auf die Agenda gehört. Hintergrund: Während sich Erwachsene im Rahmen einer BU-Versicherung oder mit Erwerbsunfähigkeits-Policen schützen, gibt es für Heranwachsende keine adäquate Absicherung.

 

Kommt es zu einer schweren Unfallverletzung, beeinflusst dies das gesamte Leben. Mithilfe der Kinder-Unfalltarife lässt sich zumindest für Unfallursachen (die im Kindesalter häufiger sind) ein Sicherheitsnetz aufspannen. Wichtig muss Eltern an dieser Stelle sein, dass die Gliedertaxe gerade bei sehr schweren Einschränkungen eine umfassende Leistung erbringt. Zusätzlich bietet sich für Kinder an, das Thema Vergiftung und Insektenstiche mit auf die Agenda zu setzen.

 

5. Krankenzusatzversicherungen - nicht jede Police ist sinnvoll

Speziell gesetzlich Krankenversicherte haben das Gefühl, nicht in allen Bereichen optimal versichert zu sein. Zusatztarife haben seit einigen Jahren Hochkonjunktur. In der Praxis zeigt sich, dass einige Tarife tatsächlich sinnvoll als Ergänzung sind. Andere Zusatzversicherungen können sich Singles und Familien sparen.

 

Sinnvoll ist der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung. Diese leistet über den gesetzlichen Rahmen hinaus – etwa für die Versorgung von Karies mit Kompositfüllungen auch im Seitenzahnbereich. Ihren Wert stellt die Versicherung unter Beweis, wenn es um Zahnersatz geht. Das befundbezogene Zuschusssystem lässt hier Lücken offen. Es werden maximal 65 Prozent der Regelversorgung abgedeckt.

 

Implantate werden eher selten abgedeckt. Wer sich dennoch dafür entscheidet, greift tief ins Portemonnaie. Zu beachten ist, dass an dieser Stelle Karenzzeiten gelten können. Das bedeutet: Leistungen werden nicht oder nur teilweise in den ersten Jahren nach Abschluss der Versicherung ersetzt.

 

Weitere interessante Police

Mit den bisher genannten Versicherungen sind bereits sehr viele Schadensbereiche im Alltag von Alleinstehenden und Familien abgedeckt. In der Regel kommen Haushalte damit sehr gut durch die verschiedenen Situationen. Situation kann es allerdings nötig sein, weitere Tarife in die Betrachtung des persönlichen Versicherungsschutzes einzubeziehen.

 

Hierbei handelt es sich unter anderem um:

 

  • Sterbegeldversicherung
  • Haustierversicherungen
  • Reiseversicherungen
  • Policen für Hobby-Modellflieger usw.

 

In der Praxis kommen diese Absicherungen nur in Frage, wenn das entsprechende Risiko tatsächlich „real“ wird. Eine Familie ohne Modellflugzeug braucht keine entsprechende Vorsorge zu leisten.

 

Auch die Sterbegeldversicherung muss mit einem gewissen Weitblick ausgewählt werden. Im Rahmen einer gewissen Erbmasse oder beim Bestehen einer Lebensversicherung kann deren Abschluss nach hinten geschoben werden.

 

Existiert keine entsprechende Absicherung, sind die Sterbegeld-Policen eine Option, um Hinterbliebene finanziell zu schonen. Hierbei sollten jedoch die einzelnen Anbieter einander gegenübergestellt werden. Die Sterbegeldversicherung ist vor allem deshalb sinnvoll, weil in Deutschland die Erbberechtigten normalerweise für die Bestattungskosten verantwortlich sind. Fehlt es hier an dem nötigen Vermögen, kann der letzte Wunsch eventuell nicht mehr erfüllt werden. Und eine Bestattung kann teuer werden. Kosten zwischen 3.000 Euro bis 5.000 Euro sind eine durchaus realistische Größenordnung.

 

Zu den interessanten Policen, die nur zweckgebunden benötigt werden, gehören die Reiseversicherungen. Eine Reiserücktrittskostenversicherung schützt Versicherte vor finanziellen Schäden, wenn sie eine Reise kurz vorher krankheitsbedingt absagen müssen. Darüber hinaus sorgt eine Auslandskrankenversicherung dafür, dass der Gesundheitsschutz auch auf Reisen besteht.

 

Haustierversicherungen - Haftpflicht und Tierarzt

Das Thema Haustiere ist in Deutschland besonders emotional belegt. Einige Haushalte sehen darin fast so etwas wie den Kinderersatz. Trotzdem bleibt der Hund ein Haustier - und verhält sich auch so. Nachbars Katze kann zum "Spielball" werden. Und auch das Parkett in der Mietwohnung ist selten über Hundepfoten begeistert. Die private Haftpflichtversicherung deckt einen Haustierschaden nur bei Kleintieren.

 

Alles, was größer als eine Katze ist, braucht in der Regel einen separaten Schutz. Die Unterschiede in der Deckung sind zwischen den Tarifen deutlich. Neben der Haftungsfrage steht im Raum, wie es sich mit den Tierarztkosten verhält. Hier werden Operationen - etwa durch Gelenkfehlstellungen - sehr teuer. Einige Anbieter haben entsprechende OP- oder Tierversicherungen aufgelegt. Damit kann sich jeder Halter gegenüber den Kosten für den Tierarztbesuch schützen.

 

Diese Policen werden oft nicht gebraucht

 

Beratungsgespräch

 

Wer sich mit den Versicherungen für den eigenen Haushalt befasst, muss sich auch mit dem Thema Überversicherung auseinandersetzen. Es gibt heute eine ganze Reihe von Policen, welche nicht gebrauch werden. Ein Beispiel ist die Brillenversicherung oder eine Insassenversicherung fürs Auto. Haftungsfragen werden an dieser Stelle teils durch die Kfz-Haftpflicht bereits abgedeckt.

 

Auch auf dem Prüfstand kann die Laptop-Versicherung stehen. Hier sieht der Versicherungsschutz auf den ersten Blick gut aus. In der Praxis sind die Hürden für den Erhalt der Leistung allerdings immens.

 

Übrigens: Wer es schafft, eine BU-Versicherung abzuschließen, kann auch die Unfallversicherung zu den Akten legen. Diese geht im Versicherungsschutz am Ende nicht weit genug. Durch die BU-Versicherung, welche nicht nur Unfälle als Leistungsfolge anerkennt, sondern auch Krankheit, kommt es zu einer Doppelversicherung. Ein Aspekt, der nicht nur teuer, sondern in der Praxis nutzlos ist. Sich intensiv mit den eigenen Versicherungen beschäftigen hilft, solche "Groschengräber" schnell zu entdecken und aus dem Weg zu räumen.

 

Fazit: Mit wenigen Tarifen gut versichert

Familien und Singles legen in Deutschland sehr viel Wert auf Sicherheit. Das Ergebnis: Es wird eine ganze Reihe von Versicherungen abgeschlossen. Viele Tarife - wie eine BU-Versicherung oder die private Haftpflicht - sind sinnvolle Maßnahmen. Hier werden existenziell wichtige Lebensbereiche abgesichert, die sonst sehr viel Geld verschlingen könnten. Auf der anderen Seite fällt auch auf, dass Haushalte mitunter etwas über die Stränge schlagen. Es werden Versicherungen abgeschlossen, welche in der Praxis kaum Bedeutung haben - aber sehr viel Geld kosten. Aus diesem Grund muss es hier darum gehen, dass eigene Assekuranz-Portfolio im Blick zu haben. Nur so wird der Versicherungsschutz für die Familie umfassend und effizient sein.

 

Autor: 
ENERGY Media
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