Impfen: Was du zum aktuell brisantesten Thema wissen solltest

Eines der brisantesten Themen der aktuellen Zeit ist die Impfung. Endlich ist ein Wirkstoff gefunden, der vor der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus schützen kann. Doch die Meinungen der Menschen sind zwiegespalten.

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Die einen können es kaum abwarten, ihre Impfdosis zu erhalten. Die anderen hingegen gehen mit deutlich größerer Sorge an das Thema heran. Von Vorbehalten bis hin zu echter Angst vor dem Wirkstoff ist das Gefühlsspektrum breit gefächert. Aus diesem Grund greifen wir heute das Thema des Impfens auf. Welche Impfungen erhalten wir bereits in jüngsten Jahren, welche sollten wir uns in hohem Alter verabreichen lassen?

 

Wozu dient das Impfen?

Um der Bedeutung von "Impfen" auf den Grund zu gehen, sollte zunächst einmal der Begriff genauer durchleuchtet werden. Unter einer Impfung versteht sich eine medizinische Vorsorgemaßnahme, um ansteckenden Krankheiten vorzubeugen. Dabei gilt es das Impfen in zweierlei Kategorien zu unterscheiden. Zum einen gibt es die aktive, zum anderen die passive Impfung. Bei der aktiven Impfung wird dem Patienten eine Impfdosis verabreicht, noch bevor er sich mit der Erkrankung angesteckt hat. Somit wird der Körper präventiv geschützt. Der Impfschutz benötigt einige Tage bis Wochen, bis er vollständig aufgebaut ist. Anschließend muss die Impfung in manchen Fällen regelmäßig aufgefrischt werden, in anderen Fällen deckt der Schutz ein Leben lang. Die passive Impfung hingegen wird verabreicht, wenn eine Krankheit bereits im Ausbruchstadium ist. Dem Körper werden dabei diverse Antikörper zugeführt, welche gegen die Erreger kämpfen. Somit können diese abgetötet werden, noch bevor alle Symptome der Krankheit auftreten. Der Impfschutz erlischt jedoch nach wenigen Wochen oder Monaten.

 

Bei der Injektion der Impfstoffe können ebenso zwei Kategorien unterschieden werden: Zum einen werden Menschen mit Totimpfstoffen, zum anderen mit Lebendimpfstoffen behandelt. Totimpfstoffe bestehen aus abgetöteten Erregern von Krankheiten. Der Körper bildet gegen diese Stoffe einen Antikörper aus, um im Ernstfall sofort reagieren zu können. Ein Beispiel für einen Totimpfstoff findet sich bei der Vorbeugung von Tetanus, FSME oder Diphtherie. Hingegen bekommt der Patient oder die Patientin beim Vorbeugen mit Lebendimpfstoffen einen Erreger injiziert, der sich noch weiterhin vermehren kann. Zwar sind die Erreger stark abgeschwächt, dennoch arbeiten diese noch. Die Krankheit kann somit nicht ausgelöst werden, der Körper muss jedoch sofort agieren. Dies führt zur Ausbildung von Antikörpern. Beispiele für eine solche Impfung finden sich bei Masern, Mumps oder Röteln.

 

Was ist Herdenimmunität?

Immer wieder ist in den Medien der Begriff der "Herdenimmunität" zu lesen. Doch was genau ist das und wie kann der Schutz eines Einzelnen eine Gemeinschaft vor dem weiteren Verbreiten einer Krankheit schützen? Herdenimmunität beschreibt generell, dass ein Einzelner dazu beitragen kann, Krankheiten nicht in der gesamten Gemeinschaft zu verbreiten. So sind viele kleine Kinder, alte oder schwache Personen nicht in der Lage, sich gegen eine Krankheit impfen zu lassen. Sie sind darauf angewiesen, dass sich alle gesunden Menschen vor der Krankheit schützen. Je weniger Menschen die Krankheit bekommen können, desto geringer ist das Risiko, dass nicht-geimpfte Personen erkranken können. Die Herdenimmunität findet vor allem bei Krankheiten wie Kinderlähmung, Masern oder Röteln statt. Kinderlähmung kommt in Deutschland heutzutage kaum mehr vor. Dies liegt an der verpflichtenden Impfung aller Kinder. Schon im frühen Alter schützen wir unsere Kinder vor einer Infektion oder der Möglichkeit zur Übertragung der Krankheit. Dies ist besonders wichtig, denn in vielen anderen Ländern der Welt wie Afrika oder in Teilen Asiens ist die Krankheit nicht unter Kontrolle. Reisende könnten die Erreger aus dem Urlaub mitbringen und ungeimpfte Menschen in Deutschland wieder infizieren.

 

Welche Impfungen erhalten Säuglinge, Babys und Kinder?

Nicht sicher, welche Krankheiten mit einer Impfung schon im Kleinkindalter unterbunden werden müssen? Dann kann man sich das Expertenwissen im Ratgeber aneignen. Dieser ausführliche Bericht über notwendiges Impfen ermöglicht einen genauen Überblick über alle Erkrankungen, welchen vorgebeugt werden kann.

 

Bereits in jungen Jahren, meist sogar nach wenigen Wochen auf dieser Erde, müssen Kinder diverse Injektionen erhalten. Eine Vielzahl von Schutzimpfungen kann mittels einer einzigen Injektion verabreicht werden. Doch viele Eltern stellen sich die Frage, wann welche Impfung relevant wird. Dies kann man dem gelben Impfpass entnehmen, in Rücksprache mit dem Kinderarzt / der Kinderärztin in Erfahrung bringen oder dem folgenden Teil unseres Ratgebers entnehmen. Nach bereits sechs Wochen muss das Kind gegen die Rotaviren geimpft werden. Dabei handelt es sich nicht um das klassische Injektionsverfahren, sondern um eine Schluckimpfung.


Ab dem dritten Lebensmonat sollte man mit der Grundimmunisierung beginnen. Dabei wird diversen Krankheiten wie Tetanus, Keuchhusten oder Hepatitis vorgebeugt. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Pneumokokken-Impfung nicht in dieser Kombinationsbehandlung enthalten ist. Diese sollte separat verabreicht werden. Weiteres wichtige Impfen sollte zwischen dem 12. und 15. Lebensmonat durchgeführt werden. Dabei immunisiert der Arzt oder die Ärztin gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken. Ebenso kann gegen Meningokokken C geimpft werden.

 

Im Weiteren folgen Auffrischungen sowie die Fortsetzung der Impfserien.

 

Impfung im Alter: Welche vorbeugenden Maßnahmen sind relevant?

Doch nicht nur in den jungen Jahren gilt es, sich impfen zu lassen. Besonders im Alter erhöht sich die Anfälligkeit für diverse Krankheiten, gegen die ein frischer Impfschutz vorliegen sollte. Impfen ist kein Thema, welches nach dem 17. Lebensjahr abgeschlossen ist. Für Senioren sollte das regelmäßige Impfen hohe Priorität haben, denn viele Impfungen verlieren mit den Jahren ihren Schutz. Zudem sinkt die Stärke des Immunsystems mit zunehmendem Alter, weswegen Viren und Bakterien ein etwas leichteres Spiel haben als bei einem jungen Menschen. Laut dem Robert Koch-Institut sollten ab dem 60. Lebensjahr einige Injektionen aufgefrischt werden. Dazu gehört beispielsweise die Tetanusimpfung. Sie schützt vor dem Wundstarrkrampf. Dieser kann bereits bei kleinen Verletzungen auftreten. Des Weiteren frischt man die Impfung gegen Diphtherie auf, wobei es sich um eine durch Bakterien übertragene Krankheit handelt. Man sollte sich ebenso vor Keuchhusten, Pneumokokken und der Influenza, aber auch der Gürtelrose schützen. Arbeitet man viel im Garten oder spaziert man gerne durch hohe Gräser? Dann gilt es, die FSME-Impfung aufzufrischen. Diese schützt vor der gefährlichen Krankheit, welche durch einen Zeckenbiss hervorgerufen werden kann. Wer gerne und viel reist, sollte sich ebenso gegen Fernreisekrankheiten wie Cholera, Polio oder Gelbfieber impfen lassen.

 

Schutz vor Corona: Wie wirkt das Impfen gegen das Virus?

Sicherlich sollte das Thema der Impfung sowie der Impfauffrischung in jedem Jahr präsent sein. Doch in diesem Jahr bekommt es deutlich mehr Aufmerksamkeit denn je. Schließlich wurde vor Kurzem bekannt, dass die ersten Impfungen mit dem Impfstoff gegen das Corona-Virus beginnen.

 

Dabei bleiben zunächst viele Fragen in der Bevölkerung offen. Bevor man sich für die Impfung entscheidet, möchte man sicherlich wissen, was eigentlich gespritzt wird. Bei der Impfung gegen das Corona-Virus wird dem Patienten ein Bestandteil des Bauplans für das Corona-Virus gespritzt.


Grundlegend geht es darum, das Spike-Protein im Körper herzustellen, um eine Immunantwort des Körpers zu generieren. Bei dem Spike-Protein handelt es sich um einen wichtigen Bestandteil der Außenhülle des Corona-Virus. Die Spike-Proteine dienen dem Virus dazu, in die menschlichen Zellen einzudringen und dort Schaden anzurichten. Bei der Injektion führen die Mediziner also den Bauplan für das Virus, die sogenannte mRNA umhüllt von einer Fettschicht zu. Im Körper kann nun das Spike-Protein hergestellt werden. Das ist nicht gefährlich, da dieses Protein allein keinen Schaden anrichtet. Restliche Bestandteile des Corona-Virus-Bauplans werden dem Körper nicht zugeführt. Somit kann das Virus nicht aufgrund der Impfung ausbrechen.

 

Kann es zu Nebenwirkungen kommen?

Sicherlich kann es nach der Impfung zu Nebenwirkungen kommen. Dies ist jedoch vollkommen normal, da der Körper das Spike-Protein zunächst als Fremdling erkennt. Das Immunsystem beginnt, passende Antikörper zu bilden, diese zu mobilisieren und den Eindringling zu bekämpfen. In dieser Zeit arbeitet der Körper auf Hochtouren. Dadurch kann es zu Schmerzen am geimpften Arm kommen. Schlappheit sowie leichtes Fieber sind weitere Antworten des Immunsystems. Nachdem die Antikörper hergestellt sind, klingen die Beschwerden ab. Dies dauert meist nur wenige Tage an. Manche Menschen verspüren keinerlei Nebenwirkungen, da das Immunsystem besonders stark ist.

 

Nicht immer ist Impfen sinnvoll: In diesem Fällen sollte der Termin verschoben werden

Impfen schützt dich und deine Mitmenschen vor schwer verlaufenden oder gar tödlichen Krankheiten. Der Impftermin sollte daher so gut wie möglich eingehalten werden. Doch es gibt Ausnahmen, welche ein Verschieben oder sogar das Absehen von einer Impfung sinnvoll machen. Sollte man am Tag der Impfung krank sein und unter Fieber über 38,5 Grad Celsius leiden, gilt es die Impfung zu verschieben. Ein leichter Schnupfen oder eine leichte Erkältung sind jedoch kein Grund für das Verschieben. Steht eine Operation bevor oder wurde man erst wenige Tage vor dem Impftermin operiert, sollte man die Impfung ebenfalls verschieben. Denn nach einer Operation soll sich der Körper regenerieren. Dies kann nicht geschehen, wenn das Immunsystem in einen starken Kampf verwickelt wird, bei dem Antikörper gegen den Impfstoff gebildet werden. Sprich zudem mit dem Arzt oder der Ärztin über bekannte Allergien. Die Influenza- oder Gelbfieberimpfung basieren auf Hühnereiweiß, welche bei einer bestehenden Allergie großen Schaden anrichten können. Des Weiteren sollte man Rücksprache halten, wenn man aktuell ein Immunsuppressiva einnimmt, an HIV- oder einer Tumorkrankheit leidet. In diesem Fall dürfen die Mediziner/innen keine lebenden Impfstoffe injizieren.


Eine weitere Ausnahmesituation besteht in der Schwangerschaft. In dieser Zeit sollte man keinerlei Impfen mit Lebendimpfstoffen durchführen lassen. Sicherlich gibt es Ausnahmefälle, in denen der Arzt dennoch eine solche Impfung anordnet. Hierbei handelt es sich jedoch um schwerwiegende Gründe. Impfungen mit Totimpfstoffen sind möglich, sollten jedoch erst nach dem ersten Drittel der Schwangerschaft durchgeführt werden.

 

Hilf deinem Immunsystem: Einfache Tipps für eine Stärkung von innen heraus

Um Krankheiten vorzubeugen, sollte man das Immunsystem von innen heraus stärken. Wer regelmäßig auf seinen Körper hört, ausreichend Entspannung und Bewegung bietet, kann einer geschwächten Immunabwehr vorbeugen. Ein wichtiger Bestandteil beim Aufbau einer starken Barriere ist die Ernährung.

 

Achte auf deine Ernährung

Sicherlich darf man sich die Fertigpizza aus dem Supermarkt, die Schokolade oder auch mal etwas anderes Ungesundes gönnen. Dennoch gilt es darauf zu achten, dass der Körper mit allen wichtigen Vitaminen, Nährstoffen und Mineralstoffen versorgt ist. Des Weiteren sollte man auf eine ballaststoffreiche Ernährung achten. Immer mehr Studien zeigen auf, dass die Darmgesundheit, welche durch einen großen Anteil an Ballaststoffen gestärkt wird, mit einem gesunden Immunsystem zusammenhängt. Eine ausgewogene Ernährung beinhaltet regelmäßige Portionen Obst und Gemüse, weniger Fette und Kohlenhydrate, dafür viel Eiweiß.


Passend zur Optimierung der Ernährung sollte man auch auf die ausreichende Trinkmenge achten. Wer zu wenig trink, spürt dies anhand von Müdigkeit sowie einem ausgelaugten Gefühl. Zudem wird man anfälliger für Infektionen. Der Entzug von Flüssigkeit trocknet die Schleimhäute aus, welche dafür Sorge tragen sollen, Bakterien, Viren und andere Erreger aus dem Körper zu schleusen. Sind die Schleimhäute jedoch zu trocken, könne diese Erreger nicht mehr ausreichend abtransportiert werden, gelangen in den Körper und greifen diesen an. Wenn man die Trinkmenge erhöht, kann man Getränke wie Grünen Tee integrieren. Dieser bietet deinem Körper eine hohe Menge an Antioxidantien, welche das Immunsystem stärken.

 

Ausreichend Bewegung ist das A und O

Auch in der kalten Jahreszeit sollte man sich regelmäßig an der frischen Luft bewegen. Dies trägt nicht nur zum Anregen des Herz-Kreislauf-Systems bei. Ebenso stärkt man die Gefäße und die Immunabwehr. Achte jedoch darauf, den Sport in moderaten Maßen zu halten. Denn wer sich zu stark verausgabt und den Körper überlastet, riskiert genau das Gegenteil: Das Immunsystem versagt. Zudem trägt die Bewegung an der frischen Luft dazu bei, dass der Körper mehr Vitamin D produziert. Hierbei handelt es sich um ein Vitamin, das der Körper produziert, wenn er mit den UV-Strahlen der Sonne in Kontakt kommt.

 

Stress reduzieren

Ein weiterer Tipp, welcher für die meisten Menschen jedoch nur schwer umzusetzen ist, lautet Stress vermeiden. Denn Stress wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus. So kommt es zu einer Schwächung mit einhergehender Anfälligkeit für Krankheiten. Dauert der Stress nicht nur kurze Zeit an, sondern wird chronisch, kann es zu einem starken Erschöpfungszustand kommen. Dieser Zustand ähnelt dem einer überbelasteten Person, die sich beim Sport zu stark verausgabt hat. Man wird schlapp und matt. Zudem verliert man den Antrieb und die Motivation.


Um den Stress abzubauen, sollte man regelmäßige Entspannung in den Alltag einbauen. Dies können wenige Minuten sein, in denen man seiner liebsten Musik lauscht, ein Powernap macht oder am Abend ein Bad nimmt.

 

Autor: 
ENERGY Media
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