Work-Health-Balance: Mit diesen Tipps Arbeit gesünder gestalten

Der Arbeitsplatz ist ein unterschätzter Ort. Weil Menschen hier in der Regel einen Großteil ihres Lebens verbringen, wirkt sich seine Gestaltung maßgeblich auf Gesundheit und Wohlbefinden aus. Oft jedoch ist nur noch einer Work-Life-Balance die Rede, bei der die Freizeit den ganzen Ausgleich erledigen muss. Wer seine Gesundheit fördern will, muss jedoch auf der Arbeit damit beginnen und eine Work-Health-Balance schaffen.

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Aktivität: Bewegung in den Arbeitsalltag integrieren

 

Keine Frage: Die Menschen bewegen sich zu wenig. Oft steht auch nach Feierabend kein großes Sportprogramm auf dem Plan, denn schließlich locken Sofa, PC und Smartphone. Und selbst wenn doch etwas Bewegung im Feierabend ansteht, bleibt weiterhin ein großer Teil des restlichen Tages übrig. Das gilt vor allem für all jene, die eine sitzende Tätigkeit und keinen körperlich fordernden Beruf ausüben.

 

Bewegung allerdings ist für die menschliche Gesundheit essenziell. Sitzen wird auch als „das neue Rauchen“ bezeichnet und Bewegungsmangel von der Wissenschaft mit verschiedenen Zivilisationskrankheiten wie

 

  • Diabetes
  • Adipositas
  • und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

 

in Verbindung gebracht. Wir müssen uns also mehr bewegen, wenn wir gesund bleiben wollen. Damit das gelingt, muss Bewegung auch am Arbeitsplatz eine Rolle spielen.

 

Wer sich während eines Arbeitstages mehr bewegen möchte, hat mehrere Möglichkeiten. So ist es bereits ein praktischer Ansatz, die Mittagspause nicht ausschließlich sitzend zu verbringen, sondern gemeinsam mit Kollegen oder auch allein einen Spaziergang zu unternehmen. Darüber hinaus gibt es inzwischen Möglichkeiten, Bewegung direkt an den Schreibtisch zu holen. Sitzfahrräder oder auch Laufbänder, welche unterhalb von Stehschreibtischen aufgestellt werden können, halten Mitarbeiter aktiver.

 

Ebenfalls lohnenswert ist es, regelmäßige Gymnastik-Übungen zu machen, um Muskeln und Gelenke geschmeidig zu halten. Erneut ist das vor allem für Schreibtischarbeiten relevant, denn hier können Fehlhaltungen schnell zu unangenehmen Rückenschmerzen und Spannungskopfschmerz führen.  

 

Arbeitsweg: Raus aus dem Dienstwagen, rauf auf den Sattel

 

Der Arbeitsplatz liegt selten in fußläufiger Entfernung zum eigenen Zuhause. Viele Menschen setzen daher entweder auf öffentliche Verkehrsmittel oder den PKW. Beiden Fortbewegungsmitteln ist gemeinsam, dass sie Menschen meist sitzend transportieren. Auch hier fehlt es also erneut an der so wichtigen Bewegung.

 

Mit dem Rad zur Arbeit: Deutlich gesünder als Berufsverkehr im PKW

 

Das Fahrrad stellt dabei eine sinnvolle Alternative dar, denn es ist im Vergleich zur Fortbewegung zu Fuß schneller und steigert dennoch das Bewegungspensum. Wer ein gutes Fahrrad verwenden möchte, um tagtäglich zur Arbeit zu fahren, kann dies sogar mit dem Arbeitgeber absprechen. So gibt es schon seit 2012 die Möglichkeit, Fahrräder zu leasen und wie einen Dienstwagen abzurechnen. Angestellte müssen dann nur noch den geldwerten Vorteil versteuern und können am Ende einer Leasinglaufzeit entweder das Fahrrad zu einem günstigen Preis komplett erwerben oder sich ein neues Bike aussuchen.

 

Ernährung: Ausgewogene Snacks, gesunde Kantine

 

Abgesehen von Bewegung spielt auch unsere Ernährung eine bedeutende Rolle, wenn es um den Schutz und den Erhalt von gesundheitlichem Wohlbefinden geht. In deutschen Kantinen und auf den Mittagspausen-Tischen allerdings spricht einiges dafür, dass auch hier ein Wechsel dringend nötig ist.

 

Fleischlastige Angebote, der schnelle Döner vom Imbiss um die Ecke, Gummibärchen am Schreibtisch und noch ein Schokoriegel aus dem Snackautomaten im Pausenraum: Sieht so die tagtägliche Versorgung von Arbeitnehmern aus und kommt dann noch Bewegungsmangel hinzu, steigt das Risiko für Zivilisationskrankheiten erneut. Da hilft auch die regelmäßige Fastenkur nicht.

 

Für ein gesünderes Arbeitsumfeld wichtig ist also auch eine gesündere Verpflegung. Arbeitgeber können hier vieles richtig machen. Die Snackautomaten durch Obstschalen ersetzen, ausreichend Mineralwasser zur Verfügung stellen und das Angebot in der Mensa von Fast Food auf Vollwertkost umstellen. Langfristig könnte sich das sogar auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter auswirken, denn die üblichen Schwankungen des Blutzuckerspiegels inklusive der bleiernen Müdigkeit nach der Mittagspause sind oft das Ergebnis falscher Ernährung am Arbeitsplatz.

 

Stressmanagement: Strategien erlernen und anwenden

 

Ein stressfreier Arbeitsplatz existiert nicht. Es wäre utopisch, diesem Ziel zu folgen. Sind die Strukturen bereits auf Stressreduktion ausgelegt, müssen Mitarbeiter darüber hinaus dazu in der Lage sein, selbst kompetent mit Stress umzugehen.

 

Hierbei kann ein unternehmensinternes Weiterbildungsprogramm hilfreich sein. Mit Atemübungen, Meditationen und bewussten Pausen gelingt es, auch nach stressigeren Phasen des Arbeitstags besser zu entspannen. Das schützt langfristig die mentale Gesundheit und kann sogar zum Schutz vor Bluthochdruck beitragen.

 

Wer im eigenen Unternehmen noch kein solches Programm in Anspruch nehmen kann, sollte sich im Privatleben um Stressmanagement bemühen. Eine schöne Option sind beispielsweise spezielle Meditations-Apps, von denen es inzwischen zahlreiche gibt. Einen umfangreichen Test verschiedener Apps hat chip.de zusammengestellt. Regelmäßiges Meditieren, ob angeleitet oder nicht, kann dann die Stressresistenz verbessern und zu einer entspannteren Haltung beitragen.

 

Ergonomie: Den Arbeitsplatz körperfreundlich gestalten

 

Wer viele Stunden täglich am Schreibtisch sitzt, kann sich hiermit tatsächlich die Gesundheit ruinieren. Das gilt insbesondere für die Augen und den Bewegungsapparat. Ein nicht ergonomischer Arbeitsplatz fördert Fehlhaltungen, kann zu einer Überanstrengung der Augen führen und zahlreiche unangenehme Folgen nach sich ziehen. Von Kopfschmerzen über hartnäckige Verspannungen bis hin zu Schwindel und Rückenschmerzen könnte der Arbeitsplatz allein dann sogar verantwortlich für Ausfallzeiten sein.

 

Ein ergonomischer Arbeitsplatz entlastet den Körper auf vielfältige Weise

 

Damit das nicht passiert, ist eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung unverzichtbar. Wie genau Ergonomie am Arbeitsplatz aussehen sollte, zeigt die Humboldt-Universität zu Berlin in einer Übersicht. Hierzu gehört unter anderem die Wahl eines passenden, flimmerfreien Bildschirms, eines guten Stuhls und einer ausreichend großen, verstellbaren Tischfläche. Wer einen solchen Arbeitsplatz nutzen kann, muss sich nach Feierabend nicht erst von diesem belastenden Umfeld erholen. Das wiederum wirkt sich allgemein positiv auf die Lebensqualität aus.

 

Autor: 
ENERGY Media
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