Augen auf beim Onlinekauf: Hier sollten Verbraucher genauer hinsehen

Shops, Privatverkäufer auf Plattformen wie eBay, aber auch Online-Casinos gehen immer wieder mit persönlichen Risiken für den Konsumenten einher. Kommt meine bereits bezahlte Ware an, erhalte ich das korrekte Produkt, werden Gewinne ausgezahlt? Vertrauenswürdige und bekannte Anbieter reduzieren das Risiko natürlich, doch nicht immer ist es möglich, bei seiner Onlinetätigkeit auf das sichere Pferd zu setzen. In diesem Artikel werden klassische Probleme angesprochen, sodass Verbraucher künftig seriöse Angebote finden und sich sicher online bewegen können.

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Seriöse Online-Casinos erkennen

Bei einem Online-Casino steht eine Frage für Verbraucher weit oben auf der Agenda: Würden sie ihren Gewinn erhalten, wenn sie ein Spiel gewinnen? Sicherlich sind auch Datenschutz und allgemeiner Umgang mit den vom Spieler eingegebenen Daten wichtige Themen, doch die Unsicherheit ob Gewinnauszahlungen wird zumindest bei Google und in einschlägigen Foren immer wieder diskutiert. Aber woran kann ein Verbraucher erkennen, dass das Casino sicher ist?

 

Hier gibt es einige Merkmale:

  • Lizenz - aktuell arbeiten die meisten Online-Casinos noch mit Lizenzen von Malta, genauer der Malta Gaming Association. Diese Behörde stellt sicher, dass das Casino überprüft wurde und wird. Da in Deutschland bislang nur aus Schleswig-Holstein Lizenzen vergeben wurde, sind die entsprechenden Casinos rar gesät, lassen sich aber einsehen. Und: Es ist zu vermuten, dass diese Casinos sich im nächsten Jahr auch für die bundesdeutsche Lizenz bewerben und sie erhalten.

 

  • Tests und Siegel - Online-Casinos werden von Casinoinsidern regelmäßig getestet und besprochen. Diese Berichte lassen sich - teilweise und inoffiziell - mit den Testberichten der Stiftung Warentest vergleichen. Maßgabe ist, dass die Tester einen Blick hinter die Kulissen warfen und ihre Erfahrungen, Beobachtungen, Vor- und Nachteile mitteilen. Offiziell hingegen ist das EcoGRA-Siegel.

 

  • Bonusbedingungen - kaum ein Bonus ist ohne Bedingung erhältlich. Ein gutes Casino zeigt die Bedingungen offen und verständlich an, erklärt aber auch, dass ein Bonus ignoriert werden darf. Kein Spieler ist gezwungen, einen Bonusbetrag zu erspielen.

 

Lizenzierte Online-Casinos zahlen Gewinne grundsätzlich aus. Manchmal sind die Auszahlungen mit einer Mindesthöhe belegt, die nachteilig sein kann, wenn sie zu hoch ist. Zugleich fallen bei manchen Auszahlungsoptionen Gebühren an – diese müssen im Vorfeld ersichtlich und somit dem Spieler bekannt sein. Wer einen Überblick über unseriöse Online-Casinos erhalten möchte, findet hier eine interessante Liste. Diese zeigt genau auf, woran sich problematische Angebote erkennen lassen und welche Casinos gemieden werden sollten.

Seriöse Shops und Verkäufer: Diese Kriterien spielen eine wichtige Rolle

Bei Onlinekäufen lässt sich die Frage nach der Seriosität des Shops teilweise leicht beantworten. Bekannte Unternehmen oder Hersteller agieren im Regelfall auch im Internet seriös. Nur sind nicht alle Produkte bei den großen Anbietern erhältlich, zumal werden sie in anderen Shops oder auf Plattformen wie eBay oft günstiger angeboten. Doch auf was sollten Verbraucher achten?

 

  • Impressum - das Impressum eines Onlineshops sollte stets überprüft werden, wenn der Shop nicht bekannt ist. Es genügt allerdings nicht, die Impressumsseite aufzurufen. Betrüger nutzen teilweise Impressen anderer Seitenanbieter.

    Tipp: Die Impressumsangaben bei Google eingeben und prüfen, was die Suchergebnisse sagen. Sollte dasselbe Impressum auf Handwerksarbeiten im Breisgau und sogleich für den günstigen Handyshop aus dem Sauerland genutzt werden, ist Vorsicht geboten. Alternativ kann die Umsatzsteuernummer nachgeprüft werden, sofern es eine gibt.

 

  • Preise - jeder Schnäppchenjäger liebt es, Geld zu sparen. Allerdings deutet ein sehr niedriger Preis auf Gefahren hin. Kostet ein Produkt plötzlich nur noch die Hälfte, obwohl es überall sonst für den höheren Preis geführt wird, kann es sich um einen Betrüger handeln. Wichtig: Immer einen Preisvergleich durchführen.

 

  • eBay - die Plattform ist generell über den Käuferschutz abgedeckt, dennoch können Verbraucher ärgerlich auf Betrüger hineinfallen. Auch auf eBay gilt wieder der Preis als erste Handhabe. Bei niedrigen Preisen sollte genau nachgefragt werden, in welchem Zustand sich das Produkt befindet. Wie aussagekräftig sind die Fotos? Notfalls sollten neue Fotos gefordert werden.

 

Perfide sind Betrugsmaschen, die in den Bereich des Phishings gehören. So sollten Onlineshopper bei der Nutzung von Links immer genau auf die URL achten und die hinterlegten Informationen prüfen. Sicherer ist es, die URL eines Shops selbst einzugeben oder diesen über eine Suchmaschine erst suchen zu lassen. Die Weiterleitung auf einen gefakten Shop ist so unwahrscheinlicher, wenn auch nicht vollständig ausgeschlossen. Betrüger hatten in der Vergangenheit schon Fakeshops so in den Suchergebnissen hochgetrieben, dass der originale Anbieter erst weiter unten auftauchte.

Weitere Tipps

Glücklicherweise werden Verbraucher längst beim Onlineshoppen virtuell an die Hand genommen. Es gibt spezielle Gütesiegel und Verbraucherplattformen, die Shops kontrollieren. So hilft stets ein Blick, ob der gewählte Verkäufer ein Trusted-Shop-Siegel oder ähnliche Siegel hat und welche Erfahrungen auf der dortigen Plattform mit dem Shop gemacht wurden. Auch der Verbraucherschutz warnt regelmäßig vor Fakeshops oder Betrügern im Netz.

 

Dennoch sollten Käufer auch von sich aus auf der Hut sein:

  • Keine Vorkasse - bei unbekannten Shops sollte keine Vorkasse geleistet werden, sofern diese nicht über einen Zahlungsdienstleister mit Käuferschutz abgewickelt wird. Gerade bei ungewöhnlich günstigen Produkten kam es in der Vergangenheit vor, dass Kunden die Gelder überwiesen, die Ware nie ankam, der Händler jedoch in den Tiefen des Netzes verschwand.

 

  • Kurze Prüfung - oft genügt schon eine kurze Suchfrage nach dem Shop + "Betrug" oder "sicher" in den Suchmaschinen, um eine gute Ahnung über den Verkäufer zu erhalten. Die Maßgabe des Internets kommt Verbrauchern nun zu Gunsten: Negative Erfahrungen werden meist lautstark und nachhaltig mitgeteilt. Kam also bei anderen Kunden die Ware nicht oder nicht wie bestellt an, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese sich online Luft machten.

 

Immer mehr, auch kleinere, Shops arbeiten mit Zahlungsdienstleistern zusammen, die einen Käuferschutz garantieren. Kunden sollten darauf achten, sofern sie kein PayPal nutzen. Zu diesen Anbietern gehören Klarna, aber auch AmazonPay.

Shoppen im Netz

Fazit

Um einen seriösen Anbieter aus der Masse herauszufiltern, müssen sich Nutzer im digitalen Dickicht oft keine fünf Minuten Zeit nehmen. Die meisten Tricks führen schnell zur gewünschten Information oder bieten ein Ergebnis, das direkt vom Kauf abhält. Dennoch: Auch wenn immer wieder über Betrüger und unseriöse Anbieter berichtet wird, so stellen diese doch eine kleine Minderheit dar. Der Einkauf im kleinen Onlineshop kann ebenso reibungslos funktionieren wie der Einkauf beim riesigen Händler.

 

Autor: 
ENERGY Media
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